Wilhelm Streitberg

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Wilhelm August Streitberg (* 23. Februar 1864 in Rüdesheim am Rhein; † 19. August 1925 in Leipzig) war ein Indogermanist, der sich auf germanische Sprachen spezialisierte, insbesondere das Gotische.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streitberg studierte an der Universität Leipzig Indogermanistik bei bekannten Professoren wie Karl Brugmann und Ernst Windisch. Gemeinsam mit Brugmann begründete er später die Zeitschrift „Indogermanische Forschungen“.

1909 wurde er zum außerordentlichen Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ernannt. Ab 1911 war er ordentliches und ab 1920 auswärtiges Mitglied dieser Akademie.[1] Seit 1921 war er ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.[2]

Er war mit Gertrud Liesken, einer Tochter des Indogermanisten August Leskien, verheiratet.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Autor
  • Urgermanische Grammatik. Einführung in das vergleichende Studium der altgermanischen Dialekte. 4. Aufl. Winter, Heidelberg 1974, ISBN 3-533-00504-6 (EA 1896).
  • Gotisches Elementarbuch. 5./6. Aufl. Winter, Heidelberg 1920 (EA 1897).
als Herausgeber
  1. Der gotische Text und seine griechische Vorlage. 2000, ISBN 3-8253-0745-X.
  2. Gotisch-griechisch-deutsches Wörterbuch. 2000, ISBN 3-8253-0746-8.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Friedrich u. a. (Hrsg.): Stand und Aufgaben der Sprachwissenschaft. Festschrift für Wilhelm Streitberg. Winter, Heidelberg 1924.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Streitberg Nachruf im Jahrbuch 1926 der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (PDF-Datei).
  2. Mitglieder der SAW: Wilhelm Streitberg. Sächsische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 6. Dezember 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Wilhelm Streitberg – Quellen und Volltexte