Chemnitz-Altchemnitz

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Wappen von Altchemnitz
Wappen von Chemnitz
Altchemnitz
Stadtteil und Statistischer Stadtteil Nr. 41 von Chemnitz
Lage des statistischen Stadtteils Altchemnitz in Chemnitz
Koordinaten 50° 48′ 45″ N, 12° 54′ 50″ OKoordinaten: 50° 48′ 45″ N, 12° 54′ 50″ O.
Fläche 5,01 km²
Einwohner 5821 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 1162 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Okt. 1894
Postleitzahl 09111, 09120, 09125, 09126
Vorwahl 0371
Verkehrsanbindung
Bundesstraße B95
Straßenbahn 5, 6, C11.
Bus 43/E43, 53, E53, 208, 210, 211, N14.

Altchemnitz ist ein Stadtteil im Süden von Chemnitz. Der Ortsteil wurde am 1. Oktober 1894 eingemeindet.[1]

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im äußersten Süden dieses Stadtteils fließen auf Höhe der Harthauer Straße die Zwönitz und die Würschnitz zum Chemnitzfluss zusammen. An dieser Stelle verbindet eine Brücke die beiden aneinandergrenzenden Stadtteile Altchemnitz und Harthau. Unweit davon befindet sich auch die Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 6, auf deren Terrain sich einst die ehemalige Ausflugsgaststätte „Reichels Neue Welt“ befand. Weiterhin befand sich unweit der Endhaltestelle der Straßenbahn der Haltepunkt „Chemnitz-Zwönitzbrücke“ der Bahnstrecke Zwönitz–Chemnitz Süd. Seit 2002 verkehren die Züge der City-Bahn Chemnitz auf den Gleisen der Straßenbahn bis zur Wendestelle Altchemnitz und von hier über ein kurzes neu gebautes Verbindungsstück zur Bahnstrecke Zwönitz–Chemnitz Süd und auf dieser weiter nach Stollberg/Erzgeb. Der Abschnitt Zwönitzbrücke–Chemnitz Süd der vorgenannten Eisenbahnstrecke wird seither nur noch im Güterverkehr sowie für Überführungsfahrten genutzt, jedoch nicht mehr im regelmäßigen Schienenpersonennahverkehr.

Durch Altchemnitz führt die B 95 (Annaberger Straße). Im Westen grenzt der Stadtteil an den Chemnitzfluss. Des Weiteren wird die Altchemnitzer Flur durch das Zentrum im Norden, Bernsdorf, Reichenhain und Erfenschlag im Osten und Harthau im Süden begrenzt. Lässt man den Chemnitzfluss außer Acht, grenzt Altchemnitz außerdem im Westen an die Stadtteile Markersdorf, Helbersdorf und Kapellenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altchemnitz wurde als einreihiges Waldhufendorf, schon früh zum Chemnitzer Benediktinerkloster gehörig, um 1200 als „Antiqua Kemnitz“ urkundlich ersterwähnt. Eine weitere Nennung stammt aus dem Jahr 1311 („Alden Kempnitz“).[2] Man bezeichnete den Ort als im Vergleich zur jüngeren Stadt Chemnitz ältere Siedlung. Als erste Siedler gelten Wolfsjäger, deren Anwesen sich in etwa an der heutigen Straßenbahnendhaltestelle 6 befunden haben müssen. Nach der Säkularisation des Chemnitzer Klosters (1548) bestand bis 1831 eine kleine Exklave in Altchemnitz, die statt zum Amt Chemnitz, zu dem nun Altchemnitz gehörte, zum Amt Rochlitz zugehörig war. Schon früh entwickelte sich Altchemnitz zum Industriestandort. Bereits in den 1820er Jahren gab es eine rege Fabriktätigkeit entlang des Chemnitzflusses bis hin zur Stadt Chemnitz. Bis 1884 verschwanden die letzten Bauerngehöfte aus Altchemnitz, dafür entstanden noch größere Fabriken, darunter diejenige des Eisenwahrenherstellers Rowac, die 1920 bezogen wurde.[3] Seit 1900 führt die Chemnitzer Straßenbahn bis in den oberen Ortsteil.

Wichtige Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gasbereitungs-Anstalt zu Chemnitz im Besitz von Constantin Pfaff und Robert Hösel 1856
Uhrenturm des Wirkbaus

In Altchemnitz befinden sich u. a. die Landesdirektion Sachsen, das Einkaufszentrum „Altchemnitz-Center“ (ACC, Annaberger Straße), der „Europark“ mit dem Staatsarchiv Chemnitz (Schulstraße), die „Arbeitsagentur“ (Heinrich-Lorenz-Straße) und der „Wirkbau“ (Lothringer Straße) sowie die ehemalige Städtische Gasanstalt (Saydaer Straße, heute Stadtteil Bernsdorf).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jörn Richter (Hrsg.): Von der Wolfsjägersiedlung zum Hightech Standort – eine Chemnitzer Stadtteilgeschichte zu Altchemnitz und Umgebung. Verlag Heimatland Sachsen: Chemnitz, 2001 ISBN 3-910186-32-7
  • Richard Steche: Altchemnitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 7. Heft: Amtshauptmannschaft Chemnitz. C. C. Meinhold, Dresden 1886, S. 3.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://hov.isgv.de/Altchemnitz
  2. http://hov.isgv.de/Altchemnitz
  3. Firmengeschichte. In: www.bemefa-simco.com. bemefa GmbH, abgerufen am 17. August 2016.