Verräter wie wir (Film)

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Filmdaten
Deutscher TitelVerräter wie wir
OriginaltitelOur Kind of Traitor
ProduktionslandVereinigtes Königreich
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2016
Länge108 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
Stab
RegieSusanna White
DrehbuchHossein Amini
ProduktionSimon Cornwell,
Stephen Cornwell,
Gail Egan
MusikMarcelo Zarvos
KameraAnthony Dod Mantle
SchnittTariq Anwar,
Lucia Zucchetti
Besetzung

Verräter wie wir ist ein britischer Spionagethriller aus dem Jahr 2016. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von John le Carré.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Eingangssequenz sieht man, wie ein russischer Geschäftsmann in einem Luxushotel Verträge unterschreibt und danach auf der Heimfahrt bei einer fingierten Polizeisperre mit Frau und Tochter erschossen wird.

Der Londoner Literaturdozent Perry MacKendrick und seine Frau, die erfolgreiche Anwältin Gail MacKendrick, befinden sich im Urlaub in Marrakesch, um die durch eine Affäre Perrys mit einer Studentin lädierte Beziehung wieder aufzufrischen. Dort lernt er in einem Restaurant den russischen Mafia-Geldwäscher Dima kennen, der ihn um Hilfe bittet, weil ihm Killer innerhalb der Mafia nach dem Leben trachten. Dima gibt Perry einen USB-Stick mit Daten von Mafia-Mitgliedern und in Mafia-Geschäfte verstrickten Personen mit der Bitte, ihn bei der Rückreise dem britischen Geheimdienst MI6 zu übergeben, damit Dima und seine Familie gegen Lieferung weiterer Informationen Asyl und Personenschutz für seine Familie in Großbritannien erhalten können.

Auf dem Londoner Flughafen wird Perry vom MI6-Mann Hector verhört. Perry meint, er habe seine Aufgabe beendet. Jedoch erscheint Hector kurze Zeit darauf in Perrys Vorlesung. Dima will mit dem MI6 verhandeln – jedoch nur in Perrys Gegenwart.

Nach und nach wird deutlich, dass Hector mit einem Drei-Mann-Team ohne Zustimmung seines Vorgesetzten Billy Matlock handelt. Dessen Vorgesetzter ist Aubrey Longrigg, der durch einen Hinweis dafür gesorgt hatte, dass Hectors Sohn wegen eines Drogendeliktes ins Gefängnis gehen musste.

Trotz geringer Anzahl von Agenten gelingt es ihnen, mit Dima – getrennt von seinen misstrauischen Bewachern – in einem Pariser Luxus-Tennisclub zu verhandeln. Dima soll in Bern die gewaschenen Gelder auf Konten der neu gegründeten Arena-Bank übertragen. Danach wäre er für seine Auftraggeber überflüssig und muss befürchten, das Schicksal seines Freundes Misha zu erleiden, dessen Tod die Zuschauer zu Beginn des Filmes sahen. Hector kann mit seinem um Perry und Gail erweiterten Team Dimas Familie trotz Mafia-Bewachung zum Flughafen schmuggeln. Doch seine Vorgesetzten verweigern Dima und seiner Familie die Einreise nach Großbritannien. Also lässt Hector die Flüchtlinge in ein sicheres Haus in den französischen Alpen bringen. Weil Dimas Tochter sich in den Mafiosi Andrei verliebt hat und diesen nachts anruft, können die Russen die Familie aufspüren. In einem nächtlichen Feuergefecht im Wald um das Haus können sie jedoch abgewehrt werden. Perry rettet Dima im letzten Moment vor einem Mafia-Killer.

Am nächsten Tag soll Dima nach London geflogen werden. Doch sein Fluchthubschrauber explodiert kurz nach dem Abheben vor Perrys Augen. Dimas Familie gelangt sicher nach London.

In der Schlussszene übergibt Perry dem MI6-Agenten Hector eine alte Colt-1911-Armeepistole. In deren Lauf findet Hector einen Zettel mit Namen, Konten und Beträgen von britischen Politikern, die die Verlegung der Arena-Bank von Zypern nach London ermöglicht hatten; u. a. wird darin Longrigg genannt.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Stärker als an der für den Berufsstand im Kino sonst üblichen Action ist Regisseurin Susanna White (‚Eine zauberhafte Nanny‘) an den ‚Soft Skills‘ der Geheimdiensttätigkeit interessiert. Dementsprechend inszeniert sie Perry als sozialbewussten Beatnik: Für den bedrohten Dima setzt er sich ebenso selbstlos ein, wie er als Kavalier und Ehrenmann bedrängten Damen beispringt, ganz ohne Furcht vor einer blutigen Nase.“

Jörg Schöning: Spiegel Online[2]

„Elegant altmodisch entwickelt Susanna White ihren Thriller ‚Verräter wie wir‘ – altmodisch insofern, als der Film nicht von atemberaubenden Actionsequenzen oder schwindelerregenden Wendungen vorangetrieben wird, sondern von der präzisen Zeichnung und Motivation der Figuren.“

David Assmann: Der Tagesspiegel[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Verräter wie wir. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Jörg Schöning: Agenten-Thriller "Verräter wie wir": Vom Glamour des Geheimen. In: Kultur. Spiegel Online, 5. Juli 2016, abgerufen am 8. Juli 2016.
  3. David Assmann: Russenmafia, Britengangster. In: Kultur. Der Tagesspiegel, 7. Juli 2016, abgerufen am 8. Juli 2016.