Willy Pöge

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Willy Pöge vor dem Semmering-Rennen auf einem Mercedes (1907)
Pöge bei der Herkomer-Fahrt 1906

Friedrich Elias Willibald „Willy“ Pöge (* 2. Dezember 1869 in Chemnitz; † 12. Mai 1914) war ein deutscher Unternehmer, Pferde-, Rad- und Motorsportler.

Sein Vater war der Unternehmer Hermann Pöge (1840–1894). Mit diesem war er im Wintersemester 1886/87 im Fach Elektrotechnik Gasthörer bei A. Weinhold. Danach studierte er bis 1890 an der Königlichen Gewerbeschule Chemnitz, dem Vorläufer der heutigen TU Chemnitz.

Nach dem Tod seines Vaters übernahm Willy Pöge mit dem Ingenieur Heinrich Goetz die Leitung von dessen Unternehmen und wandelte es am 11. Januar 1897 in die Elektricitäts-Aktiengesellschaft vormals Hermann Pöge um. Im folgenden Jahr zog die Firma nach Altchemnitz in die heutige Paul-Gruner-Straße, wo sie einen Bahnanschluss erhielt. Die Produktion wurde erweitert auf Gleichstromdynamos, Drehstrommotoren und -generatoren und Transformatoren.

Willy Pöge gründete Zweigniederlassungen in Berlin, Dortmund, Dresden, Leipzig, Düsseldorf, Hamburg und Frankfurt am Main. Er exportierte nach Frankreich, Griechenland, die Niederlande, Rumänien, Russland und nach Übersee.

Internationalen Ruhm erwarb Pöge im Automobilrennsport. Während des Wehrdienstes ritt er Hindernisrennen. Er nahm teil an Chemnitzer Radsportveranstaltungen, war 1889 Sachsenmeister und drittbester Hochradfahrer Deutschlands. Ab 1902 hatte er sich dem Automobilrennsport verschrieben, zunächst auf einem französischen Wagen und ab 1903 als Herrenfahrer auf Mercedes. 1908 gewann er mit Christian Friedrich Lautenschlager und Otto Salzer den Großen Preis von Frankreich.[1] Höhepunkt war 1910 der Sieg bei der Kaiser-Nikolaus-Tourenfahrt.

Nach dem Tod Willy Pöges wurde das Unternehmen 1930 von der AEG übernommen und an die Sachsenwerke Niedersedlitz angegliedert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tollkühne Männer in ihren tollen Kisten bei stern.de, abgerufen am 7. Juni 2011