Welcome 2 My Nightmare

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Welcome 2 My Nightmare
Studioalbum von Alice Cooper
Veröffentlichung 13. September 2011
Aufnahme 2011
Label Universal
Format CD, Download, LP
Genre Hard Rock
Anzahl der Titel 15
Laufzeit 55:58
Produktion Bob Ezrin
Studio Anarchy Studios, Nashville
Chronologie
Along Came a Spider
(2008)
Welcome 2 My Nightmare

Welcome 2 My Nightmare ist der Titel des 2011 erschienenen 26. Studioalbums von Alice Cooper. Es handelt sich um ein Konzeptalbum, das die mit dem 1975 veröffentlichten Album „Welcome to My Nightmare“ eingeführte Geschichte um die Figur Steven aufgreift. Die noch lebenden Mitglieder der ursprünglichen Band um den Sänger, Gitarrist Michael Bruce, Bassist Dennis Dunaway und Schlagzeuger Neal Smith, nahmen mit Cooper drei Titel für das Album auf, bei dem auch weitere prominente Musiker mitwirkten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das 1975 veröffentlichte „Welcome To My Nightmare“ war das erste Solowerk Alice Coopers, dessen Name bis dahin für die gesamte Band gestanden hatte. Mit diesem Album wollte Cooper etwas so Unvergessliches erschaffen und sein vorheriges Tun in den Schatten stellen. Zu diesem Zweck entstand die Figur des Steven, dessen Albträume der Zuhörer durchleben sollte. Cooper erklärte dazu:

„Zwischen Fakt und Fiktion verläuft ein schmaler Grat. Es ist bekannt, dass man in der Traumphase nicht dazwischen unterscheiden kann. Deshalb muss man aufwachen, um nicht den Verstand zu verlieren. Wenn man nun wie Steven unfähig ist, aufzuwachen, ist das der größte Albtraum überhaupt.“

Rocks – Das Magazin für Classic Rock; Heft 05/2011, Seite 26

Nachdem Cooper 2008 das Album „Along Came a Spider“ veröffentlicht hatte, plante er eine Fortsetzung dazu, die er mit Bob Ezrin aufnehmen wollte. Der war jedoch wenig davon angetan und verwies auf den geringen Erfolg dieses Albums. Er erinnerte Cooper an „Welcome To My Nightmare“ und fragte, was wäre, wenn es noch einen weiteren Albtraum gäbe.

An dem Album wurden zahlreiche Songwriter und Musiker beteiligt. Neben Bob Ezrin und Alice Cooper war auch Desmond Child am Songwriting beteiligt; einige musikalische Partner aus Coopers Vergangenheit leisteten ebenfalls ihren Beitrag, so zum Beispiel Dick Wagner, Kip Winger, Keri Kelli oder Steve Hunter. Außerdem ist das Duett What Baby Wants enthalten, zu dem die Pop-Künstlerin Ke$ha nicht nur den Gesang, sonder auch das Songwriting beitrug.[1] Bei den Titeln, für die Cooper eine besondere „Siebziger-Atmosphäre“ benötigte, nahm er die Mitglieder seiner damaligen Band, Michael Bruce, Dennis Dunaway und Schlagzeuger Neal Smith, in Anspruch.

Das Album erschien am 13. September 2011 in verschiedenen, teilweise mit Bonustracks ausgestatteten Versionen auf CD, Vinyl-Doppelalbum und als Download. Der Deluxe-Version der CD und der Schallplatte waren jeweils ein Poster und eine „Fahrkarte“ für den „Nightmare Express“ beigelegt.

Rezeption[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben
Welcome 2 My Nightmare
  AU 25 30.09.2011 (2 Wo.) [2]
  CH 49 25.09.2011 (2 Wo.) [3]
  DE 26 03.10.2011 (1 Wo.) [4]
  US 22 21.09.2011 (2 Wo.) [5]
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Das deutsche Magazin Rocks schrieb, das Album „dürfte höchstens jene überfordern, für die Alice Cooper nur von 1986 bis 1991 von Reiz“ gewesen sei. „Welcome 2 My Nightmare“ sei „fein mit dem Cooper-Werk der Siebziger verästelt, ohne im Charakter selbst eins zu sein.“ Die „Gastbeiträge der alten Alice Cooper-Band“ beschwörten „die knisternde Atmosphäre von einst herauf.“ Der Rezensent kommt zu dem Fazit: „Ein lebendigeres, abwechslungsreicheres und besseres Cooper-Album hat es lange nicht gegeben.“[6]

Stephen Thomas Erlewine von Allmusic schrieb, dass Cooper „in den letzten zwei Jahrzehnten zwar keine Hitsingle gehabt, sich aber keinesfalls ruhig verhalten“ habe. Keine seiner Veröffentlichungen seit „Hey Stoopid“ (1991) habe jedoch „das starke Profil“ von „Welcome 2 My Nightmare“ gehabt. Man könne angesichts des Fortsetzungskonzeptes „erwarten, dass es ein altmodisches Album“ sei, aber es gehöre „zu den großartigen Fähigkeiten Alice Coopers“, dass er immer Schallplatten produziere, die „zeitgemäß“ klängen, und dieses Album sei „keine Ausnahme“. Die Gastmusiker und Produzent Bob Ezrin gäben „dem Album Flair und Fokus“, die es nicht nur zu einer „unerwartet erfolgreichen Fortsetzung“, sondern zu Coopers „bestem Album seit Jahrzehnten“ machten.[7]

Titelliste[Bearbeiten]

Alice Cooper 2011
  1. I Am Made Of You Alice Cooper, Bob Ezrin, Desmond Child
  2. Caffeine Alice Cooper, Bob Ezrin, Tommy Henriksen, Keith Nelson
  3. The Nightmare Returns Alice Cooper, Bob Ezrin
  4. A Runaway Train Dennis Dunaway, Alice Cooper, Bob Ezrin
  5. Last Man On Earth Alice Cooper, Bob Ezrin, Matt Montgomery, David Spreng
  6. The Congregation Alice Cooper, Bob Ezrin, Tommy Henriksen
  7. I’ll Bite Your Face Off Neil Smith, Alice Cooper, Bob Ezrin, Tommy Henriksen
  8. Disco Bloodbath Boogie Fever Alice Cooper, Bob Ezrin, Tommy Henriksen
  9. Ghouls Gone Wild Alice Cooper, Bob Ezrin, Tommy Henriksen
  10. Something To Remember Me By Richard Wagner, Alice Cooper
  11. When Hell Comes Home Mike Bruce, Alice Cooper, Bob Ezrin
  12. What Baby Wants Alice Cooper, Ke$ha Sebert, Bob Ezrin, Tommy Henriksen
  13. I Gotta Get Outta Here Alice Cooper, Patterson Hood, Bob Ezrin
  14. The Underture Alice Cooper, Bob Ezrin, Richard Wagner, Tommy Henriksen, Desmond Child, Kelly Jay Fordham, Jeremy Rubolino
Bonus Tracks
  1. Flatline Bob Ezrin, Justin Cortelyou, Tommy Henriksen (LP-Bonus-Track)
  2. We Gotta Get Out Of This Place Barry Mann, Cynthia Weill (Deluxe-CD)
  3. The Black Widow (Live at Download Festival) Alice Cooper, Michael Bruce (Deluxe-CD)
  4. No More Mr. Nice Guy (Live at Download Festival) Alice Cooper, Michael Bruce (Deluxe-CD)
  5. A Bad Situation Alice Cooper, Chuck Garric, Jim Bacchi, Bob Ezrin (Download-Version)

Beteiligte Musiker[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • „Der Schrecken schleicht durch die Nacht“ von Malcolm Dome in: Rocks – Das Magazin für Classic Rock, Heft 05/2011, Seiten 24-33

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Liner Notes des Albums
  2. Austriancharts.at
  3. Swisscharts.com
  4. Musicline.de
  5. Allmusic.com
  6. Daniel Böhm in: Rocks – Das Magazin für Classic Rock; Heft 05/2011, Seite 97
  7. Rezension von Stephen Thomas Erlewine; Allmusic.com, abgerufen am 12. Oktober 2011