Vinzenz Brinkmann

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Vinzenz Brinkmann 2008

Vinzenz Brinkmann (* 1958 in Göttingen) ist ein deutscher Klassischer Archäologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brinkmann wuchs in Gauting bei München auf und studierte Klassische Archäologie in München und Athen. 1987 wurde er in München mit der Arbeit Beobachtungen zum formalen Aufbau und zum Sinngehalt der Friese des Siphnierschatzhauses bei Volkmar von Graeve promoviert.

Von 1988 bis 1994 war er – unterbrochen durch das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts (1988/89) – Hochschulassistent an der Universität Bochum. Von 1994 bis 2007 arbeitete er als Konservator an den Staatlichen Antikensammlungen und der Glyptothek in München. 2001 erfolgte die Habilitation in Bochum. Seit 2007 leitet er die Antikensammlung der Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt am Main und lehrt (seit 2008 als apl. Professor) am Institut für Archäologische Wissenschaften der Universität Bochum. Er ist Vorstandsmitglied der Stiftung Archäologie.

Zusammen mit Ralf Biering hat er das altertumswissenschaftliche Datenbankprojekt Dyabola entwickelt.

Die Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten zur antiken Polychromie wurden in der Wanderausstellung Bunte Götter – Die Farbigkeit antiker Skulptur an verschiedenen Orten gezeigt.

2009 plante Brinkmann zusammen mit der griechischen Archäologin Chryssoula Saatsoglu-Piliadeli, den Grabfries am Tumulus des mazedonischen Königs Philipp II., des Vaters Alexander des Großen in der originalen Farbigkeit wiederherzustellen.[1] Die erste Version der Rekonstruktionsarbeit ist 2013 für zwei Ausstellungen ("Zurück zur Klassik", Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main und "Alexander der Große", Lokschuppen Rosenheim) fertiggestellt worden.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Autor
  • Frisuren in Stein. Arbeitsweisen frühgriechischer Bildhauer. Biering & Brinkmann, München 1998, ISBN 3-930609-11-8 (Magisterarbeit, Universität München, 1983).
  • Beobachtungen zum formalen Aufbau und zum Sinngehalt der Friese des Siphnierschatzhauses (= Studien zur antiken Malerei und Farbgebung. Bd. 5). Biering & Brinkmann, München 1994, ISBN 3-930609-00-2 (Dissertation, Universität München, 1987).
  • Die Polychromie der archaischen und frühklassischen Skulptur (= Studien zur antiken Malerei und Farbgebung. Bd. 5). Biering & Brinkmann, München 2003, ISBN 3-930609-19-3 (Habilitationsschrift, Universität Bochum, 2001).
Als Herausgeber
  • Bunte Götter. Die Farbigkeit antiker Skulptur. Ausstellungskatalog Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt 2008.
  • Sahure. Tod und Leben eines großen Pharao. Ausstellungskatalog Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt 2010.
  • mit Oliver Primavesi, Max Hollein: Circumlitio. The Polychromy of Antique and Medieval Sculpture. 2010.
  • mit Matthias Ulrich, Joachim Pissarro, Max Hollein: Jeff Koons: The Sculptor. Ausstellungskatalog Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt 2012.
  • Zurück zur Klassik. Ein neuer Blick auf das alte Griechenland. Ausstellungskatalog Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt 2013.
  • Athen. Triumph der Bilder. Ausstellungskatalog Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 19. Juli 2009, Seite R3: Szenen einer Makedonischen Jagdgesellschaft.