Vater, Mutter und neun Kinder

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Filmdaten
Deutscher Titel Vater, Mutter und neun Kinder
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutschland
Erscheinungsjahr 1958
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Erich Engels
Drehbuch Erich Engels
Wolf Neumeister
Produktion Otto Meissner
Musik Heino Gaze
Heinrich Riethmüller
Kamera Albert Benitz
Schnitt Martha Dübber
Besetzung

Vater, Mutter und neun Kinder ist eine deutsche Komödie aus dem Jahr 1958 mit Heinz Erhardt in der Hauptrolle.

Handlung[Bearbeiten]

Bäckermeister Friedrich Schiller aus Einbeck lebt ein harmonisches Familienleben mit Ehefrau, mit der er kurz vor seiner Silberhochzeit steht, und neun Kindern, wobei er auch seinen heranwachsenden Töchtern bei Liebeskummer und Hausaufgaben zur Seite steht. Zudem soll er Vorstandsmitglied der Bäckerinnung werden.

Auf einer Nachhausefahrt nimmt er Lollo Küppers, die Ehefrau des Fabrikanten Küppers, mit. In ihrem Jagdhaus lädt sie ihn zum Dank zu einem Umtrunk ein, Schiller backt Pasteten. Die Stimmung der beiden wird im Lauf des Abends etwas angeheitert; Schiller übernachtet bei ihr.

Trotz seiner Versuche, den Vorfall zu verheimlichen, kommt er doch noch ans Licht, und zwar durch seine Tochter Thea, die als Volontärin über das Privatleben von Lollo Küppers für ihre Zeitung schreibt, die ein Tagebuch über ihre Liebhaber veröffentlicht. Sein Versuch, seinen Namen mit anwaltlicher Hilfe aus der Sache herauszuhalten, schlägt fehl. Nach den Feierlichkeiten zur Silberhochzeit beichtet er seiner ahnenden Frau von dem Vorfall, versichert ihr aber, dass nichts Schlimmeres passiert ist.

Als Schillers Frau bei Herrn Küppers vorspricht und ihm versichert, dass ihr Mann auf keinen Fall ein Liebesabenteuer mit einer verheirateten Frau eingehen würde, bekommt sie wiederum von Frau Küppers versichert, dass an besagtem Abend nichts Ernstes passiert ist. Zuhause kann Frau Schiller ihren Mann beruhigen, dass Frau Küppers ihren Mann mit dem Tagebuch nur eifersüchtig machen wollte und er keine unwahren Geschichten über ihn in der Zeitung zu fürchten braucht.

Nachdem zwei seiner Töchter auf einmal heiraten, kümmert sich Schiller, nachdem er anfänglich froh ist, sich nicht mehr um soviel Kinder sorgen zu müssen, um seine Enkelkinder.

Kritiken[Bearbeiten]

„Volkstümliche Familienunterhaltung, in der Darstellung des heiteren Familienalltags gefühlvoll inszeniert, nur mäßig witzig. Heinz Erhardt setzt einige komödiantisch reizvolle Akzente.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

„Der vermeintliche Seitensprung eines Bäckers wirbelt viel Mehl auf, doch wie heißt es im Schlußlied: »Eine glückliche Familie ist das schönste auf der Welt / dies Glück gibt’s nur für Liebe, nicht für Geld«. Heile-Welt-Komödie.“

Heyne Filmlexikon 1996

Sonstiges[Bearbeiten]

Trendelburg, so genannter Rapunzelturm. Er diente 1958 als Filmkulisse

Die Außenaufnahmen entstanden u.a. in Einbeck vor der zur Bäckerei umgewidmeten Rats-Apotheke, am Ufer des Seeburger Sees und auf der Trendelburg, wo der so genannte Rapunzelturm als Maleratelier ausgegeben wurde.

Die Rats-Apotheke: Kulisse als Wohnhaus und Bäckerei

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Vater, Mutter und neun Kinder im Lexikon des Internationalen Films