Wiegleben

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Wiegleben
Koordinaten: 51° 2′ 55″ N, 10° 37′ 41″ O
Höhe: 335 (330–350) m
Einwohner: 390
Eingemeindung: 6. Mai 1993
Postleitzahl: 99947
Vorwahl: 03603
Karte
Lage von Wiegleben in Bad Langensalza
Am Schacktor
Am Schacktor

Wiegleben ist ein Ortsteil der Stadt Bad Langensalza im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiegeleben ist der höchstgelegene Ortsteil der Stadt Bad Langensalza. Er liegt 7,2 km südlich der Stadt gegenüber von Aschara. Über eine Ortsverbindungsstraße hat das Dorf Anschluss an die Bundesstraße 247 von Bad Langensalza kommend nach Gotha führend. Die Gemarkung befindet sich am Rande des Thüringer Beckens. In der intensiv genutzten flachwelligen Ackerbaulandschaft gibt es kaum Wald. Das Klima ist mild und niederschlagsarm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

786–802 war die urkundliche Ersterwähnung des Dorfes Wiegleben.[1] Im 11. Jahrhundert gehörte das Dorf den Landgrafen von Thüringen. 1347 wurde es den Herren von Salza übertragen. Sie hatten ihren Stammsitz auf der Dryburg in Salza. Von hier aus verwalteten sie Güter in Aschara, Eckardtsleben, Zimmern und Wiegleben als Lehen. Nach dem Aussterben der Herren von Salza fiel alles an den Thüringer Landgrafen zurück. Dann gab es laufend Wechsel bei den Besitzern. Wiegleben gehörte bereits im Jahr 1421 zum Amt Gotha, welches ab 1640 zum Herzogtum Sachsen-Gotha, ab 1672 zum Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg und ab 1826 zum Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha gehörte. 1918 war das Dorf dem Freistaat Sachsen-Gotha und ab 1920 dem Land Thüringen unterstellt. Nach 1945 durchlief die Landwirtschaft des Dorfes auch die Entwicklung in der DDR. Nach der Wende fand man neue Formen der Landbewirtschaftung.

Am 6. Mai 1993 fand die Eingemeindung zur Stadt Bad Langensalza statt. 2011 bewohnen 390 Personen den Ort.

Sehenswürdigkeiten und andere Attraktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche St. Peter und Paul
Alte Schule
  • Dorfkirche St. Peter und Paul: Die gotische Kirche ist die wichtigste Sehenswürdigkeit des Ortes. (Siehe Hauptartikel:St. Peter und Paul (Wiegleben))
  • Eine der Attraktionen ist der so genannte Wellness-Tempel in der ehemaligen Schule westlich neben der Kirche
  • Alttechnikausstellung
  • Streichelzoo
  • Freibad

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arno Trübenbach: Ortssippenbuch Wiegleben, Kreis Langensalza in Thüringen (= Thüringische Ortssippenbücher. 1 = Deutsche Ortssippenbücher. 11, ISSN 0417-2450). Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände, Frankfurt am Main 1959, (1653 Familien im Zeitraum 1602–1959; maschinenschriftlich vervielfältigt).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wiegleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 313.
  2. Albert SchumannLaurentii, Georg Michael. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 18, Duncker & Humblot, Leipzig 1883, S. 61.