Weltraumkommando der Bundeswehr

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Weltraumkommando der Bundeswehr
— WRKdoBw —

Wappen WRKdo.png

Internes Verbandsabzeichen (Wappen)
Aufstellung 13. Juli 2021
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr Kreuz.svg Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Luftwaffe with lettering.svgLuftwaffe
Stärke 80[1]
Standort DEU Uedem COA.svg Uedem

Das Weltraumkommando der Bundeswehr (WRKdoBw) ist eine Einrichtung der Luftwaffe der Bundeswehr mit Sitz in Uedem.

Auftrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kommando soll alle mit dem Weltraum verbundenen Aktivitäten der Bundeswehr bündeln. Künftig sollen Defensivoperationen im All geplant und geführt werden. Vordringliche Aufgabe soll die Überwachung und der Schutz der sieben Satelliten der Bundeswehr zur Kommunikation und Aufklärung (Systeme SATCOMBw bzw. SAR-Lupe; ab 2022 SARah) vor Schäden durch Weltraumschrott oder -waffen sein.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kommando verfügte zum Zeitpunkt seiner Aufstellung über rund 50 Soldaten und 20 Zivilbedienstete.[2] Bis 2022 sollen die Dienstposten auf 80 erhöht werden, perspektivisch auf 250.[3][4] Im Kommando erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Cyber- und Informationsraum sowie mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Das bereits zuvor vorhandene Weltraumlagezentrum wurde in das Weltraumkommando eingegliedert.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung war das Kommando in Containern auf dem Gelände des Lagezentrums auf dem Paulsberg in Uedem untergebracht. Ein neues Stabsgebäude stand zur Indienststellung des Kommandos kurz vor der Fertigstellung.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kommando wurde am 13. Juli 2021 durch die Bundesministerin der Verteidigung, Annegret Kramp-Karrenbauer, in Dienst gestellt. Es ging aus dem erst am 21. September 2020 aufgestellten Air and Space Operations Centre hervor. Im „Eckpunktepapier für die Zukunft der Bundeswehr“ vom Mai 2021 kündigten Kramp-Karrenbauer und der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, die Aufstellung des Kommandos für das dritte Quartal 2021 an, um die Dimension Luft- und Weltraum zu stärken.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Weltraumkommando in Uedem. In: bundeswehr.de. 13. Juli 2021;.
  2. Carsten Hoffmann: Weltraumkommando der Bundeswehr nimmt Dienst auf. In: ruhrnachrichten.de. 13. Juli 2021, abgerufen am 15. Juli 2021.
  3. a b Thorsten Jungholt: Für den Weltraum-Einsatz der Bundeswehr gibt die Ministerin eine Maxime aus. In: welt.de. 14. Juli 2021, abgerufen am 14. Juli 2021.
  4. Weltraumkommando – Satelliten schützen, Schrott beobachten. In: sueddeutsche.de. 13. Juli 2021, abgerufen am 14. Juli 2021.
  5. Eckpunkte für die Zukunft der Bundeswehr. (PDF) In: bmvg.de. 18. Mai 2021, abgerufen am 14. Juli 2021.