Walter Sintenis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Johann-Gottlieb-Fichte-Denkmal in Rammenau

Walter Sintenis (* 20. Juli 1867 in Zittau; † 15. November 1911 in Dresden) war ein deutscher Bildhauer, Maler und Medailleur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walter Sintenis wurde 1867 in Zittau geboren. Er studierte zunächst an der Dresdner Kunstakademie bei Robert Diez.[1] Danach studierte er bei Constantin Meunier und Jules Lagae in Brüssel. Später ließ er sich wieder in Dresden nieder. Er wurde Mitglied der Künstlergruppe Die Elbier (1902 um Gotthardt Kuehl) und war freischaffend in Dresden tätig. 1909 war er Gründungsmitglied der Künstlervereinigung Dresden. Sintenis starb 1911 in Dresden und wurde auf dem Alten Annenfriedhof beigesetzt. Er war der Onkel von Renée Sintenis.

Figur eines afrikanischen Kriegers, Afrikahaus in Hamburg

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1900: Standbild eines afrikanischen Wahehe-Kriegers am Eingang des Afrika-Hauses in Hamburg[2]
  • 1903: Statuen in der Lukaskirche Dresden: An den 4 Pfeilern des Kirchenschiffes befanden sich symbolische Gestalten aus dem Evangelium des Lukas, welche von Walter Sintenis entworfen und von den Anton Schwarz und Adolf Schwarz ausgeführt wurden. "Der Hirt", "Der Weingärtner", "Der Fischer" und "Der Säemann". Heute sind die Statuen nicht mehr vorhanden. Bilder sind noch in Quellen vor 1945 zu finden.[3]
  • 1905: Büste einer Südfranzösin (Mademoiselle M. B.) (farbiges Wachs, bemalt), Skulpturensammlung Dresden, Inventarnummer ZV 2492
  • vor 1909: Figur Übermut (Bronzeguss), Skulpturensammlung Dresden, Inventarnummer ZV 2359
  • 1910: Figur Frau Harlan (farbiges Wachs, bemalt), Skulpturensammlung Dresden, Inventarnummer ZV 3385
  • 1911: Figur Tänzerin (Wachs, Hohlguss), Skulpturensammlung Dresden, Inventarnummer ZV 2494
  • 1911: Figur Schönheit ist Siegerin (Wachs, Hohlguss), Skulpturensammlung Dresden, Inventarnummer ZV 2493
  • 1911: Plakette Gustav Hartmann (Zinnguss), Skulpturensammlung Dresden, Inventarnummer ZV 2495[4]
  • 1912: Johann-Gottlieb-Fichte-Denkmal in Rammenau
  • Figur Haarflechterin (Bronze), Museen der Stadt Dresden, Stadtmuseum Dresden, Signatur/Inventar-Nr.: 1977/K 99[5]
  • Reliefplatte als Grabschmuck für den Reeder und Kaufmann Carl Woermann auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archiv der Hochschule für Bildende Künste Dresden
  2. Ralf Lange: Architekturfuhrer Hamburg. Edition Menges, Stuttgart 1995, ISBN 3-930698-58-7, S. 333.
  3. Die Lukaskirche in Dresden, Author: Oberkonsistorialrat Pfarrer D. Kühn, 1904, Dresden, Beschreibung der Statuen S. 21, Bild Statuen S. 29, Gebrüder Schwarz S. 38
  4. Kunstwerke von Walter Sintenis (Memento vom 21. Januar 2016 im Internet Archive) bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
  5. Haarflechterin. Deutsche Fotothek, abgerufen am 31. Juli 2013.
  6. Christine Behrens: Ohlsdorfer Porträts. In: Ohlsdorf, Zeitschrift für Trauerkultur, Ausgabe 109, II (Mai 2010) (online)