Volker Nickel

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Volker Nickel (* 31. Dezember 1970 in Augsburg) ist ein deutscher Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nickel erhielt seinen ersten musikalischen Unterricht im Elternhaus und besuchte als Schüler das humanistisch-musische Gymnasium bei Sankt Stephan (Augsburg) (Abitur 1990). Es folgt ein Studium der Musikwissenschaft, Philosophie und Psychologie in Augsburg und München, später Komposition bei Hans-Jürgen von Bose an der staatlichen Hochschule für Musik und Theater in München. Nickel lebt und arbeitet als freischaffender Komponist in München. Nickel unterrichtet Musiktheorie am LMZ der Universität Augsburg und ist Beisitzer im Vorstand des Tonkünstlerverbandes München.

Auszeichnungen und Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paris-Stipendium an der Cité Internationale des Arts 2008
  • Kunstpreis der Stadt Gersthofen 2005
  • Erster Preis Günter Bialas Kompositionswettbewerb 2004
  • Stipendium der Wilfried Steinbrenner Stiftung 2003
  • Postgraduiertenstipendium des Freistaates Bayern 2000
  • Preis der Raiffeisen Schulze Delitzsch Stiftung 1997
  • Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung 1996
  • Stipendium der Bayerischen Landeshauptstadt 1995

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nickels Kompositionen waren anfangs von einem eher postmodernen Eklektizismus (Postmoderne) geprägt, der sich aber immer schon als Teil eines variierenden Verfahrens verstand und lediglich Dinge, die auf einer tiefer liegenden strukturellen Ebene miteinander verbunden sind, in unterschiedlicher Gestalt in Erscheinung treten ließ. Später entwickelte Nickel unter dem Einfluss der neueren Literatur, wie dem „Zettelkasten“, einen kontrapunktisch präzis ausgearbeiteten, diskontinuierlichen und strukturell subtilen Musikstil, der auf der Grundlage Cantus-firmus-artiger Perioden (siehe Cantus firmus, Ars nova, Renaissance) und einer variierenden Montagetechnik funktioniert. Die Faktur seiner Stücke ist dicht gearbeitet und von abwechslungsreichen Tableaus geprägt. Nickels Musik wurde vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem renommierten Förderpreis der Ernst von Siemens-Musikstiftung. Nickel war Stipendiat an der Cité Internationale des Arts in Paris und unterrichtet am LMZ der Universität Augsburg.

Musiktheater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eine Feierstunde Musiktheater (2000)
  • WaldLust Kammeroper (2001)
  • Zwielicht – oder Anna und der Hase Kammeroper (2001)
  • Orfeus – music along the river Musiktheater (2005)

Orchester- und Ensemblemusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lanaia I für Violine und Orchester (1990)
  • Tanzmusik für Orchester (1995)
  • Divertimento I für Kammerorchester (1996)
  • Divertimento II für Kammerorchester (1997)
  • Studie zu einem Gloria für Kammerorchester (1998)
  • Divertimento III für Kammerorchester (2000)
  • hide@park für Kammerensemble (2003)
  • distant music für Kammerorchester (2007)
  • 2 Stummfilmmusiken für Ensemble (2011)

Kammermusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M (1986) für Quintett
  • Das Cognaglied (1989) für Klaviertrio
  • Cassation (1995) für Klarinette und Violoncello
  • Streichquartett (1996)
  • Kanon für Cembalo (1997)
  • 3 Lieder auf Gedichte von Reiner Kunze (2003)
  • beschneiden der apfelbäume im winter (2004) für Violoncello Solo
  • 3 Stücke für Violine, Viola, Kontrabass und Harfe (2004)
  • Mosaik für Zither Solo (2007)
  • wie die dinge aus ton für Violine und Klavier (2008)
  • music-4-a-joyce-tick-cl[:]ock-box für Streichquartett (2008)
  • piano puzzle pieces für Klavier Solo (2009)
  • Das Fliegenschleichen die kleine Seele für Klavierquartett (2011)
  • Duette für 2 Violinen (2010)
  • 2 Lieder für Sopran und Klavier (2011)
  • » In selbst gemachter Wasserströmung «  für Klarinette, Violoncello und Klavier (2012)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]