Zimmern (Bad Langensalza)

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Zimmern
Koordinaten: 51° 5′ 18″ N, 10° 34′ 28″ O
Höhe: 258 m
Einwohner: 351 (2011)
Eingemeindung: 8. März 1994
Postleitzahl: 99947
Vorwahl: 03603
Karte
Lage von Zimmern in Bad Langensalza
Dorfkirche St. Martini
Dorfkirche St. Martini

Zimmern ist ein Ortsteil der Stadt Bad Langensalza im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zimmern liegt südwestlich von Bad Langensalza an der L 1042, die den Ort mit Alterstedt im Nordwesten und Ufhoven im Nordosten verbindet. Der Ort befindet sich 1,66 km nordöstlich des Nationalparks Hainich, der von der Gemarkung des Ortes 450 ha einnimmt. Der Rest der Gemarkung gehört mit seiner Lage am Rand des Thüringer Beckens zum Ackerbaugebiet bei Langensalza. An Fließgewässern kann der Ort einige Bäche vorweisen, die durch begrünte Erosionsrinnen der Salza zufließen:

  • Der Zimmertalsgraben entspringt am Rande des Nationalparks und vereinigt sind in Ortsmitte mit dem
  • Orbach. Ab hier heißt er Zimmerbach.
  • Weiter im Süden, aber ebenfalls am Rande des Nationalparks, entspringt der Hellerbach mit mehreren seiner Quellbäche.

Etwa 800 m vor der Brücke der Ortsumfahrung Bad Langensalzas (B 247) vereinigen sich der Zimmerbach und der Hellerbach und wenige Meter weiter mit dem Quellbach der Salza.

Die Nachbarorte sind: im Norden Waldstedt (1,38 km), im Nordosten Ufhoven (4,00 km), im Südosten Grumbach (3,51 km), im Südwesten Craula (6,34 km) und im Nordwesten Alterstedt (1,99 km).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ersterwähnung des Dorfes Zimmern fand 802-817 statt.[1] Zimmern war 1658 von Hexenverfolgung betroffen. Christine, Frau von Jeremias Spiering, geriet in einen Hexenprozess und wurde verbrannt.[2]

Die Dorfkirche St. Martini wurde 1700 geweiht. Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Langensalza und nach seiner Abtretung an Preußen von 1816 bis 1944 zum Landkreis Langensalza in der Provinz Sachsen.

Nach der Gründung der DDR wurde die Landwirtschaft im Ort zwangskollektiviert, nach der Wende bildeten sich neue Eigentumsformen. Außerdem besteht ein Reiterhof.[3]

Zimmern wurde am 8. März 1994 nach Bad Langensalza eingemeindet. Im Dorf waren 2011 insgesamt 351 Einwohner ansässig.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zimmern (Bad Langensalza) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 325.
  2. Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen. Köln, Böhlau, Köln u. a. 2003, ISBN 3-412-10602-X, S. 522–531, (Zugleich: Chemnitz, Technische Universität, Habilitations-Schrift, 2002); Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum (= Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland. Bd. 2). DOBU-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-934632-03-3, S. 253, (Zugleich: Marburg, Universität, Dissertation, 2000).
  3. Zimmern auf der Webseite der Stadt Bad Langensalza. Abgefragt am 6. November 2011.