Wiedersehen mit Brundibar

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Filmdaten
OriginaltitelWiedersehen mit Brundibar
Wiedersehen mit Brundibar.jpg
ProduktionslandDeutschland, Tschechien
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2014
Länge88 Minuten
AltersfreigabeFSK 0[1]
Stab
RegieDouglas Wolfsperger
DrehbuchDouglas Wolfsperger
ProduktionDouglas Wolfsperger
MusikAlex Komlew
KameraFrank Amann, Igor Luther
SchnittFrank Brummundt
Besetzung

Greta Klingsberg, Annika Westphal, Ikra-Fatma Latif, David Schmidt u. a.

Wiedersehen mit Brundibar ist ein Kino-Dokumentarfilm des deutschen Regisseurs Douglas Wolfsperger. Kinostart war am 4. Dezember 2014[2].

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Annika und Ikra sind Mitglieder der Jugendtheatergruppe „Die Zwiefachen“ der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz. Wie alle „Zwiefachen“ kommen sie aus schwierigen Verhältnissen und nutzen die Theaterarbeit, um die Brüche in ihren Biographien zu verarbeiten. Als sie die Kinderoper Brundibár einstudieren sollen, hält sich die Begeisterung in Grenzen. Brundibár, komponiert von Hans Krása, wurde im Ghetto Theresienstadt aufgeführt und die Hintergründe um die Oper sind schwere Kost. Als sie aber gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden Greta Klingsberg, die damals die Hauptrolle gespielt und gesungen hat, nach Theresienstadt reisen, entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brundibár wurde in Theresienstadt über fünfzig Mal aufgeführt, zum letzten Mal im Oktober 1944. Die Aufführungen spielten im Propagandafilm Theresienstadt eine wichtige Rolle, da das kulturelle Engagement der Juden im Lager die scheinbare Idylle Theresienstadts unterstreichen sollte. Danach wurden fast alle Mitwirkenden ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet. Greta Klingsberg ist eine der wenigen Überlebenden der Originalbesetzung.

Das Theaterprojekt an der Schaubühne wurde von Douglas Wolfsperger angestoßen, der die Proben mit der Kamera begleitete und den Kontakt zu Greta Klingsberg herstellte.

Ein besonderer Fokus des Films liegt auf der Auseinandersetzung der Jugendlichen mit der deutschen NS-Geschichte.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„‚Wiedersehen mit Brundibar‘ ist ein leiser, bewegender Film. Nebenbei wirft er die großen Fragen des Holocausts auf: Wie konnte das passieren? Kann es wieder passieren? Was hätte ich getan? Auf eine andere Frage gibt er eine Antwort. Wie kann man noch heute vom Holocaust erzählen? Mit Filmen wie diesem.“

Die Welt [3]

Fernsehfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ORF strahlte zum Holocaust-Gedenktag 2018 eine gekürzte Fassung (52 min) des Films aus.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Festivals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Wiedersehen mit Brundibar. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Oktober 2014 (PDF; Prüf­nummer: 147 740 K).
  2. Wiedersehen mit Brundibar. In: Filmstarts.de. Abgerufen am 26. Januar 2016.
  3. Miriam Hollstein: Überlebende kennen keine Tabus. In: Welt Online. 9. Dezember 2014, abgerufen am 8. Januar 2016.
  4. „dokFilm“ zum Holocaust-Gedenktag: TV-Premieren „Mit Büchern auf der Flucht“ und „Wiedersehen mit Brundibár“ Presseaussendung des ORF vom 25. Jänner 2018, abgerufen am 27. August 2018
  5. Wer sind Europas Beste? / PRIX EUROPA für die besten europäischen Medienprogramme geht in neue Runde. In: presseportal.de. Abgerufen am 8. Januar 2016.
  6. Die Preisträger. (Nicht mehr online verfügbar.) Filmfest Biberach, archiviert vom Original am 3. November 2014; abgerufen am 8. Januar 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.biberacherfilmfestspiele.de
  7. Ergebnisse 2015: Deutsche Filmakademie. (Nicht mehr online verfügbar.) In: deutsche-filmakademie.de. www.deutsche-filmakademie.de, archiviert vom Original am 22. Dezember 2015; abgerufen am 8. Januar 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutsche-filmakademie.de
  8. Awards 2015. In: olympiafestival.gr. Abgerufen am 8. Januar 2016 (amerikanisches Englisch).
  9. Awards 2015. (Nicht mehr online verfügbar.) In: chicagofilmfestival.com. Archiviert vom Original am 19. Juni 2016; abgerufen am 14. Juni 2016 (amerikanisches Englisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.chicagofilmfestival.com