William Link

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William Theodore Link (* 15. Dezember 1933 in Philadelphia, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Filmproduzent und Drehbuchautor. Gemeinsam mit seinem langjährigen Kollegen Richard Levinson war er der Schöpfer und Produzent der erfolgreichen Fernsehserien Columbo, Mord ist ihr Hobby und Mannix.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

William Link wurde 1933 in Philadelphia geboren. Nachdem er seinen Abschluss an der University of Pennsylvania machte diente er von 1956 bis 1958 in der United States Army.

Bereits in seiner Schulzeit lernte Link seinen späteren Arbeitskollegen Richard Levinson kennen. Gemeinsam verfassten sie die Kurzgeschichte Whistle While You Work, die im November 1954 in Ellery Queen’s Mystery Magazine veröffentlicht wurde. Anschließend begannen Link und Levinson ihre Laufbahn als Produzenten und Drehbuchautoren. In den folgenden Jahren erschufen sie mehrere erfolgreiche Krimiserien, darunter Columbo, Mord ist ihr Hobby und Mannix. Ihre wohl bekannteste Figur Columbo erdachten Link und Levinson bereits 1960 für eine Folge der Fernsehserie The Chevy Mystery Show. Zudem schrieben sie 1962 ein Columbo-Theaterstück namens Prescription: Murder, in dessen Uraufführung Thomas Mitchell die Hauptrolle spielte.[1] Link und Levinson produzierten neben Fernsehserien mehrere Fernsehfilme und schrieben die Drehbücher zu den Spielfilmen Die Hindenburg und Achterbahn.

Nach dem plötzlichen Tod von Richard Levinson im März 1987 war William Link weiterhin als Produzent und Drehbuchautor tätig. Seine letzte Arbeit war der Kurzfilm Where Do the Balloons Go?. Für seine Arbeit erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter 1970 den Emmy Award für den Fernsehfilm My Sweet Charlie sowie abermals 1971 für Columbo. Insgesamt war er mit seinem Kollegen Levinson zwischen 1970 und 1985 weitere sechs Male für einen Emmy nominiert. Zu Links weiteren Auszeichnungen gehören drei Edgar Allan Poe Awards sowie ein WGA Laurel Award.

1995 wurde er gemeinsam mit William Levinson in die Television Hall of Fame aufgenommen. Das Theater am Campus der California State University in Long Beach trägt seit 2008 ihm zu Ehren den Namen William Link Theatre.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: Emmy Award in der Kategorie Outstanding Writing Achievement in Drama für My Sweet Charlie
  • 1971: Emmy Award in der Kategorie Outstanding Writing Achievement in Drama für Columbo
  • 1980: Edgar Allan Poe Award in der Kategorie Best Television Feature or Miniseries für Murder by Natural Causes
  • 1983: Edgar Allan Poe Award in der Kategorie Best Television Feature or Miniseries für Rehearsal for Murder
  • 1986: Edgar Allan Poe Award in der Kategorie Best Television Feature or Miniseries für Die vielen Tode der Louise Jamison
  • 1986: WGA Laurel Award für sein Lebenswerk
  • 1995: Aufnahme in die Television Hall of Fame
  • 1999: Aufnahme in die PGA Hall of Fame der Producers Guild of America Awards

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehserien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1967–1975: Mannix
  • 1968–2003: Columbo
  • 1975–1976: Ellery Queen
  • 1984–1996: Mord ist ihr Hobby (Murder, She Wrote)
  • 1988: Probe
  • 1991: Over My Dead Body
  • 1994–1995: The Cosby Mysteries

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1968: Istanbul Expreß (Istanbul Express)
  • 1970: My Sweet Charlie
  • 1972: That Certain Summer
  • 1972: The Judge and Jake Wyler
  • 1974: The Execution of Private Slovik
  • 1974: The Gun
  • 1975: Die Hindenburg (The Hindenburg)
  • 1977: Achterbahn (Rollercoaster)
  • 1979: Murder by Natural Causes
  • 1982: Rehearsal for Murder
  • 1985: Die vielen Tode der Louise Jamison (Guilty Conscience)
  • 1991: Wahre Freunde (The Boys)
  • 2009: Where Do the Balloons Go? (Kurzfilm)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Susan King: Classic Hollywood: William Link on ‘Columbo’. In: The Los Angeles Times. 16. Juni 2010, abgerufen am 20. November 2019 (englisch).
  2. Paul Browning: University Dedicates William Link Theatre. In: California State University, Long Beach. 1. Oktober 2008, abgerufen am 6. September 2019 (englisch).