Walter De Maria

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Walter De Maria (eigentlich Walter Joseph De Maria; * 1. Oktober 1935 in Albany, Kalifornien; † 25. Juli 2013 in Los Angeles[1]) war ein US-amerikanischer Künstler, ein wichtiger Vertreter des Minimalismus, der Konzeptkunst und der Land Art.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walter De Maria studierte ab 1953 Geschichte an der University of California, Berkeley. Nach seinen BA-Abschluss 1957 studierte er dort Malerei bei David Park (MFA 1959). 1960 zog De Maria nach New York, wo er bis zu seinem Tod lebte. Er war Teilnehmer der 4. documenta in Kassel im Jahr 1968, auf der Documenta 5 (1972) und der Documenta 6 im Jahr 1977 als Künstler vertreten.

Zu seinem Oeuvre gehören neben immateriellen Werken der Konzeptkunst Skulpturen, Installationen und Werke der Land Art.

2001 wurde De Maria mit dem Roswitha Haftmann-Preis ausgezeichnet.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertikaler Erdkilometer
  • 1965: Water Water Water (konzeptionelle Landschaftszeichnung)
  • 1965: Silver Portrait of Dorian Gray (Skulptur)
  • 1966: High Energy Bar (Stahlskulptur), Museum für Moderne Kunst MMK, Frankfurt a. M.
  • 1968: Mile Long Parallel Walls In The Desert (Land Art Projekt)
  • 1968: Sphinx, (Land Art Project), Hamburg
  • 1968: Münchner Erdraum[2] (Installation) Die Installation bestand aus 50 Kubikmetern sauber geharktem und geglättetem Torfmull.[3]
  • nach 1968: als New York Earth Room seit mehr als 50 Jahren in SoHo in Manhattan zu sehen.[4]
  • 1969: Las Vegas Piece (Land Art Installation)
  • 1969: Two Lines Three Circles on the Desert (Fernsehgalerie Berlin Gerry Schum)
  • 1974–1977: The Lightning Field (Land Art Installation) Nördlich von New Mexiko wurden auf einer Fläche von über einem Quadratkilometer 400 angespitzte Stahlstangen aufgestellt, die an einem Gewittertag zur kosmischen Umspannstation werden sollten.[3][5]
  • 1977: Vertikaler Erdkilometer (Installation im Rahmen der documenta 6) Auf dem Friedrichsplatz in Kassel ließ Walter De Maria eine vertikale Bohrung anlegen und füllte das Loch mit massiven Messingstäben von 5 cm Durchmesser, die zu einem Kilometer ineinandergesteckt, dauerhaft in die Erde eingelassen wurden.
  • 1979: The Broken Kilometer (Installation, New York)[6]
  • 1976–1977 und 1982: Equal Area Series # 14, 15, 16" (Installation DASMAXIMUM KunstGegenwart Traunreut)
  • 1985: 5 Kontinente Skulptur (Installation, Stuttgart) In einem 75 cm hohen verglasten Stahlrahmen lagerten 325 Tonnen Marmor- und Quarzbruch aus Afrika, Asien, Europa, Nord- und Südamerika.[3]
  • 1988: Anfang und Ende der Unendlichkeit (Installation, Staatsgalerie Stuttgart) In einem abgedunkelten Saal ruhten fünfzig halbmeterlange massive Messingzylinder als vier Tonnen schwere Goldlinie auf zehn schmalen weißen Sockeln.[3]
  • 1999–2000: The 2000 Sculpture (Installation, Kunsthaus Zürich, 1992) 2000 Gipsteile symbolisierten das Jahr 2000.[3]
  • 2002: Large Red Sphere (Installation, Türkentor (München))

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Los Angeles Times: Walter De Maria dies at 77; artist known for large installations, abgerufen am 5. August 2013.
  2. Münchner Erdraum
  3. a b c d e Hans-Joachim Müller: Er gestaltete Anfang und Ende der Unendlichkeit. Die Welt. 29. Juli 2013. Abgerufen am 24. August 2013.
  4. Wie man aus einem Blitz Kunst macht in FAZ vom 31. Juli 2013, Seite 30
  5. The Lightning Field
  6. The Broken Kilometer