Was Frauen wollen
| Film | |
| Titel | Was Frauen wollen |
|---|---|
| Originaltitel | What Women Want |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2000 |
| Länge | 127 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Nancy Meyers |
| Drehbuch | |
| Produktion |
|
| Musik | Alan Silvestri |
| Kamera | Dean Cundey |
| Schnitt | |
| → Besetzung und Synchronisation | |
Was Frauen wollen (Originaltitel: What Women Want) ist eine US-amerikanische romantische Filmkomödie von Regisseurin Nancy Meyers aus dem Jahr 2000 mit Mel Gibson in der Hauptrolle.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nick Marshall, der in Las Vegas als Sohn eines Showgirls groß wurde, lebt als Chauvinist, dem keine langfristige Beziehung mit einer Frau gelingt. Nun erwartet den geschiedenen Mitarbeiter der Werbeagentur Sloane Curtis in Chicago eine unangenehme Überraschung: Da die Agentur vermehrt weibliches Publikum ansprechen will, wird Darcy Maguire als neuer Creative Director eingestellt. Nick ist schockiert, weil er fest mit seiner eigenen Beförderung gerechnet und nun ausgerechnet gegen eine Frau verloren hat.
Bereits bei der ersten Besprechung präsentiert die sehr konsequent und dominant auftretende neue Chefin ihren Plan. Sie gibt ihren Angestellten ein Paket mit für Frauen hergestellten Produkten und verlangt kreative Ideen. Nick probiert daraufhin abends in seiner Wohnung zur Musik von Meredith Brooks’ Bitch u. a. Enthaarungsstreifen und Strumpfhose aus. Als er mit dem Fön in die Badewanne fällt und einen Stromschlag erhält, erfährt er eine seltsame Verwandlung: Am nächsten Morgen stellt Nick fest, dass er die Gedanken von Frauen hören kann.
Diese neue Gabe stört ihn zunächst, aber seine frühere Eheberaterin rät ihm, seine Fähigkeit als Chance zu betrachten – schließlich sei er nun der einzige „Frauenversteher“ weltweit. Nick hat nun Erfolg auf allen Ebenen. Er erweist sich als fürsorglicher Vater, der seiner Tochter Alex ein Kleid für den Abschlussball kauft, und beeindruckt seine Geliebte Lola mit seinem Einfühlungsvermögen. Am wichtigsten ist für ihn jedoch der berufliche Fortschritt. Er „belauscht“ Darcy und stiehlt ihre Ideen, ohne dass sie ihm auf die Schliche kommt. Damit verhilft er seiner angeschlagenen Agentur zu einem lukrativen Vertrag mit Nike.
Daraufhin entlässt sein Chef Dan Wanamaker Darcy und befördert ihn zum Creative Director. Da Nick sich jedoch mittlerweile in seine Konkurrentin verliebt hat, gesteht er Dan, dass er Darcys Ideen gestohlen hat, und setzt sich dafür ein, dass Darcy ihren Posten zurückerhält. Als er die Bürobotin Erin aufsuchen will, um sie von einem gedanklich angedeuteten Selbstmordversuch abzuhalten, gerät er in ein Unwetter und erhält einen weiteren Stromschlag, durch den er seine besondere Fähigkeit wieder verliert. Erin hatte sich ursprünglich als Texterin beworben, aber er hatte damals für ihre Bewerbung keine Zeit. Jetzt bietet er ihr die langersehnte Beförderung an und sie gewinnt ihren Lebensmut zurück.
Obwohl er nun die Gabe nicht mehr hat, Frauengedanken zu hören, kann er seine Tochter, die von ihrem Freund Cameron hintergangen wurde, erfolgreich trösten. Dann besucht er Darcy und gesteht ihr, dass er sie ausgenutzt hat und dass er sie liebt – er endet seinen Monolog damit, dass nicht er sie, sondern sie ihn retten müsse. Darcy schweigt, Nick würde nun gerne hören, was Darcy denkt, aber nach einer langen Pause feuert sie ihn. Er akzeptiert ihre Entscheidung und interpretiert diese ebenso als eine persönliche Absage an ihn. Als er sich enttäuscht zum Gehen wendet, geht sie ihm nach und fragt ihn, ob es damit zu Ende sei, was er verneint. Daraufhin meint Darcy, sie würde doch nicht dem Mann, den sie liebt, die Rettung verwehren, um die er bittet. Nick nennt sie daraufhin „mein Held“ und die beiden küssen sich. Ob Nick wirklich gefeuert wird, bleibt offen.
Besetzung und Synchronisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die deutsche Synchronfassung entstand bei der FFS Film- & Fernseh-Synchron GmbH in München. Das Dialogbuch schrieb Hartmut Neugebauer, der auch die Dialogregie führte.[2]
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Nick Marshall | Mel Gibson | Elmar Wepper |
| Darcy McGuire | Helen Hunt | Jutta Speidel |
| Lola | Marisa Tomei | Veronika Neugebauer |
| Dan Wanamaker | Alan Alda | Fred Maire |
| Alexandra „Alex“ Marshall | Ashley Johnson | Laura Maire |
| Morgan Farwell | Mark Feuerstein | Axel Malzacher |
| Gigi (Nicks Exfrau) | Lauren Holly | Susanne von Medvey |
| Eve | Delta Burke | Katharina Lopinski |
| Margo | Valerie Perrine | Anita Höfer |
| Annie | Sarah Paulson | Claudia Lössl |
| Erin | Judy Greer | Adela Florow |
| Cameron | Eric Balfour | Marc Oliver Schulze |
| Nick Marshall als Kind | Logan Lerman | |
| Dr. J. M. Perkins (Eheberaterin) | Bette Midler | Joseline Gassen |
| Dina | Lisa Edelstein | Jo Kern |
| Coffeeshop-Kunde | T.J. Thyne | Nicola Fritzen |
| Alex’ Freundin | Rachel Duncan | Natalie Löwenberg |
| Alex’ Freundin | Alex McKenna | Sophie Rogall |
| Angestellte | Lisa Long | Maria Böhme |
| Coffeeshop-Kundin | Shirley Prestia | Marion Hartmann |
| Darcys Assistentin | Arden Myrin | Beate Pfeiffer |
| Empfangsdame | Harmony Rousseau | Ulrike Jenni |
| Flo | Loretta Devine | Beatrice Murmann |
| Frau beim Imbiss | Marnie Mosiman | Carola Wegerle |
| Frau im Park #1 | Chris Rolfes | Martina Duncker |
| Frau im Park #3 | Jeanine O'Connell | Michèle Tichawsky |
| Frau im Park #4 | Kelley Hazen | Marion Hartmann |
| Frau im Park #5 | Brooke Elliott | Maria Böhme |
| Frau im Park #6 | Kristina Martin | Beate Pfeiffer |
| Gigis Freundin | Kathrin Middleton | Marion Hartmann |
| Haim | Gil Hacohen | Niko Macoulis |
| Joggerin | Jamie Gutterman | Olivera Ljubinkovic |
| Kundin | Ashley Quirico | Michele Sterr |
| Kundin | Regan Rohde | Marion Hartmann |
| Kundin | Liz Tannebaum | Michèle Tichawsky |
| Kundin | Cristine Rose | Manuela Renard |
| Lolas Kollegin | Aviva Gale | Beate Pfeiffer |
| Mädchen beim Abschlussball | Andy Eystad | Natalie Löwenberg |
| Mädchen beim Imbiss | Hallie Meyers-Shyer | Sophie Rogall |
| Mädchen beim Imbiss | Laura Quicksilver | Beate Pfeiffer |
| Männliches Vorbild | Gregory Cupoli | Hartmut Neugebauer |
| Mitarbeiterin | Andrea Baker | Beate Pfeiffer |
| Nicks Mutter | Dana Waters | Sabine Guth |
| Nike-Chefin #1 | Nancy Monsarat | Olivera Ljubinkovic |
| Nike-Chefin #2 | Jacqueline Thomas | Maria Böhme |
| Nike-Chefin #3 | Rory Rubin Byrne | Carola Wegerle |
| Postmitarbeiter | Christopher Emerson | Nicola Fritzen |
| Sekretärin | Juanita Jennings | Eva Maria Bayerwaltes |
| Sekretärin | Victoria Kelleher | Olivera Ljubinkovic |
Kritiken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 54 %[3] |
| Metacritic (Metascore) | 47/100[4] |
Der Film erhielt gemischte Kritiken und erreichte bei Rotten Tomatoes eine Bewertung von 54 %, basierend auf 124 Kritiken.[5] Bei Metacritic konnte ein Metascore von 47, basierend auf 33 Kritiken, erzielt werden.[6]
Das Lexikon des internationalen Films zitierte aus der Zeitschrift film-dienst 4/2001, der Film sei eine „wenig originelle Komödie, die uninspiriert mit den gängigen Klischeebildern der Geschlechterrollen kokettiert“. Er lasse „kaum einmal Raum für Zwischentöne“.[7]
Die Cinema lobt in ihrer Ausgabe 2/2001 die Darstellung von Mel Gibson und bezeichnet den Film als gelungene, romantische, spritzige Komödie, deren witziger Geschlechterkrieg leider im Kitsch ende.[8][9]
Jens Golombek von TV Movie nennt den Film „eine herrlich ausgelassene Farce im Stil der 40er-Jahre – temperamentvoll, witzig und romantisch zugleich. Eine Geschlechter-Komödie, die ohne Kraftausdrücke auskommt.“[9]
Cineclub.de lobt die überzeugende Darstellung von Gibson und der ihn umgebenden Frauen, besonders Helen Hunt. Die Auftritte von Bette Midler als Psychiaterin und Marisa Tomei als Lola seien ein wahrer Genuss. Regisseurin Meyers habe die starbesetzten Nebenrollen geschickt in die zwei Haupthandlungsstränge um Nicks Berufsleben und Vaterrolle eingeflochten, was den Film zu einem unterhaltsamen Kinoabend mache.[10]
Volker Robrahn von Filmszene.de zufolge ist der Film nicht rundum gelungen, da Nicks Wandlung vom Egomanen zum Frauenversteher als moralische Keule Witz und Tempo aus dem Film nehme und ihn unnötig in die Länge ziehe. Dennoch wirke der Film sympathisch und Mel Gibson überzeugend komisch.[11]
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mel Gibson wurde für die Filmpreise Golden Globe und Blockbuster Entertainment Award nominiert. Helen Hunt gewann den Blockbuster Entertainment Award. Marisa Tomei wurde für den Blockbuster Entertainment Award und den Golden Satellite Award nominiert. Mark Feuerstein wurde für den Blockbuster Entertainment Award nominiert. Ashley Johnson wurde für den Young Artist Award nominiert.
Der Film erhielt die Goldene Leinwand, die Goldene Leinwand mit einem Stern, den Bogey Award in Platin und wurde für den Saturn Award nominiert. Er wurde auch für den Artios Award der Casting Society of America nominiert.
Alan Silvestri gewann den ASCAP Film and Television Music Award.
In Deutschland wurde der Film für über 5 Millionen Kinobesucher in 50 Tagen mit dem Bogey in Platin ausgezeichnet.
Hintergründe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Film wurde in Chicago, in Culver City, in Los Angeles und in Beverly Hills gedreht.[12] Die Produktionskosten betrugen schätzungsweise 70 Millionen US-Dollar. Der Film spielte weltweit ca. 374,1 Millionen US-Dollar ein, darunter ca. 182,8 Millionen US-Dollar in den Kinos der USA. Er hatte in Deutschland ca. 6,4 Millionen Kinobesucher.[13]
Die männlichen Eigenschaften, die Mel Gibson in der Szene im Meetingroom als besonders begehrenswert aufzählt, beruhen auf einer Umfrage von Vanity Fair (Ausgabe 8/1997). Unter den meistgenannten Eigenschaften waren Einfühlungsvermögen, Humor, Treue und Sportlichkeit. Die häufigste Antwort wird jedoch im Film nicht genannt: Intimhygiene.
Der Name der Werbeagentur, für die Nick Marshall arbeitet, ist Sloan, Curtis & Co. Dies ist dieselbe Agentur, für die J. C. Wiatt (Diane Keaton) im Film Baby Boom – Eine schöne Bescherung von 1987 arbeitet.
2019 erschien mit Was Männer wollen ein Remake mit vertauschten Geschlechterrollen.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Was Frauen wollen bei IMDb
- Postermotive bei CineMaterial
- Streamingverfügbarkeit bei WerStreamt.es
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Alterskennzeichnung für Was Frauen wollen. Jugendmedienkommission.
- ↑ Was Frauen wollen. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 31. Januar 2026.
- ↑ Was Frauen wollen. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 10. Oktober 2024 (englisch, aggregiert aus 124 Kritiken).
- ↑ Was Frauen wollen. In: Metacritic. Abgerufen am 30. August 2025 (englisch, aggregiert aus 33 Kritiken).
- ↑ Was Frauen wollen bei Rotten Tomatoes (englisch)
- ↑ Was Frauen wollen bei Metacritic (englisch)
- ↑ Was Frauen wollen. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 5. September 2007.
- ↑ Was Frauen wollen. In: Cinema. Nr. 2/2001, Februar 2001.
- 1 2 Jens Golombek: Was Frauen wollen. In: Dirk Jasper FilmLexikon. April 2001, archiviert vom am 30. April 2017; abgerufen am 31. Januar 2026.
- ↑ Filmkritik: Was Frauen wollen. In: Cineclub.de. Archiviert vom am 11. Oktober 2025; abgerufen am 31. Januar 2026.
- ↑ Volker Robrahn: Was Frauen wollen. In: Filmszene.de. 31. Mai 2010, abgerufen am 31. Januar 2026.
- ↑ Filming locations für What Women Want, abgerufen am 5. September 2007 (englisch).
- ↑ Box office / business für What Women Want, abgerufen am 5. September 2007 (englisch).