William Unger

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St. Nikolaus-Kirche Gastein

William Unger (* 11. September 1837 in Hannover; † 5. März 1932 in Innsbruck) war ein Radierer und Kupferstecher, Sohn des Juristen und Kunsthistorikers Friedrich Wilhelm Unger.

Noch als Kleinkind zog Unger mit seiner Familie nach Göttingen, wo er die Jugend verbrachte. Seine ältere Schwester Johanna war Malerin, leitete eine Malschule für Damen in München. Noch im Schulalter versuchte er mit Radierungen. Unger studierte seit 1854 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph von Keller und seit dem 3. November 1858 an der Königlichen Akademie der Künste in München bei Julius Thaeter.

Nach dem Studium besuchte er Kassel, Dresden, Wien und Venedig.

Um 1862 kam Unger nach Leipzig, um bei dortigen Verlagsanstalten Aufträge zu suchen. Die Arbeit für E. A. Seemanns vor kurzem gegründete „Zeitschrift für bildende Kunst“ dauerte mehrere Jahre. Er beschäftigte sich auch mit der Herausgabe von Reproduktionen berühmter Werke der Malerei in Form von Alben, u.a. aus den Kunstgalerien in Braunschweig und Kassel.

Unger heiratete im Januar 1870. 1871 wurde er vom Großherzog von Sachsen-Weimar zum Professor an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule Weimar berufen.

Den Zeitraum vom Herbst 1871 bis Frühling 1872 und von 1874 bis 1877 verbrachte er in den Galerien Hollands. Später ließ er sich in Wien nieder, wo er 1881 die Direktion der Kunstgewerbeschule des k.k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie übernahm.

1884 wurde er zum Mitglied der Schwedischen Akademie der Künste gewählt. 1894 wurde er zum Professor an der Akademie der bildenden Künste Wien berufen. 1928 erschien in Wien William Ungers Autobiografie „Aus meinem Leben“. Sein Sohn Arthur Wilhelm Unger, * 2. Oktober 1870, † 21. Juni 1945 wurde ebenfalls Radierer.

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Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von Lützow 1877, S. 146
  • Thieme/Becker 1907–1950, Bd. 33 (1939)
  • Wagner 1967A, S. 248, 254, 257, 267 f., 270, 273, 276, 358, 378, 417, 443
  • Bénézit 1976, Bd. 10, S. 341
  • Busse 1977, S. 1268
  • Halbertsma et al. 1997, S. 80, 81, 143
  • Saur 1999–2000, Bd. 10, S. 99
  • Schaeps 2006, S. 124–125

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • William Unger: Aus meinem Leben : Gesellschaft für vervielfältigende Kunst, Wien 1928

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: William Unger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien