Wilhelm Ferdinand Steinacker

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Wilhelm Ferdinand Steinacker (* 1792 in Leipzig; † 14. März 1864 ebenda) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine ersten akademischen Vorbildungen hatte Steinacker in Merseburg und der Landesschule Pforta erhalten. Er studierte ab 1810 an der Universität Leipzig Philologie unter Gottfried Hermann und promovierte zum Doktor der Philosophie. 1813 begab sich Steinacker aber an die Universität Göttingen um ein Studium der Rechtswissenschaften zu absolvieren und promovierte 1823 in Leipzig zum Doktor der Rechte.[1] 1826 wurde er Beisitzer der juristischen Fakultät, 1827 erhielt er den Titel eines Justizrats und war 1832 sächsischer Appellationsrat in Dresden geworden. 1833 kehrte er unter Beibehaltung seines Titels als vierter ordentlicher Professor des sächsischen Rechts nach Leipzig zurück [2], wurde Domherr in Naumburg und Ritter des königlich sächsischen Verdienstordens.[3] Nachdem er 1837/38 Rektor der Alma Mater, auch Ordinarius der juristischen Fakultät gewesen war, bat er Ende 1862 aus gesundheitlichen Gründen um seine Entlassung.[4] Als Vertreter der Leipziger Universität war er 1848 Abgeordneter der I. Kammer des Sächsischen Landtags.[5]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Diss. Inaug. Selecta capita ad locum de debitis feudalibus. Pars. I. Summa quaedam hujus doctrinae principia continens. Leipzig 1823
  • M. T. Ciceronis de republica, quae supersunt cum A. Maji praefatione integra, scholiis et adnotionibus selectis; item specimine palimpsesti Vaticani. Recensuit et compluribus in locis emendavit. Accedit epistola God. Hermanni. Leipzig 1823
  • Replick für Hrn. Staatsrath Niebuhr, die Ciceronischen Fragmente de republica anlangend. Leipzig 1823
  • Oratio historiam anni academici modo elapsi continens. 1838
  • Oratio de novo iuris civilis codice (pro regno Saxoniae) caute adornando. 1838
  • Oratio pro veteri dignitate Academiae Lipsiensis. 1838

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Christoph Hamberger, Johann Georg Meusel, Johann Wilhelm Sigismund Lindner: Das gelehrte Teutschland oder Lexicon der jetzt lebenden Teutschen Schriftsteller. Meyerische Buchhandlung, Lemgo, 1825, 20. Bd., S. 602, (Online)
  • Friedrich August Eckstein: Nomenclator philologorum. Verlag B. G. Teuber, Leipzig, 1871, S. 546
  • Leipziger Zeitung, Wissenschaftliche Beilage 1861 Nr. 36.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vergl. Inaug. Dissertation
  2. Karl Heinrich Ludwig Pölitz: Neues allgemeines Repertorium der neusten in- und ausländischen Literatur. Carl Cnobloch, Leipzig, 1833, S. 76 (Online)
  3. Oswald Marbach: Das Jubiläum der Universität Leipzig nach vierhundert und fünfzigjährigem Bestehen am 2. Dezember 1859. Ad. Lehmann, Leipzig, S. 15 (Online)
  4. Zeitschrift für Rechtspflege und Verwaltung, zunächst für das Königreich Sachsen. Leipzig, 1863, S. 556, (Online)
  5. Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte – Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952, Sächsischer Landtag 2001, S. 51