Windelfrei

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Windelfrei bezeichnet den bewussten bedürfnisorientierten Umgang der Pflegepersonen mit den Ausscheidungen und den Ausscheidungsbedürfnissen ihrer Babys und Kleinkinder und schließt die verbale wie non-verbale Kommunikation mit ihnen ein. Die Herangehensweise umfasst im deutschsprachigen Raum ein breites Spektrum von Elimination Communication (Ausscheidungskommunikation) über TopfFit und "hello nappy" bis zu Babys ohne Windeln und ist damit als ein Aspekt der natürlichen Säuglingspflege zu verstehen. Der Begriff ist abzugrenzen von autoritären Herangehensweisen des frühen Sauberkeitstrainings oder der Sauberkeitserziehung.

Ausscheidungskommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausscheidungskommunikation wurde ausführlich im Buch „Es geht auch ohne Windeln“ von Ingrid Bauer beschrieben und als Begriff synonym zu „Natürliche Säuglingspflege“ verwendet.[1] Der Fokus liegt hier auf der Kommunikation des Babys oder Kleinkindes mit den Pflegepersonen über sein Ausscheidungsbedürfnis. Diese bedient sich der Elemente Timing, Signale, Schlüsselsignale und Intuition, um auf das Ausscheidungsbedürfnis des Säuglings einzugehen. So kann sie die körperlichen Bedürfnisse der Babys erkennen und einordnen und ihm so die Möglichkeit geben, an einem den kulturellen oder familiären Gepflogenheiten entsprechenden Ort (z. B. der Toilette oder über einem Gefäß) den Darm und die Blase zu entleeren.[2]

Die Ausscheidungskommunikation schließt die Nutzung von Windeln (Plastikwindeln oder Stoffwindeln) bei Bedarf als Backup ein, sodass Ausscheidungskommunikation ohne Windeln genauso wie mit gewickelten Kindern praktiziert werden kann.[3] Die Absicht der Ausscheidungskommunikation ist die bedürfnisorientierte Kommunikation zwischen der Pflegeperson und dem Kind, und damit die Stärkung ihrer Bindung.[4] Im Rahmen der Säuglingspflege stellt sich die Bindungsperson auf den Rhythmus und die Ausscheidungsbedürfnisse des Kindes ein.

Einige Anwender von Ausscheidungskommunikation beginnen sofort nach der Geburt, das optimale Zeitfenster liegt zwischen null und vier Monaten,[5] es kann jedoch mit Babys jeglichen Alters begonnen werden. Ausscheidungskommunikation kann vollzeit (den gesamten Tag), teilzeit oder nur gelegentlich (orts-/ zeit-/ personenabhängig) angewandt werden.[6]

In diesem Sinne assoziiert Ingrid Bauer die Ausscheidungskommunikation mit dem Stillen: "Toilet mastery is, of course, an inevitable consequence. Yet it's no more the goal of Natural Infant Hygiene than weaning is the goal of breastfeeding"

Heutzutage werden die Begriffe natürliche Babypflege, frühe Sauberkeitsunterstützung, Windelfrei und Ausscheidungskommunikation oft synonym verwendet.

Ursprünge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Babys ohne Windeln sauber und trocken zu halten ist Praxis in vielen Kulturen auf der ganzen Welt. Während die Ausscheidungskommunikation in den industrialisierten Ländern erst seit kurzem bekannt wurde, ist sie in nicht industrialisierten Ländern die vorherrschende und ursprüngliche Methode zur Baby-Hygiene.

Abhalten im historischen Kontext in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die modernen Stoff- und Wegwerfwindeln erst im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelt wurden und Verbreitung fanden, wurde bis dahin in erster Linie auf andere Möglichkeiten des kindlichen "Trocken Legens" zurückgegriffen, wie z. B. auf das Torfbett oder das Abhalten. Dieses fand häufig nach (zeitlich) rigiden Mustern statt, wie dieses historische Zitat von 1883 skizziert:

„Um das Kind an Reinlichkeit zu gewöhnen, hält man es vor dem Einschlafen und nach dem Aufwachen über ein Geschirr, wobei man unwillkürlich leichten Druck auf den Unterleib ausübt. Das sog. „Abhalten“ hat im wachen Zustand alle ½ Stunde stattzufinden, wobei das Kind sehr bald merkt, was es soll“[7]

Ein Augenmerk auf die dynamische Kommunikation zwischen Bezugsperson (hier noch auf die Mutter bezogen) und Säugling legt 1875 Dr. med. Hermann Klencke:

„Es ist aber auch nöthig, dass das Kind so früh wie möglich an Reinlichkeit gewöhnt werde. Schon nach den ersten drei Monaten seines Lebens muß man diese Art der Erziehung beginnen, die damit ihren Anfang nimmt, daß man vor jedesmaligem Niederlegen zum Schlafe und nach jedem Erwachen und in der Zeit des Wachens alle halbe Stunde das Kind „abhält“ (ein von Müttern wohlverstandener Ausdruck), und es, ohne zu erkälten, durch die geeigneten üblichen Ermunterungen, niemals durch Berührung der Geschlechtheile, so lange hält und auf den Zweck aufmerksam zu machen sucht, bis seine gewünschte und zeitmäßige Entleerung erfolgt ist. Uebt man dies consequent, so wird es nicht schwer, Kinder im Alter von 4 – 5 Monaten zu gewöhnen, nicht nur bei dieser Gelegenheit ihre Bedürfnisse ins Geschirr zu entleeren, sondern auch durch Geberden und anderweitige Kennzeichen zu verstehen zu geben, daß sie in die Situation gebracht werden wollen, wo sie sich entleeren können, und es gewöhnen sich auch Blase und Mastdarm an diese Regelmäßigkeit sehr leicht. Das Kind hat aber den Vortheil davon, daß es angenehmer und ruhiger in seiner Wäsche liegt, nicht wund wird und alle wohltätigen Einflüsse der Reinlichkeit auf seiner Gesundheit genießt.“[8]

Ein stärkerer Fokus auf die Mutter-Kind-Kommunikation findet sich schließlich in historischen Schriften wie dem "A-B-C für junge Mütter" von 1914:

„Es ist vielmehr alles Augenmerk darauf zu lenken, zur Stelle zu sein, bevor das Kind sich schmutzig macht. Bei einiger Aufmerksamkeit wird man an der Unruhe des Kindes lernen, selbst nachts, rechtzeitig zur Stelle zu sein. Eine sorgsame Mutter kann schon das Kind im 3. Monat völlig „stubenrein“ erhalten“.[9]

Natürliche Säuglingspflege als kultureller Ansatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schweizer Pädagogin Rita Messmer lebte einige Zeit in indigenen und traditionellen Kulturen, die sie hinsichtlich der Naturverbundenheit und des Familiensinns stark prägten und 1997 zum ersten Buch inspirierten, das das moderne Windelfrei thematisiert und beschreibt.[5] Sie sprach damals von der „frühen Reinlichkeit von Säuglingen“ und legte damit den Grundstein für die westliche Windelfrei-Bewegung.

Die achtfache Autorin und dreifache Mutter Laurie Boucke wurde durch eine indische Freundin beeinflusst, die sie lehrte, wie Mütter in Indien ihre Kinder ohne Windeln pflegen, und passte es dem westlichen Lebensstil an. Neun Jahre nach Messmer und unabhängig von ihr auf dem amerikanischen Kontinent koproduzierte Boucke 2006 eine detaillierte DVD mit dem Titel Potty Whispering: The Gentle Practice of Infant Potty Training und ist Mitverfasserin mehrerer Beiträge in medizinischen Zeitschriften.

In ihrem Buch „Infant Potty Training“ beschreibt sie die Windelfrei-Praxis in unterschiedlichen Kulturen.[10] Über alle Kontinente hinweg dokumentiert sie kulturelle Praxen und Ergebnisse von cross-cultural-studies zur Baby-Hygiene. Es finden sich diverse Formen der Ausscheidungskommunikation, die sich in Art und Zeitpunkt des Beginns leicht unterscheiden. Im Schnitt werden viel frühere Zeitpunkte des selbstständigen Trocken Seins festgestellt als in Kulturen, in denen moderne Windeln verbreitet sind. Als „Backup“ werden in den verschiedenen Kulturen unterschiedliche Materialien und Utensilien genutzt.[10]

So wenden sogar die Inuit in Kanada eine Form der Ausscheidungskommunikation an, indem die Mütter ihr Kind aus ihrer Kapuze holen (die zum Tragen dient), sobald sie spüren, dass ihr Kind ausscheiden muss, und es abhalten, also in einer geeigneten Position das Ausscheiden anbieten. Wenn sie länger draußen unterwegs sind, bedienen sie sich zusätzlich einer Hasenhaut oder Flechte als „Backup“.[11]

1977 nahm die Publikation und Verbreitung von Jean Liedloffs „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“ (im Original: „The Continuum Concept“) einen entscheidenden Einfluss auf die Integration des Ausscheidungskommunikation in die Lebensentwürfe westlicher Familien. Sie verglich hier die Erziehungspraxis der westlichen modernen Welt mit der der in den Regenwäldern Venezuelas lebenden Yequana-Indianern, die von der Bindung und der intuitiven und intensiven Kommunikation zwischen Bezugspersonen und Baby in den ersten Lebensmonaten geprägt ist.[12]

In den 1980er-Jahren griff der Kinderarzt William Sears die Grundgedanken des Continuum Concept auf und formulierte das Konzept bindungsorientierter Elternschaft Attachment Parenting.[13] Windelfrei wird heute als eine weitere Säule von Attachment Parenting betrachtet, da es ebenfalls auf dem bindungstheoretischen und bedürfnisorientierten Ansatz basiert.[14]

Verbreitung des Windelfrei-Ansatzes Ende des 20. Jahrhunderts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingrid Bauer, die die Begriffe "Ausscheidungskommunikation" und "Natürliche Säuglingspflege" maßgeblich prägte, reiste nach Indien und Afrika, wo sie feststellte, dass die meisten Mütter ihre windellosen Babys fortwährend trugen. Sie sah jedoch keine Ausscheidungs-„Unfälle“, die man in industrialisierten Ländern erwartet hätte, wo Babys fast immer von Geburt an Windeln tragen.[15] Infolgedessen zog sie ihre eigenen Kinder unter minimaler Benutzung von Windeln auf und begann ihren Ansatz mit anderen Müttern und Pflegepersonen zu teilen – anfänglich mittels internetbasierter Kindererziehungs-Selbsthilfegruppen und letztendlich durch ihr Buch und ihre Internetseite.

Weitere Publikationen Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts, die westliche Eltern in diese uralte Praktik einführen und historische mit kulturellen Ansätzen und zeitgenössischen pädagogischen Grundsätzen kombinieren, umfassen die Broschüre "Conscious Toilet Training", von Laurie Boucke (1979), das Buch "Trickle Treat, Diaperless Infant Toilet Training Method", von Laurie Boucke (1991), das Heft "Elimination Timing" von Natec (1994) und das ausführlichere "TopfFit!: Der natürliche Weg mit oder ohne Windeln", von Laurie Boucke (2004).

Rita Messmer verknüpfte in ihrem Buch "Ihr Baby kann's" die Natürliche Säuglingspflege mit dem Begriff der "sensiblen Phase"[16] und den Grundsätzen der Pädagogik von Maria Montessori.[5] Sie hat das Konzept der frühen Reinlichkeit von Säuglingen, inspiriert durch Jean Liedloffs Beobachtungen, 1997 für die westlichen Welt erstmals übersetzt. Heute betreut sie in ihrer Schweizer Praxis viele Kinder mit Ausscheidungsproblemen, darunter Bettnässer, inkontinente und verstopfte Kinder bis ins Schulalter, die ihre Ausscheidungen ausschliesslich in Windeln verrichten. Messmer beschreibt die schweren psychischen Belastungen, die daraus für die betroffenen Familien entstehen. Sie sieht diese als Fehlentwicklungen im Zusammenhang mit einer falschen Konditionierung durch Wegwerfwindeln.[17][18]

Nach Deutschland wurde der Windelfrei-Ansatz von Julia Dibbern getragen, die das Buch "Topffit" von Laurie Boucke ins Deutsche übersetzte und hier verlegte. Sie schrieb auch ein eigenes Buch („Geborgene Babys“[19]) und prägte 2004 in der Übersetzung von "Topffit" erstmals den deutschen Begriff "Windelfrei". In Österreich fand der Ansatz vor allem durch Lini Lindmayer und ihrem Werk "Windelfrei? So geht's!" Verbreitung[20].

Ausbildungen zu Windelfrei-Coaches finden heute durch Projekte und Vereine wie das Artgerecht-Projekt[21], gegründet von Nicola Schmidt (Autorin des Buches "artgerecht - das andere Babybuch"[22]) und Julia Dibbern, mit "Hello Nappy" von Rita Messmer[23] und in den USA durch "Go Diaper Free"[24] der amerikanischen Elimination Communication Ikone Andrea Olson (Autorin des Buches "Go Diaper Free - a simple handbook for elimination communication"[25]) statt.

Vorteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausscheidungskommunikation bietet dem Baby, den Eltern und der Umwelt zahlreiche Vorteile.

Da sie die Abhängigkeit der Familie von Windeln verringert, hilft sie, die Anzahl der Windeln, die auf der Mülldeponie landen, zu reduzieren, und ist kostengünstiger. So werden allein in den USA jährlich 27,4 Millionen Wegwerfwindeln benutzt und weggeworfen. Das entspricht laut Andrea Olson dem Gewicht von 3,4 Millionen Tonnen und damit insgesamt etwa 485.714 sieben Tonnen schweren Afrikanischen Elefanten.[26] Ein einziges Kind verbraucht bei einer Wickeldauer von 2,5 Jahren 5475 Windeln, das sind allein in der Entsorgung 2,5 Kubikmeter Windelmüll - und etwa 1.150 Euro Anschaffungspreis.[27] Die Reduktion der verbrauchten Windeln im Laufe des Tages und der Nacht, und die i. d. R. verkürzte Wickeldauer haben sowohl den effektiven Umweltschutz als auch eine Menge Geldersparnis zum Vorteil.

Viele Eltern entscheiden sich aus Gründen der Menschenwürde und Hygiene dafür, Windelfrei mit ihrem Baby zu praktizieren. Während große Plastikwindel-Hersteller mit Superabsorbern werben, die eine Windel bis zu zwölf Stunden dicht halten, beziehen sich Eltern, die ihre Babys abhalten oder zumindest prompt wickeln, darauf, dass das sich Einkoten und sogar im eigenen Kot länger verweilen für keinen Menschen würdevoll und angenehm sein kann.[28]

Außerdem gibt Ausscheidungskommunikation Kindern die Möglichkeit, ihren eigenen Körper zu erforschen, und hilft ihnen, eine positive Selbstwahrnehmung bezüglich ihrer Sexualität, der Sauberkeit und ihres Körperbildes zu entwickeln.[29]

Weiterhin hat Windelfrei diverse gesundheitliche Vorteile. Eltern berichten, dass die Hock- oder Töpfchenhaltung, in der die Eltern ihr Baby abhalten, sehr angenehm für Babys zu sein scheint. Das scheint Babys zu helfen, die an leichter Verstopfung leiden. Für manche Babys kann die Darmentleerung eine schwierige Prozedur sein, vor allem, wenn sie feste Nahrung zu sich nehmen. Dass Kinder weniger unter Verstopfung leiden, wenn sie abgehalten werden, ergeben auch die Studien von Rugolotto in den Jahren 2004 und 2008.[30][31]

Windelfrei reduziert außerdem das Risiko für Probleme, die bei herkömmlichem Vollzeit-Wickeln auftreten können: Windeldermatitis[32], Wickelkämpfe[33], Empfänglichkeit für Blasenentzündungen und mögliche verspätete oder schwierige Sauberkeitserziehung.

Ein früher Beginn des Toilettentrainings ist mit weniger Harnwegsfunktionsstörungen assoziiert[34][35][36] oder kann bei einer bestehenden Störung sogar helfen.[37] Ein später Beginn des Toilettentrainings korreliert mit einem erhöhten Risiko für Tag- und Nachtinkontinenz,[38] längerem Töpfchentraining und mehr Rückfällen.[39][40] Frühes Töpfchentraining nachts à frühe nächtliche Blasenkontrolle, weniger Enuresis.[34]

Während die Ausscheidungskommunikation diverse Vorteile mit sich bringt, gehen mit dem frühen Reagieren auf Ausscheidungssignale keine Nebenwirkungen einher.[31][30][41]

Und obwohl es nicht direktes Ziel der Ausscheidungskommunikation ist, dass das Kind möglichst früh oder zu einem bestimmten Zeitpunkt selbstständig das Töpfchen oder die Toilette benutzt, wurde in verschiedenen Untersuchungen festgestellt, dass Kinder, die abgehalten werden, mit etwa 24 Monaten tags und nachts selbstständig sauber sind[42][41][31] und im Vergleich eher sauber als Kinder, die durchgehend in Windeln ausscheiden.[30] Dabei scheint die Ausscheidungskommunikation wirksamer zu funktionieren, je eher die Eltern mit dem Abhalten begonnen haben, wie Rita Messmer in ihrer eigenen Studie feststellte.[43]

Als die wichtigste positive Auswirkung von Windelfrei gilt die Bindungsstärkung zwischen den Pflegepersonen und dem Baby und der gemeinsame Spaß an der Ausscheidungskommunikation. Auch für Väter ist die Unterstützung bei der Ausscheidungskommunikation möglich und sogar besonders vorteilhaft, da er hier, im Gegensatz zum Stillen, sich ebenso gut einbinden kann wie die Mutter.[44]

Komponenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptkomponenten der Ausscheidungskommunikation sind Timing, Signale, Schlüsselsignale und Intuition.

Timing und Rhythmus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rhythmus bezieht sich auf die Ausscheidungsfrequenz des Säuglings und das Timing auf generelle Anlässe (sog. "Standardsituationen", z. B. nach dem Aufwachen, beim Wickeln oder beim Stillen), zu denen Babys in der Regel ausscheiden. Neugeborene urinieren regelmäßig etwa alle 10–20 Minuten. Ältere Babys und Kleinkinder scheiden schon in größeren unregelmäßigeren Intervallen aus, abhängig davon, wann sie zuletzt geschlafen oder gegessen haben. Mit sechs Monaten können Babys sogar bis zu einer Stunde oder mehr aushalten, wenn sie wach sind. Gesunde Erwachsene wie auch Babys, urinieren nicht im Tiefschlaf. Grund hierfür sind die Schlafphasen und der Einfluss des Antidiuretischen Hormons.[45]

Die Darmentleerung erfolgt nach sehr individuellen Mustern: Einige Säuglinge haben mehrere Stuhlgänge am Tag, während andere nur einen alle paar Tage haben. Eltern berichten, dass manche Babys schon mit drei Monaten ihren Stuhl halten können, bis sie in der Hockposition gehalten werden, solange dies oft genug ermöglicht wird. In der westlichen Welt basiert Windelfrei von je her auf Timing als wichtigste Situation, um das Töpfchen anzubieten.[46]

Signale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Baby kommuniziert der Pflegeperson sein Ausscheidungsbedürfnis über Signale. Manche Babys signalisieren von Anfang an sehr deutlich, andere eher selten und sehr subtil. Diese Signale variieren stark von einem Kleinkind zum anderen und können verbaler (akustische Laute, rudimentäre Sprache) oder nonverbaler Natur sein (Mimik, Gestik, Gebärden, Körpersprache) oder sich anhand von unwillkürlichen Körpervorgängen (Blähung, Erektion, "Warnpipi") oder Gemütszuständen zeigen (z. B. bestimmtes Weinen, Unruhe, Nervosität).

Stillende Babys docken oft unruhig an der Brust an und ab, wenn sie ein Ausscheidungsbedürfnis haben. Vor dem Stuhlgang grunzen viele Babys oder pupsen. Mit zunehmendem Alter ähneln die Signale zunehmend der Erwachsenenkommunikation. Babys zeigen oder schauen z. B. auf die Pflegeperson oder das Töpfchen, um ihr Bedürfnis anzuzeigen. Ältere Babys können Gesten oder Babyzeichen für „Töpfchen“ lernen oder intuitiv einsetzen. Später werden sie vielleicht ein Wort erlernen als Teil ihres frühen Spracherwerbs.[47]

Der Kinderarzt und Autor Remo Largo schreibt in seinem Werk „Babyjahre“: „Einige Sekunden bevor der Säugling Urin oder Stuhl ausscheidet, stößt er einen kurzen, charakteristischen Schrei aus und macht mit Körper und Beinchen ruckartige Bewegungen. Durch dieses Signal vorgewarnt, hält die Mutter ihn so weit von ihrem Körper weg, dass sie von Urin und Stuhl nicht beschmutzt wird“.[48]

Schlüsselsignale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlüsselsignale sind der elterliche Part der Ausscheidungskommunikation. Sie werden gegeben, wenn das Baby an einem angemessenen Ort ist, um zu urinieren oder den Darm zu entleeren, mit dem Ziel eine Zwei-Wege-Kommunikation zu entwickeln. Zunächst kann die Pflegeperson das Schlüsselsignal geben, wenn das Baby ein Bedürfnis verrichtet, um eine Assoziation zu entwickeln. Wenn die Assoziation einmal hergestellt ist, kann das Schlüsselsignal benutzt werden, um dem Baby anzuzeigen, dass es an einem richtigen „Töpfchenplatz“ ist.

Gebräuchliche Schlüsselsignale umfassen „psss psss“ für das Urinieren und „hmm, hmm“ (grunzen) für das Entleeren des Darms. Ältere Babys reagieren möglicherweise besser auf Schlüsselsignale aus zwei Wörtern. Schlüsselsignale müssen nicht akustisch sein, allein das Sitzen auf dem Töpfchen oder das Halten in der Hockposition kann als ein Schlüsselsignal dienen. Auch eine Gebärde für „Toilette“ z. B. kann als Schlüsselsignal genutzt und initiiert werden.[49]

Intuition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Intuition bezieht sich auf die scheinbar ohne Anlass auftretende Eingebung der Pflegeperson, dass das Baby sich erleichtern muss. Oftmals ist die Intuition einfach die unterbewusste Wahrnehmung des richtigen Zeitpunkts oder eines Signals. Eltern, die in der Beziehung zu ihrem Baby sehr oft intuitiv handeln, betrachten die Intuition als eine extrem verlässliche Komponente. Ein Beispiel für eine sehr zuverlässige intuitive Eingebung ist das Gefühl der Bindungsperson, das Baby, das sie im Tragetuch am Körper hält oder auf dem Schoß hat, würde auf oder an sie urinieren. Doch das warm-nasse Gefühl ist kein Einnässen, sondern das intuitive Signal, dass das Baby ausscheiden muss[50]

Unterscheidung zum Töpfchentraining[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Töpfchentraining unterscheidet sich von der Ausscheidungskommunikation dahingehend, als Ersteres ein Trainieren des Kindes und Letzteres ein begleitendes Unterstützen des Kindes ohne das unmittelbare Ziel des selbstständigen Trockenseins. Zudem geht modernes Töpfchentraining i. d. R. von einem Kind aus, das bisher Windeln getragen hat und die Ausscheidungskontrolle erst (wieder)erlernen muss.[51] Hier spielt das Bemerken des Drucks und das Einhalten eine vordergründige Rolle. Ausscheidungskommunikation geht davon aus, dass Kinder ab Geburt potenziell trocken sind, sofern ihre Bezugspersonen sie unterstützen. Relevant ist hier mehr das Kommunizieren und aktive Entleeren statt des Einhaltens.[52]

Der achtsame, authentische und prozessorientierte Umgang mit den Ausscheidungsbedürfnissen des Kindes macht Lob und Belohnung obsolet. Nach dem Windelfrei-Ansatz wird weithin der Prämisse Rechnung getragen, dass das Baby oder Kind eine intrinsische Motivation besitzt, das "eigene Nest nicht zu beschmutzen", sich zu entwickeln und mit der Umgebung zu kooperieren. Entsprechend werden Belohnungssysteme, negative Konditionierung, aber auch Lob bei der Ausscheidungskommunikation unterlassen, da sie die intuitive und intrinsische Ambition zur Beschäftigung mit den eigenen Ausscheidungen überlagern.[53]

Weitere Unterschiede, insbesondere zur wissenschaftlich überholten rigideren Sauberkeitserziehung, zählt Laurie Boucke in ihrem umfassenden Werk "Infant Potty Training" auf. U.a. erwähnt sie: das Kind als Objekt vs. das Kind als Subjekt, unnatürliche vs. natürliche Methode, basierend auf festen Zeiten vs. basierend auf den individuellen Mustern und Bedürfnissen des Babys und der Einsatz von Strafen, Lob und Belohnung vs. keine Strafen, kein Lob, keine Belohnung.[54]

Wissenschaftlicher Diskurs zur physiologischen Reife[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Umgang mit den kindlichen Ausscheidungen ist von einer Debatte begleitet, die sich vor allem um zwei Punkte dreht: Ab welchem Alter sind Babys und Kinder psychologisch und physiologisch in der Lage, bewusst mit ihren Ausscheidungen umzugehen, und welches Verhalten der Eltern hat welche gesundheitlichen psychischen und physischen Auswirkungen und sei damit zu verfolgen oder zu vermeiden?

"Bereitschaftsansatz" und späte physiologische Reife[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die herkömmlichen Anleitungen zur Sauberkeitserziehung, die das oft rigide Töpfchentraining des 20. Jahrhunderts ablöste, basieren auf der Forschung von T. Berry Brazelton, der die Idee des „Bereitschaftsansatzes“ einführte.[55]

Brazelton stellte mit seiner 10-jährigen Studie heraus, dass Druck und Stress zu negativen Spätfolgen führen können, und ein kindgeleiteter Ansatz, der die biologische Reife und den kindlichen Willen zur Reinlichkeit und gesellschaftlichen Zugehörigkeit berücksichtigt, gleichwohl und mit weniger negativen Effekten zum selbstständigen Trockenwerden bei Kindern führt:

"but these results bead one to believe that such a child-oriented approach does divert environment tension from this area and may reduce the incidence of subsequent difficulties."[56]

Er beschreibt in der Arbeit aber ebenfalls, dass Babys schon im ersten Lebensjahr eine gewisse Schließmuskelkontrolle besitzen und entwickeln, und die vollständige neurologische Ausreifung der Nervenbahnen frühestens mit etwa 18 Monaten gegeben sei. Er hat beobachtet, wie das - damals so übliche - starre Training schädliche Auswirkungen mutmaßlich zur Folge hatte, darunter, psychische Störungen und chronische Verstopfungen.[55]

Brazeltons Neutralität in diesem Thema wird infrage gestellt, da er als Berater für Procter & Gamble, Hersteller von Pampers-Windeln, arbeitet und für sie wirbt.[57]

Des Weiteren beziehen sich Kritiker von Windelfrei auf Äußerungen von Sigmund Freud. Ihm zufolge könne eine rigide und zu frühe Sauberkeitserziehung zu „aggressiven Es-Impulsen“ und Zwangsstörungen führen: „Es ist eines der besten Vorzeichen späterer Absonderlichkeit oder Nervosität, wenn ein Säugling sich hartnäckig weigert, den Darm zu entleeren, wenn er auf den Topf gesetzt wird, also wenn es dem Pfleger beliebt, sondern die Funktion seinem eigenen Belieben vorbehält.“[58] Es gilt zu bedenken, dass Freud sich hierbei auf die Parameter der harschen Töpfchentrainingsmethoden bezog, die nicht gleichzusetzen sind mit den Grundlagen der sanften Ausscheidungskommunikation.[59][60]

Natürliche Säuglingspflege und frühe physiologische Disposition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Negative Auswirkungen haben eine rigide Vorgehensweise und ein frühes Training, die auf schnellen "Erfolg" im selbstständigen Trockensein abzielen, sicherlich. 1985 stellten Smeets et. Al jedoch fest, dass es keine negativen Nebeneffekte gibt, wenn auf die Ausscheidungssignale von Babys reagiert wird.[42] Auch eine Studie von Rugolotto aus 2008 bestätigt das.[31]

Dass es möglich ist, zeigt die viel zitierte Studie von de Vries und de Vries aus dem Jahre 1977. Sie beobachteten die Kinder vom Volk der Digo in Westafrika und stellten fest, dass sie Tag und Nacht Trockenheit bereits mit fünf oder sechs Monaten erreichen. Die Studie zeigt im Ergebnis deutlich, dass nicht der Körper bestimmt, wann ein Kind sauber sein kann, sondern die Kultur.[61]

Duong, Jansson und Hellström beobachten und befragen 2012 in einer weiteren Studie 47 vietnamesische Eltern mit ihren Babys zum traditionellen vietnamesischen Töpfchentraining ab Geburt und stellen fest, dass Babys die auf ihre Signale hin von Geburt an abgehalten werden, mit neun Monaten beginnen selbstständig mit ihren Ausscheidungen umzugehen und meist mit 24 Monaten tags und nachts zuverlässig sauber sind. Blasenvolumen, Ausscheidungshäufigkeit und Rest-Urin hängen demnach stärker mit dem Beginn des Töpfchentrainings zusammen als mit dem tatsächlichen Alter des Kindes.[41]

Dabei ist diese Beobachtung nicht nur auf bestimmte Kulturen oder Lebensumstände anzuwenden. Eine Umfrage unter Eltern aus dem Jahre 2008 ergab, dass 90 Prozent der Kinder signalisieren, wenn sie mal müssen.[31] Auch ist die Ausscheidungskommunikation auf ein westliches Familiensetting übertragbar und dort modifiziert anwendbar.[31]

Selbst nachts ist die Ausscheidungskommunikation möglich. Das ergibt eine Studie von Yeung 1995. Sie stellte heraus, dass Babys nicht im Tiefschlaf urinieren. Sobald ein Nervenreiz von der Blase ans Gehirn gesendet werde, kommen die Kinder in einen leichteren Schlaf und scheiden sich erst dann aus.[62] Das Antidiuretische Hormon, das vor allem nachts ausgeschüttet wird, bewirkt darüber hinaus im Schlaf die vermehrte Rückgewinnung von Wasser aus dem Primärharn, wodurch der Urin konzentriert wird und sein Volumen abnimmt ("tubuläre Rückresorption").

Dass der Schließmuskel grundsätzlich und auch bei Kindern und Babys von Anfang an aktiv ist, fand Gladh im Jahr 2000 heraus. Trotz Druck auf die volle Blase von Neugeborenen ließen sich diese nicht manuell entleeren.[63]

Utensilien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Windelfrei kommt ohne Hilfsmittel aus und kann den Windelverbrauch auf bis zu null senken. Dennoch erleichtern adäquate Utensilien die Anwendung von Windelfrei in der industrialisierten Welt. So haben sich Modelle in Europa und Amerika verbreitet, die auch traditionell für die Kleinkinder und Babys ohne Windeln genutzt werden, z. B. die Kaidangku aus China. Gleichzeitig entsteht ein immer stärker wachsender Markt moderner Windelfrei-Kleidung und -Utensilien.[64] Dazu gehören:

  • kleine Töpfchen für Babys, wie das Asia-Töpfchen und das EasyPisi
  • Schlafsäcke, der zum Abhalten unten herum geöffnet werden können
  • Stoffwindeln, die besonders einfach zu öffnen und zu schließen sind und beim Abhalten am Körper des Kindes bleiben, genannt „Abhaltewindeln“ oder „Minimalwindeln“
  • extra kleine Unterhosen
  • Hosen und Anzüge mit Öffnung im Schritt, z. B. Splitpants oder Chaps
  • Bilderbücher, die den Babys und Kleinkindern, die die Ausscheidungskommunikation kindgerecht und ohne Abgewöhnung der Windel darstellen

Generell gilt, dass all diese Hilfsmittel auch sehr einfach selbst gestaltet oder Alltagsgegenstände hierfür genutzt werden können. So ist auch der Gebrauch einer Rührschüssel zum Abhalten oder selbst umgenähter Hosen ist üblich.[64]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ingrid Bauer: Es geht auch ohne Windeln – der sanfte Weg zur natürlichen Babypflege. 3. Auflage. Kösel-Verlag, München 2007.
  2. Doris Boser: Probier's mal ohne Windel! Das moderne Praxisbuch zur schrittweisen Windelfreiheit. Noel-Verlag, Oberhausen 2015.
  3. Nicola Schmidt: artgerecht - das andere Babybuch. 7. Auflage. Kösel-Verlag, München 2015, S. 194.
  4. Julia Dibbern: Geborgene Babys. 3. Auflage. Anahita-Verlag, Winsen (Luhe) 2010, S. 172.
  5. a b c Rita Messmer: Ihr Baby kann's! Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit von Kindern fördern. 3. Auflage. Kreuz-Verlag, Stuttgart 1997, S. 43 ff.
  6. Jessica von Haeseler: Windelfrei – einfach und mit Spaß. Tologo-Verlag, Tologo-Verlag 2016, S. 86.
  7. Ernst Kormann: Das Buch von der gesunden und kranken Frau in den ersten Stadien des ehelichen Lebens nebst Anleitung zur Pflege des Neugeborenen und des Säuglings und zur Erziehung des Kindes bis zum Ende seines ersten Lebensjahres und einem Anhange über Säuglingskrankheiten. 2. Auflage. Eduard Besold Verlag, 1883, S. 193.
  8. Dr.med. Hermann Klencke: Die Die Mutter als Erzieherin ihrer Töchter und Söhne zur physischen und sittlichen Gesundheit vom ersten Kindesalter bis zur Reife. 2. Auflage. Eduard Kummer, Leipzig 1875, S. 141 f.
  9. Dr. Ziegelroth: A-B-C für junge Mütter – mit Anleitung zur Ernährung und Pflege des Kindes bis zur Schulzeit. Richter Verlag, Leipzig 1914, S. 66.
  10. a b Laurie Boucke: Infant potty training – a gentle and primeval method adapted to modern living. 1. Auflage. White-Boucke Publishing, Lafayette, Colorado 2000, ISBN 978-1-888580-30-3, S. 319 ff. (englisch).
  11. Laurie Boucke: Infant potty training – a gentle and primeval method adapted to modern living. 1. Auflage. White-Boucke Publishing, Lafayette, Colorado 2000, ISBN 978-1-888580-30-3, S. 442 ff. (englisch).
  12. Jean Liedloff: Auf der Suche nach dem verlorenen Glück – gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit. 1. Auflage. Verlag C. H. Beck, München 1980, ISBN 978-3-406-32078-1.
  13. William und Martha Sears: Das Attachment Parenting Buch. Tologo-Verlag, Leipzig 2012.
  14. Laurie Boucke: Infant potty training – a gentle and primeval method adapted to modern living. 1. Auflage. White-Boucke Publishing, Lafayette, Colorado 2000, ISBN 978-1-888580-30-3, S. 213 (englisch).
  15. Ingrid Bauer: Es geht auch ohne Windeln - der sanfte Weg zur natürlichen Babypflege. 3. Auflage. Kösel-Verlag, München 2007, S. 23.
  16. Rita Messmer: Ohne Windeln? In: Kleiner Homosapiens (parallel Deutsche Hebammenzeitschrift). 2013, abgerufen am 16. Januar 2021.
  17. Rita Messmer: Rita Messmer über das Windel-Debakel. In: Kleiner Homosapiens. 26. März 2019, abgerufen am 16. Januar 2021 (deutsch).
  18. Rita Messmer: Leere Töpfchen, volle Windeln. In: Kleiner Homosapiens (auch in der Deutschen Hebammenzeitschrift). 2018, abgerufen am 16. Januar 2021 (deutsch).
  19. Julia Dibbern: Geborgene Babys. 3. Auflage. Anahita-Verlag, Winsen (Luhe) 2010.
  20. Lini Lindmayer: Windelfrei? So geht's! Tologo-Verlag, Leipzig 2009.
  21. Nicola Schmidt: Artgerecht-Projekt Windelfrei Fortbildungen. Abgerufen im Jahr 2020.
  22. Nicola Schmidt: artgerecht - das andere Babybuch. 7. Auflage. Kösel-Verlag, München 2015.
  23. Rita Messmer: Hello Nappy Windelfrei Fortbildungen. Abgerufen im Jahr 2020.
  24. Andrea Olson: Go Diaper Free Windelfrei Fortbildung. Abgerufen im Jahr 2020.
  25. Andrea Olson: Go Diaper Free - a simple handbook to elimination communication. The Tiny World Company, Asheville 2011.
  26. Andrea Olson: Go Diaper Free - a simple handbook to elimination communication. The Tiny World Company, Asheville 2011, S. 300.
  27. Jessica von Haeseler: Windelfrei - einfach und mit Spaß. Tologo-Velag, Leipzig 2016, S. 80.
  28. Jessica von Haeseler: Windelfrei - einfach und mit Spaß. Tologo-Verlag, Leipzig 2016, S. 15 f.
  29. Jessica von Haeseler: Windelfrei - einfach und mit Spaß. Tologo-Verlag, Leipzig 2016, S. 81.
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