Verband öffentlicher Versicherer

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Im Verband öffentlicher Versicherer organisieren sich die Öffentlichen Versicherer Deutschlands überregional. Dazu gehören 11 Erstversicherergruppen mit diversen Gemeinschaftsunternehmen.[1]

Der Verband ist stellvertretend für die Gruppe das Kommunikationsorgan zu den Verbundpartnern der öffentlichen Versicherer, den Unternehmen und Institutionen der Sparkassen-Finanzgruppe. Er vertritt außerdem die Interessen seiner Mitglieder in den Verbänden der Versicherungswirtschaft und bietet seinen Mitgliedern Rückversicherungsschutz.

Die Zeitschrift „Schadenprisma“ für Schadenverhütung und Schadenforschung wird vom Verband öffentlicher Versicherer herausgegeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband öffentlicher Lebensversicherungsanstalten wurde 1911 als Körperschaft des öffentlichen Rechts in Berlin gegründet (maßgeblich durch Wolfgang Kapp vorangetrieben)[2]. 1922 wurde die Haftpflicht- und Unfall-Rückversicherung aufgenommen. Im Jahr 1926 wurde der Verband öffentlicher Unfall- und Haftpflichtversicherungsanstalten gegründet, der seinen Sitz in Berlin hatte und in Personalunion mit dem Verband öffentlicher Lebensversicherungsanstalten geführt wurde. 1947 nahm die Geschäftsstelle des Verbands in Düsseldorf im Gebäude der Provinzial-Versicherung der Rheinprovinz die Arbeit auf. 1949 wurde der Hauptsitz nach Düsseldorf verlegt. Die beiden Verbände wurden 1966 zum Verband öffentlicher Lebens- und Haftpflichtversicherer zusammengelegt. 1996 fusionierten sie mit dem Verband öffentlicher Feuerversicherer zum Verband öffentlicher Versicherer.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband öffentlicher Versicherer hat seinen Sitz in Düsseldorf und Berlin. Er ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Zum Vorstand gehören Frank Schaar (Vorsitzender), Katrin Burkhardt und Michael Rohde.

Zum Verwaltungsrat gehören Hermann Kasten (Vorsitzender), Wolfgang Breuer (stv. Vorsitzender), Patric Fedlmeier, Andreas Jahn, Knud Maywald, Gerhard Müller, Frank Walthes

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die öffentlichen Versicherer arbeiten nach dem Regionalprinzip. Mitglieder im Verband öffentlicher Versicherer sind:

  • ÖVB - Öffentliche Versicherung Bremen

Die öffentlichen Versicherer haben verschiedene Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Dazu gehören unter anderem:

  • Consal Beteiligungsgesellschaft Aktiengesellschaft
  • Deutsche Rückversicherung Schweiz AG (DR Swiss)
  • Deutsche Assistance
  • S PensionsManagement GmbH
  • reha assist

Zahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bruttobeitragseinnahmen der öffentlichen Versicherer betrugen im Geschäftsjahr 2016 21,23 Milliarden Euro. Mit einem Marktanteil von 11,1 Prozent sind die Öffentlichen als Gruppe damit die Nummer zwei im deutschen Markt. Das Ergebnis vor Steuern betrug 1,09 Milliarden Euro.[3]

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verband öffentlicher Versicherer: Jahrbuch 2014. Die öffentlichen Versicherer – Immer da, wenn es darauf ankommt. Düsseldorf 2014 (voev.de [PDF; abgerufen am 18. Juli 2016]).
  2. Werner Funk: Geschichte der Veränderung. In: SparkassenZeitung. Nr. 41, 14. Oktober 2011, S. 3 (sparkassenzeitung.de [abgerufen am 18. Juli 2016]).
  3. Verband öffentlicher Versicherer: Jahrbuch 2017. Die öffentlichen Versicherer – einzigartig für Deutschland. Düsseldorf 2017 (voev.de [PDF; abgerufen am 6. September 2017]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]