Volker Kitz

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Volker Kitz (* 1975 in Bensheim) ist ein deutscher Sachbuchautor und Jurist. Seine Bücher kamen in Spiegel-Bestsellerlisten und wurden in mehr als zehn Sprachen übersetzt.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kitz studierte Rechtswissenschaft und Psychologie in Köln sowie an der New York University und promovierte in Rechtswissenschaft.

Er war in der Forschung und der Lehre tätig, unter anderem am Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum,[1] und veröffentlichte Beiträge in internationalen wissenschaftlichen Fachzeitschriften, in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Welt und Spiegel Online. Seine Bücher wurden in über zehn Sprachen übersetzt.

2011 veröffentlichte er mit Manuel Tusch das Buch Psycho? Logisch! Nützliche Erkenntnisse der Alltagspsychologie, in dem die Autoren psychologische Phänomene für ein breites Publikum erklären und nutzbar machen. Das Buch stand insgesamt 23 Wochen lang auf der Spiegel-Bestsellerliste Taschenbuch Sachbuch.[2]

In seinem 2016 veröffentlichten Buch Ich bin, was ich darf: Wie die Gerechtigkeit ins Recht kommt – und was Sie damit zu tun haben erläutert Kitz anhand der Grundsatzurteile des Bundesverfassungsgerichts "die großen Fragen von Recht und Gerechtigkeit". Der Deutschlandfunk Kultur bezeichnete das Buch als "eine Reise in die Geschichte der Bundesrepublik, zu den Grenzen von Philosophie und Naturwissenschaften".[3] Das Buch erreichte Platz 17 der Spiegel-Bestsellerliste Paperback Sachbuch.[4]

In seinem 2017 veröffentlichten Buch Feierabend! Warum man für seinen Job nicht brennen muss spricht sich Kitz für realistischere Erwartungen an den eigenen Beruf aus. Die Erfüllung im Beruf müsse nicht das Maß aller Dinge sein. Vielmehr habe auch die Realität – das Einkommen und das Können aufgrund von Routine – ihre Berechtigung. Er möchte "den Blick wieder auf diejenigen lenken, die ihre Arbeit gut machen, statt sie nur gut zu finden".[5] In einem Fernsehinterview erklärte er: „Möchten Sie mit einem Piloten fliegen, der sagt, dieser Flug ist eine Herausforderung, oder von einer Ärztin Blut abgenommen bekommen, die sagt, das ist eine Herausforderung für mich? Wir wollen doch alle mit Menschen zu tun haben, die ihren Job routiniert machen.“[6] Das Buch kam in der ersten Woche nach Erscheinen als höchster Neueinsteiger mit Rang 12 in die Spiegel-Bestsellerliste Paperback Sachbuch.[7]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Meinungsfreiheit! Demokratie für Fortgeschrittene, S. Fischer. 2018, ISBN 978-3-596-70224-4
  • Feierabend! Warum man für seinen Job nicht brennen muss. Streitschrift für mehr Gelassenheit und Ehrlichkeit im Arbeitsleben. S. Fischer. 2017. ISBN 978-3-596-29796-2
  • Ich bin, was ich darf: Wie die Gerechtigkeit ins Recht kommt – und was Sie damit zu tun haben, Knaur, 2016, ISBN 978-3-426-78782-3
  • Stimmt's oder hab ich Recht? Welche Gesetze Sie unbedingt kennen müssen, um nicht für dumm verkauft zu werden, Knaur, 2015, ISBN 978-3-426-78722-9
  • mit Manuel Tusch: Warum uns das Denken nicht in den Kopf will: Noch mehr nützliche Erkenntnisse der Alltagspsychologie, Heyne, 2013, ISBN 978-3-453-60291-5
  • Du machst, was ich will: Wie Sie bekommen, was Sie wollen – ein Ex-Lobbyist verrät die besten Tricks, Ariston, 2013, ISBN 978-3-424-20082-9
  • mit Manuel Tusch: Ich will so werden, wie ich bin: Für Selberleber, Campus Verlag, 2013, ISBN 978-3-593-39935-5
  • Die 365-Tage-Freiheit: Ihr Leben ist zu wertvoll, um es mit Arbeit zu verbringen, Ariston, 2012, ISBN 978-3-424-20068-3
  • mit Manuel Tusch: Psycho? Logisch! Nützliche Erkenntnisse der Alltagspsychologie, Heyne, 2011, ISBN 978-3-453-60179-6
  • mit Manuel Tusch: Das Frustjobkillerbuch: Warum es egal ist, für wen Sie arbeiten, Heyne, 2010, ISBN 978-3-453-65011-4
  • mit Manuel Tusch: Ohne Chef ist auch keine Lösung: Wie Sie endlich mit ihm klarkommen, Campus Verlag, 2009, ISBN 978-3-593-38789-5
  • mit Mathis Hoffmann und Stefan Leible: IT Compliance – IT und öffentliche Sicherheit – Open Source. Recht und Neue Medien, Richard Boorberg Verlag, 2009, ISBN 978-3-415-04329-9
  • Die Dauerschuld im Kauf: Interessen und Interessenschutz unter dem Einfluss der Europäischen Privatrechtsentwicklung, Nomos, 1. Auflage 2005, ISBN 978-3-8329-0873-7
  • 1001 romantische Idee...: ... für alle, die mehr aus ihrer Liebe machen wollen, Fischer Taschenbuch, 2004, ISBN 978-3-596-15907-9
  • Das USA-Gastschülerbuch, Eichborn, 2002, ISBN 978-3-8218-3932-5
  • Das war die Mark, Eichborn, 2001, ISBN 978-3-8218-3729-1
  • I did it. Das USA-Gastschüler-Buch: Persönliche Erlebnisse, aktuelle Tips und Informationen, ISBN 978-3-8218-1387-5
  • Spaghetti Shebanese – Delikate Gerichte aus Katzenfutter, Eichborn, 1998, ISBN 978-3-8218-3535-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Autorennennung als: „Dr. Volker Kitz, LL.M. (NYU), Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht, München“. In:Max-Planck-Forum 2007. Geistiges Eigentum: Herausforderung, Durchsetzung, 15. November 2007, MPI München. (PDF) Abgerufen am 25. November 2017.
  2. buchreport. Abgerufen am 18. November 2019 (deutsch).
  3. Volker Kitz über Gerechtigkeit - Können Gesetze Meinungen unter einen Hut bringen? Abgerufen am 18. November 2019 (deutsch).
  4. buchreport. Abgerufen am 18. November 2019 (deutsch).
  5. Volker Kitz im Interview mit Kathrin Wesolowski auf zett: Warum Arbeit keinen Spaß machen muss. In: ze.tt. Abgerufen am 18. November 2019 (deutsch).
  6. Studiogast Volker Kitz. Bayerischer Rundfunk, abgerufen am 25. November 2017.
  7. Volker Kitz macht erfolgreich »Feierabend«. In: www.buchreport.de. 2. März 2017, abgerufen am 25. November 2017.