Merxleben

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Merxleben
Koordinaten: 51° 7′ 27″ N, 10° 40′ 24″ O
Höhe: 178 m ü. NN
Einwohner: 481
Eingemeindung: 8. März 1994
Postleitzahl: 99947
Vorwahl: 03603
Karte
Lage von Merxleben in Bad Langensalza

Merxleben ist ein Ortsteil der Stadt Bad Langensalza im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merxleben liegt nordöstlich am Stadtrand von Bad Langensalza im Thüringer Becken unweit der Unstrut in einem landwirtschaftlich geprägten Ackerbaugebiet. Es gibt keinen Wald in der intensiv genutzten flachwelligen Landschaft. Das Klima ist mild und niederschlagsarm bei meist grundwassernahen Böden. Der Ort liegt verkehrsmäßig sehr günstig an der B 84 und der B 176.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Merxleben vom Badewäldchen aus“;
Kabinettfotografie Nr. 52 von 1891 von Christian Gottfried Bregazzi

Die urkundliche Ersterwähnung des Ortes fand 780–802 statt.[1] Auf den Feldern um Merxleben fand 1866 die Schlacht bei Langensalza statt. Ein Bruderkrieg zwischen Preußen und Österreich. 1815 kam Merxleben und das kursächsische Amt Langensalza als Ergebnis des Wiener Kongresses zu Preußen. Merxleben gehörte nun von 1816 bis 1944 zum Landkreis Langensalza in der Provinz Sachsen.

Erntefestwagen der LPG

1952 wurde am 8. Juni in Merxleben eine Muster-LPG mit 22 Bauern gegründet. 1958 war das Dorf schon vollgenossenschaftlich. Die Bauern unterlagen dann der Entwicklung der Landwirtschaft, wie es in der DDR üblich war. Nach der politischen Wende wurde die LPG aufgelöst. Man fand dann aber sofort neue Formen der Arbeit auf dem Lande. Es wurde Land verpachtet. Bauern richteten mit ihrem Land wieder Betriebe ein oder man arbeitete auf Gemeinschaftsbasis mit anderen Dörfern weiter.

Im Dorf gibt es seit der Wende zwölf Handwerks- oder Gewerbebetriebe. 1994 wurde das Dorf in Bad Langensalza eingemeindet. 2011 sind 481 Bürger im Ort wohnhaft. 1962 entdeckten Bauarbeiter einen Friedhof der alten Thüringer mit zwölf Grabstätten.[2][3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 179.
  2. Merxleben auf der Webseite der Stadt Bad Langensalza. Abgefragt am 7. November 2011.
  3. Ingo Bärhold: Offizielle Website zu Merxleben. Abgerufen am 7. November 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Merxleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien