Attachment Parenting

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Um die Mutter-Kind-Bindung zu sichern, ermutigen Martha und William Sears Mütter dazu, ihr Kind auch über die Geburt eines jüngeren Geschwisterkindes hinaus zu stillen.[1]

Unter Attachment Parenting (kurz oft: AP; engl. für „Bindungserziehung“; deutsch auch: Bindungsorientierte Erziehung) versteht man eine von dem amerikanischen Kinderarzt William Sears entwickelte und propagierte Erziehungslehre, deren Methoden darauf ausgerichtet sind, die nach seiner Auffassung auch in durchschnittlichen Familien ständig gefährdete Mutter-Kind-Bindung dadurch aktiv zu fördern, dass die Mutter sich dem Kind gegenüber nicht nur maximal responsiv verhält, also auf jedes Signal des Säuglings reagiert, sondern – als „Rückkehr zum Instinktverhalten unserer Vorfahren“[2] – auch möglichst viel Zeit in enger körperlicher Nähe mit dem Kind verbringt.

Sears beruft sich auf die von John Bowlby, James Robertson und Mary Ainsworth begründete Bindungstheorie, sieht aber darüber hinweg, dass deren Vertreter die Responsivität der Mutter bzw. den Rapport – die harmonische Gefühlskommunikation – von Mutter und Kind als die zentrale Determinante für Bindungssicherheit bestimmt haben, während Sears in erster Linie auf die unablässige körperliche Intimität von Mutter und Kind, d. h. auf Stillen, Co-Sleeping und ständiges Tragen des Kindes (babywearing) setzt – Praktiken, von denen bei Bowlby, Robertson und Ainsworth als Voraussetzung für eine stabile Mutter-Kind-Bindung keine Rede ist. Auch gehen letztere davon aus, dass Bindungsstörungen eher in Extremsituationen wie dem Aufwachsen in schlecht geführten Waisenhäusern als durch kleine Versäumnisse unaufmerksamer, im Großen und Ganzen aber liebevoller Mütter entstehen.[3]

Viele Eltern, die Attachment Parenting praktizieren, orientieren sich an Sears’ Ideen nur lose, sodass unter Attachment Parenting in einem weiteren Sinne oft auch solche Erziehungsstile verstanden werden, die über die Richtlinien, die Sears in seinen Büchern formuliert hat, weit hinausgehen. Die von Sears ursprünglich auf die Säuglingserziehung gemünzten Empfehlungen für Stillen, Tragen und Co-Sleeping werden dann auch in der Kleinkinderziehung angewandt. Häufig gehen sie ein eklektisches Ensemble mit Verhaltenspräferenzen der Eltern ein, die eher deren eigene Wertvorstellungen und Lebensstilentscheidungen abbilden, denn das von Sears intendierte methodische Bemühen um die Mutter-Kind-Bindung.

Entstehungskontext[Bearbeiten]

Das Attachment Parenting ist nur eine von vielen Rapport- und Nestwärme-orientierten Erziehungsideen, die in den USA nach dem Zweiten Weltkrieg im pädagogischen Mainstream angekommen sind, und verdankt verwandten älteren Lehren manche Anregungen, darunter etwa Benjamin Spocks 1946 publiziertem Erziehungsratgeber Säuglings- und Kinderpflege. Spock hatte Müttern darin empfohlen, Säuglinge nach Maßgabe ihrer eigenen Intuition und mit viel Körperkontakt aufzuziehen – ein Rat, der den bis dahin herrschenden Lehren von L. Emmett Holt und John B. Watson radikal widersprach; das Buch wurde zum Bestseller und Spocks pädagogische Auffassungen hatten in den Vereinigten Staaten auf die Erziehung der Nachkriegsgenerationen großen Einfluss.

Dreißig Jahre später erregte Jean Liedloff mit einem Kontinuum-Konzept Aufsehen, das sie der Öffentlichkeit in ihrem Buch Auf der Suche nach dem verlorenen Glück (1975) vorstellte. Liedloff hatte in Venezuela die Ye’kuana-Indianer studiert und empfahl westlichen Müttern, Kinder bis ins Vorschulalter zu stillen, zu tragen und im gemeinsamen Bett schlafen zu lassen. Als Begründung gab sie an, die übliche Erziehung, mit Flaschenfütterung, Kinderwagen usw., trage den – evolutionsgeschichtlich noch nicht in der Moderne angekommenen – Bedürfnissen von Kindern nicht Rechnung.[4]

In den 1990er Jahren belebte T. Berry Brazelton die Diskussion, indem er aktuelle Forschungsergebnisse zur Kompetenz von Säuglingen, sich selbst und ihre Gefühle von Geburt an zum Ausdruck zu bringen, öffentlich machte, Eltern für diese Signale sensibilisierte und – wie Spock – ermutigte, in der Erziehung ihrem eigenen Urteil zu folgen.[5]

William Sears, der Spock und insbesondere Liedloff intensiv zur Kenntnis genommen hatte, kam zu diesem Thema während der Arbeit an der ersten Ausgabe seines Buches The Fussy Baby (1985), und als er in den frühen 2000er Jahren den Begriff Attachment Parenting prägte, war die Idee, dass es Säuglingen und Kleinkindern zuträglich ist, wenn die Mütter liebevoll und aufmerksam auf sie eingehen, nichts Neues. Sears, der selbst eine defizitäre Kindheit gehabt hatte,[6] trieb die Idee jedoch weiter und forderte über den Rapport (also die liebevolle verbale und nonverbale Kommunikation zwischen Mutter und Kind) hinaus auch ständige körperliche Nähe.[7]

Im selben Jahr wie Sears’ Attachment Parenting Book erschien Jan Hunts Essaysammlung The Natural Child. Parenting from the Heart (2001). Hunt, die sich als Kinderrechtlerin versteht, empfiehlt darin über die Methoden des Attachment Parenting hinaus auch Unschooling.[8]

Methoden[Bearbeiten]

Sears empfiehlt vor allem:[9]

  • Aufnahme des Körper- und Augenkontakts zwischen Mutter und Kind sofort nach der Geburt und auch unter schwierigen Bedingungen (vgl. Känguru-Methode)
  • bedarfsorientiertes Stillen, statt Flaschenernährung
  • möglichst häufiges Tragen des Kindes, z. B. in einem Babytragetuch
  • gemeinsames Schlafen (idealerweise mit einem Kinderbettchen direkt am Bett der Mutter)
  • Beachtung der Signale des Kindes, um jedem Schreien zuvorzukommen; Sears vertritt die Auffassung, dass Säuglinge niemals schreien gelassen werden dürfen, weil ihnen sonst Schaden drohe.[10]
  • Verzicht darauf, Kinder irgendeinem Training (insbesondere Schlaftraining) zu unterziehen
  • Balance der Bedürfnisse von Kind und Mutter

Dem Grundgedanken seiner Lehre entsprechend, führt Sears viele Erziehungsprobleme, die von forschungsorientierten Pädiatern als erlernte Verhaltensweisen gedeutet werden, auf mangelnde Nestwärme zurück und schlägt daher einige ungewöhnliche und gelegentlich strittige Erziehungsmethoden vor: So empfiehlt er etwa, Geschwister, zwischen denen Rivalität besteht, durch gemeinsames Schlafen zusammenzubringen.[11] Wenn das Kind weint, wenn die Eltern es morgens in der Vorschule zurücklassen, empfiehlt er, die Einrichtung so lange immer wieder zu wechseln, bis das Kind nichts mehr zu beanstanden hat.[12] Bei Wutanfällen empfiehlt er Festhalten des Kindes („Festhaltetherapie“), eine Methode, die wegen ihrer Gewaltsamkeit von vielen Psychologen stark abgelehnt wird.[13] Wenn das Kind die Gewohnheit hat, den Kopf aus Wut gegen Möbel oder gegen Wände zu stoßen, empfiehlt er zur Beruhigung Körperkontakt,[14] während andere Pädiater im Gegenteil davor warnen, autoaggressives Verhalten durch eine liebevoll zuwendende Reaktion auch noch zu bestärken.[15]

Um Säuglinge und Kleinkinder, die trotz Müdigkeit nicht einschlafen, zum Schlafen zu bringen, hält Sears sämtliche Mittel für akzeptabel, die kurzfristig zu helfen scheinen, einschließlich Co-Sleeping, langem Stillen, Schaukeln und Herumtragen des Kindes und nächtlichen Autofahrten[16] – Methoden, die von vielen forschungsorientierten Pädiatern nach Ablauf der ersten 6 Lebensmonate abgelehnt werden, weil sie verhindern, dass das Kind lernt, aus eigener Kraft einzuschlafen.[17] Sears hält self-soothing („Selbst-Beruhigung“) des Kindes, wenn es seinen Zweck erfüllt, zwar für legitim, lehnt es aber ab, dass Eltern die Entwicklung dieser Fähigkeit aktiv fördern.[16]

Dass viele Kinder sich so sehr fehlverhalten, dass ihre Eltern zu Erziehungsmitteln wie z. B. Schelten greifen, führt Sears darauf zurück, dass die Kommunikation zwischen Eltern und Kind in diesen Fällen nicht zu solcher Subtilität entwickelt sei wie in Attachment-Parenting-Familien, in denen ein Stirnrunzeln der Eltern genüge, um ein Kind zu disziplinieren. Ein Kind, das seinen Eltern vertraue, sei kooperativ und widersetze sich nicht dagegen, dass die Eltern sein Verhalten leiten.[18] Anders als viele AP-Eltern lehnt Sears konfrontative Erziehungsmittel (firm, corrective response) aber nicht grundsätzlich ab und räumt elterlicher Autorität und kindlichem Gehorsam einen hohen Stellenwert ein.[19]

Verbreitung[Bearbeiten]

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig war 2014 Schirmherrin des ersten deutschen Attachment Parenting Kongresses.

Attachment Parenting ist vor allem unter gut ausgebildeten, in Städten lebenden Frauen in der Westlichen Welt populär, die für ökologische und soziale Fragen aufgeschlossen sind und die der Lehre folgen, indem sie dem Kind – durch Tragen, langes Stillen und Co-Sleeping – bis weit ins Kleinkindalter (und oft auch darüber hinaus) ständig nah zu sein versuchen.[20]

In den Vereinigten Staaten und in Kanada haben die Erziehungstipps von prominenten Persönlichkeiten wie den Schauspielerinnen Mayim Bialik und Alicia Silverstone zur Popularisierung der Lehre beigetragen.[21] Viele nordamerikanische Frauen sind in Müttergruppen (support groups) der Attachment Parenting International (API) organisiert, der 1994 gegründeten und von Martha Sears mitgetragenen Dachorganisation der Bewegung.[22] William Sears pflegt Beziehungen zur internationalen La Leche Liga, die einige seiner Bücher verlegt hat und auf deren Konferenzen er spricht.[23] Viele Mütter kommen in der La Leche Liga erstmals mit Attachment Parenting in Berührung.[24]

In Europa setzt sich die im niederländischen Lelystad ansässige Non-Profit-Organisation Attachment Parenting Europe (ABEU) für die Verbreitung der Lehre ein, für die sie im Niederländischen die Bezeichnung natuurlijk ouderschap („natürliche Elternschaft“) eingeführt hat. Sie unterhält Verbindungen zu Kontaktpersonen in Belgien, Dänemark, Deutschland, Irland, Italien, Norwegen, Großbritannien und in der Schweiz.[25] In England und Wales gab es im Jahre 2012 30 AP-Müttergruppen.[26]

In Deutschland sind in einigen Städten selbstständige Einrichtungen entstanden, die sich die Förderung des Attachment Parenting zur Aufgabe gemacht haben.[27] In Hamburg, dem wichtigsten Zentrum der Bewegung in Deutschland, wurde 2014 erstmals ein Attachment Parenting Kongress veranstaltet, für den die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig die Schirmherrschaft übernommen hat.[28] Ein weiterer ist für 2016 angekündigt.[29] Schon seit 2005 besteht in Leipzig der Tologo Verlag, in dem neben Publikationen von Williams Sears und von Jan Hunt auch Bücher zu Themen wie Schulkritik, Homeschooling, Unschooling und Antipädagogik erscheinen. Seit 2007 verlegt Tologo daneben vierteljährlich das Unerzogen Magazin, eine Elternzeitschrift, die AP-Themen regelmäßig ein Forum bietet. Zu den profiliertesten Vertretern und Befürwortern der Lehre im deutschsprachigen Raum zählen die Ärzte Herbert Renz-Polster und Michael Abou-Dakn[30], die Diplom-Pädagogin Katharina Saalfrank[31], die Sozialpädagogin Eva Solmaz[32] und die Autorinnen Julia Dibbern,[33] Nora Imlau[34] und Sibylle Lüpold.[35]

Auch in Österreich und in der Schweiz gibt es vereinzelt Einrichtungen, die dem Attachment Parenting nahe stehen.[36] In Frankreich, wo die Lehre als maternage intensif oder maternage proximal bezeichnet wird, hat sie bis heute so gut wie keine Anhängerschaft gefunden.[37] In Schweden setzt sich die Fantasy- und Science-Fiction-Autorin Jorun Modén für Attachment Parenting ein und hat dafür den Ausdruck nära föräldraskap (deutsch: „nahe Elternschaft“) geprägt.[38]

Kritik[Bearbeiten]

Das Attachment Parenting wird in Nordamerika und in Europa kontrovers beurteilt. Medienschlagzeilen hat eine Titelseite des amerikanischen Nachrichtenmagazins Time gemacht, auf der am 21. Mai 2012 eine kalifornische Mutter beim Stillen ihres knapp 4-Jährigen abgebildet war.[39] In ihrem begleitenden Artikel The Man Who Remade Motherhood schrieb die Journalistin Kate Pickert, dass die Auffassungen, die Sears in seinen Büchern vertrete, weitaus weniger radikal seien, als seine Kritiker – und Eltern, die ihm folgen – unterstellen.[40] Dennoch erzeuge seine Lehre, so Pickert, bei vielen Eltern etwas, das sie scherzhaft als posttraumatic Sears disorder bezeichnet, nämlich schwerwiegende Insuffizienzgefühle bei Eltern, die Sears’ Ratschlägen um der seelischen Gesundheit ihres Kindes willen zwar folgen wollen, aber nicht können, z. B. weil sie gezwungen sind, berufstätig zu sein.[41]

„Elterliche Stammesbildung“[Bearbeiten]

Katha Pollitt hat das Attachment Parenting als Fad, also als Erziehungs-Mode, bezeichnet.[42] Eltern, die der Lehre folgen, ist vorgeworfen worden, dass die Ursache ihrer hohen Bereitschaft, ihr Kind auch über das erste halbe Lebensjahr hinaus durch Stillen oder Herumtragen unablässig ruhigzustellen, eher in der erzieherischen Hilflosigkeit und Überforderung und in der ungestillten eigenen emotionalen Bedürftigkeit ruhe, als in der Einsicht, dass das Kind die ständige Intimität für seine gesunde Entwicklung wirklich benötige.[43]

Die Soziologin Jan Macvarish (University of Kent), eine Pionierin auf dem jungen Forschungsgebiet der Kultur der Elternschaft, hat – ebenfalls im Hinblick aufs Attachment Parenting – beschrieben, wie junge Eltern über die Entscheidung für bestimmte Erziehungspraktiken oder für eine bestimmte Erziehungslehre zu persönlicher Identität finden und sich Gruppen von Gleichdenkenden anschließen; Macvarish spricht sogar von „elterlicher Stammesbildung“ (parental tribalism). Charakteristisch für solche Entscheidungen sei, dass sie weitaus stärker auf das Selbstbild der Eltern als auf die Bedürfnisse des Kindes hin orientiert seien.[44]

Für die Stichhaltigkeit dieser These spricht, dass viele Eltern, die Attachment Parenting praktizieren, weitere charakteristische Erziehungs- und Lebensstil-Präferenzen aufweisen, die aus denselben Einstellungen schöpfen (besonders: einem Bemühen um „Natürlichkeit“), mit dem erklärten Ziel des Attachment Parenting (der Prävention unsicherer Bindung) aber höchstens lose und eklektisch verbunden sind:[45]

Besonders in den Vereinigten Staaten praktizieren Attachment-Parenting-Eltern darüber hinaus oft auch:

Konzeptionsschwächen und Unvereinbarkeit mit Forschungsbefunden[Bearbeiten]

Wie Suzanne M. Cox (Northwestern University) aufgewiesen hat, bietet weder die Bindungstheorie noch das Attachment Parenting einen allgemeinen Entwurf davon, wie eine optimale kindliche Entwicklung aussehe, an dem die Wirksamkeit der Methoden des Attachment Parenting empirisch gemessen werden könnte. Obwohl die Apologeten dieser Lehre auf ihren Webseiten Erziehungsergebnisse wie z. B. erhöhte Selbstständigkeit, Selbstsicherheit, Ausgeglichenheit, Einfühlungsvermögen, Intelligenz und sogar Immunität gegenüber Ideologien wie der des Nationalsozialismus versprechen,[61] gibt es bis heute keine Studien, die solche Effekte haben nachweisen können.[62]

Unschärfe der Konzeption[Bearbeiten]

Zu den Schwächen des Attachment Parenting zählt das unzureichende theoretische Fundament dieser Lehre, besonders der Verzicht auf eine genaue Bestimmung der Grundbegriffe. Insbesondere folgende Begriffe werden bei Sears nicht eindeutig unterschieden:

  • pathogener Distress, der die Mutter-Kind-Bindung gefährdet, und „ganz normaler“ Distress, der zum Leben dazugehört und durch den Kinder emotionale Stabilität und Resilienz erwerben.[63]
  • Bedürfnisse und Wünsche des Kindes; Kritiker des Attachment Parenting haben in Frage gestellt, dass dem Verhalten eines 3½-jährige, der immer noch gestillt werden möchte, tatsächlich ein Bedürfnis zugrunde liege. Sehr wahrscheinlich gehe es hier eher um Trost als um Ernährung. Zwar sei auch das Trösten eine wichtige elterliche Aufgabe; ebenso jedoch seien Eltern dazu angehalten, ihr Kind zu lehren, sich aus eigener Kraft zu beruhigen.[63]

Eltern – insbesondere Eltern von Kindern, die dem Säuglingsalter entwachsen sind – verwechseln Rapport, Responsivität und emotionale Verfügbarkeit darum häufig mit Verhaltensweisen, die ähnlich aussehen können, erzieherisch aber problematisch sind:

  • ängstliche Dauer-Überwachung des Kindes
  • Over-Parenting, d. h. ständiges Beseitigen von Problemen, die das Kind durchaus selbst bewältigen könnte[64]
  • ständiges elterliches Mikromanagement der Kindeslaune, um das Kind rund um die Uhr glücklich zu halten[65]
  • Verzicht auf jegliche Konfrontation mit dem Kind

Evolutionäre Begründung, „Instinkthaftigkeit“[Bearbeiten]

Obwohl er von Jean Liedloff viele Anregungen empfangen hat, verweist William Sears nicht auf „Naturvölker“, unterstreicht aber die „Natürlichkeit“ seiner Lehre:

“If you were on an island, and you had no mother-in-laws, no psychologists, no doctors around, no experts, this is what you would naturally and instinctively do to give your baby the best investment you'll ever give.”

„Wenn Sie auf einer Insel wären und keine Schwiegermutter, keine Psychologen, keine Ärzte um sich hätten, dann wäre es das [Attachment Parenting], was Sie natürlicherweise und instinktiv tun würden, um Ihrem Baby die beste Investition zu geben, die Sie jemals geben werden.“

William Sears[66]

Die Entwicklungspsychologin Heidi Keller, die Mutter-Kind-Beziehungen in einer großen Bandbreite von Kulturen vergleichend untersucht hat, bezweifelt, dass das Attachment Parenting als die Rückkehr zu einer „ursprünglichen Mütterlichkeit“ beschrieben werden könne, als die es von ihren Apologeten angepriesen wird. Keller hält das Attachment Parenting keineswegs für eine Gegenentwurf zur Hightech-Welt, sondern stellt fest, dass „es paradoxerweise bestens in eine Gesellschaft aus Individualisten und Einzelkämpfern, wie wir sie in der westlichen Welt erleben“, passe. Viele der Methoden, die die Vertreter des Attachment Parenting evolutionsgeschichtlich begründen, spielen in den nicht-westlichen Kulturen gar nicht die Rolle, die ihnen romantisierenderweise zugeschrieben wird. So werden z. B. in Kamerun Kinder zunächst zwar im Tragetuch getragen, müssen dann jedoch weitaus früher das Sitzen und das Laufen lernen als in europäische und nordamerikanische Kinder; anstatt liebevollen Blickwechsel zu üben, blasen die Mütter ihren Kindern ins Gesicht, um ihnen den Blickkontakt abzugewöhnen.[20]

Auch die von den Apologeten des Attachment Parenting nachdrücklich unterstrichene „Instinkthaftigkeit“ mütterlichen Verhaltens wird von der Forschung heute nicht mehr bestätigt. So hat Sarah Blaffer-Hrdy aufgewiesen, dass mütterliches Verhalten nicht durch angeborene Instinkte, sondern biologisch determiniert ist.[67] Es wird durch das Hormon Oxytocin ausgelöst.[68] Forschungsergebnisse des Neurologen Craig Kinsley (University of Richmond) weisen darauf hin, dass mütterliches Verhalten nicht angeboren, sondern erlernt wird.[69]

Was ist eine „Bindungsstörung“?[Bearbeiten]

Der schwerwiegendste Vorwurf, der Sears gemacht worden ist, zielt darauf, dass er Eltern in seinen Büchern suggeriert, die Bindung zwischen Mutter und Kind sei auch in durchschnittlichen Familien in reichen westlichen Ländern ernstlich gefährdet und müsse durch eine Erziehung, die den Maßgaben dieser Bücher folgt, laufend gerettet werden.[70] Mütter, die dieser Lehre folgen, fühlen sich – so viele Kritiker – pausenlos insuffizient und schuldig, weil sie für ihr Kind nie genug tun können.[71]

Diese Unterstellung einer hohen Fragilität der lebensnotwendigen Mutter-Kind-Bindung wird weder von den Bindungstheoretikern noch von der Forschung gestützt. Sears und anderen Vertretern der Lehre ist vorgehalten worden, dass ihre Definition einer Störung der Mutter-Kind-Bindung nicht den Standards des psychiatrischen Klassifikationssystems DSM entspreche und eine Inflation falsch-positiver Fälle erzeuge.[72]

Unsichere Bindungen treten nur dann auf, wenn ein Kind wieder und wieder die Erfahrung macht, dass die Bezugsperson auf seine Signale und Bedürfnisse nicht eingeht, z. B. weil sie an einer Depression leidet oder weil das Kind unter desolaten Heimbedingungen aufwächst. Die Voraussetzungen, aus denen eine sichere Mutter-Kind-Bindung im Laufe des ersten Lebensjahres entsteht – Rapport bzw. Responsivität –, folgen keiner Methode. Weder garantieren Praktiken wie Stillen oder Co-Sleeping, dass die Mutter gegenüber dem Kind einfühlsam ist, noch wird eine sichere Bindung dadurch in Frage gestellt, dass die Eltern das Kind z.B. im Rahmen eines Schlaftrainings ein paar Nächte lang schreien lassen.[70]

Vermeintliche Schädlichkeit von Schlaftraining und Schreienlassen[Bearbeiten]

Zu den Gründen, die William Sears angibt, um Säuglinge möglichst niemals schreien zu lassen und um Kinder keinem Schlaftraining zu unterziehen, zählt der Hinweis, dass exzessives Schreien bei Kindern aufgrund erhöhter Cortisolausschüttungen zu Hirnschäden führen könne. Dieser Standpunkt ist durch die Forschung nicht bestätigt worden.

Für Einzelheiten siehe den Artikel Schlaftraining.

„Breast is Best“ – Stillen vs. Flaschenernährung[Bearbeiten]

Sears vertritt die Auffassung, dass Stillen der körperlichen, der emotionalen und der intellektuellen Entwicklung des Kindes zuträglicher sei als Flaschenfütterung.[73] Für reiche Länder der westlichen Welt wird auch dieser Standpunkt von der Forschung heute nicht mehr bedingungslos unterstützt. Mehrfach konnte inzwischen nachgewiesen werden, dass die vermeintliche Überlegenheit der Brustfütterung aus vielen Studien als Artefakt hervorgeht, weil diese Studien potentielle alternative Faktoren von vornherein nicht in Betracht gezogen haben. Die sehr machtvollen Effekte, die sozioökonomische Faktoren (z.B. Schichtzugehörigkeit und Bildung der Mutter) auf die körperliche, seelische und intellektuelle Entwicklung von Kindern haben, werden – weil dieselben Faktoren auch die Fütterungspräferenzen beeinflussen – dann fälschlich als Effekte des Stillens interpretiert.[74] So hat Cynthia G. Colen (Ohio State University) in einer Studie zeigen können, dass die mit der Flasche aufgezogenen Geschwister von Brustkindern in puncto ihres körperlichen, seelischen und geistigen Gedeihens keinerlei Unterschiede zu ihren gestillten Geschwistern aufwiesen.[75]

Ständige körperliche Nähe nach dem ersten Lebenshalbjahr[Bearbeiten]

Interpretationen von Sears Lehre, die darauf hinauslaufen, Mutter und Kind auch über das erste Lebenshalbjahr hinaus in einer symbiotischen Verbindung zu halten, stehen im Widerspruch zu den Einsichten z. B. von Donald Winnicott, der bereits in den ausgehenden 1940er Jahren detailliert beschrieben hat, wie gesunde Kinder sich spätestens nach dem 6. Lebensmonat ganz normal aus der dieser Symbiose zu lösen beginnen.[76] Wendy Mogel hat das Schlagwort von einer „anteilnehmenden Distanz“ (engl. compassionate detachment) geprägt, mit der Eltern, statt sich festzuklammern, der wachsenden Selbstständigkeit ihres Kindes Rechnung tragen sollten.[77] Viele Autoren halten es für erzieherisch bedenklich, Kindern auch nach dem neunten Lebensmonat noch ständig am Körper der Mutter zu halten, weil dies mit den natürlichen Autonomiebestrebungen eines Kindes nicht zu vereinbaren sei; im deutschsprachigen Raum haben sich in diesem Sinne u.a. Michael Winterhoff und Sabine Völkl-Kernstock (Medizinische Universität Wien) geäußert.[78]

Feministische Perspektive[Bearbeiten]

In seinem Buch The Complete Book of Christian Parenting and Child Care (1997) hatte Sears, der ein evangelikaler Christ ist, keinen Zweifel daran gelassen, dass die Berufstätigkeit von Müttern ablehnt, weil er davon überzeugt ist, dass sie dem Kind schade:[40]

“[Some] mothers choose to go back to their jobs quickly simply because they don't understand how disruptive that is to the well-being of their babies. So many babies in our culture are not being cared for in the way God designed, and we as a nation are paying the price.”

„[Einige] Mütter entscheiden sich, schnell zu ihrem Job zurückzukehren, weil sie nicht begreifen, wie zerstörerisch dies für das Wohl ihre Babys ist. So viele Kinder in unserer Kultur werden nicht auf die Weise versorgt, die Gott vorgesehen hat, und wir als Nation bezahlen dafür den Preis.“

William Sears: The Complete Book of Christian Parenting and Child Care (1997)

Katha Pollitt stellte fest, dass jede Form von intensiver, obsessiver Mütterlichkeit verheerende Konsequenzen für die gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen habe.[42] In Frankreich hat Elisabeth Badinter argumentiert, Over-Parenting, Obsession mit waschbaren Windeln und organischer, selbst zubereiteter Kleinkindkost, und Erziehungspraktiken wie die von Sears empfohlenen mit Stillen bis ins Kleinkindalter führten Frauen in überkommene Geschlechtsrollenmuster zurück. Badinters Buch Der Konflikt. Die Frau und die Mutter (2010) wurde in den Vereinigten Staaten teilweise kritisch aufgenommen, u.a. deshalb, weil es dort keinen staatlich geförderten Erziehungsurlaub gibt und viele Frauen es als Luxus empfinden, während der ersten Lebensjahre ihrer Kinder nicht arbeiten gehen zu müssen.[79] Trotzdem hat die Gynäkologin Amy Tuteur (vormals Harvard Medical School) konstatiert, dass das Attachment Parenting auf eine – angesichts der mühsam errungenen Erfolge der Frauenbewegung mehr als zweifelhafte – neuerliche Unterwerfung des weiblichen Körpers unter gesellschaftliche Kontrolle hinauslaufe.[80]

Mayim Bialik hat ihre Auffassung, Attachment Parenting sei im Gegenteil eine feministische Option, in einem Artikel in den New York Times damit begründet, dass es einen Gegenentwurf zur – männlich dominierten – Übermacht der Ärzte darstelle, die die Bereiche Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft traditionell geprägt haben.[81]

Eine „Kultur der totalen Mutterschaft“[Bearbeiten]

In ihrem 2005 erschienenen Buch Perfect Madness. Motherhood in the Age of Anxiety hat Judith Warner kritisiert, dass der starke Einfluss, den das Attachment Parenting auf die amerikanische Mainstream-Erziehung nehme und der eine „Kultur der totalen Mutterschaft“ etabliert habe, dazu führe, dass Mütter heute überzeugt sein, sie müssten augenblicklich auf jedes Bedürfnis ihres Kindes eingehen, um es nicht dem Risiko lebenslanger „Verlassenheitsprobleme“ (abandonment issues) auszusetzen.[82] Bereits 1996 hatte die Soziologin Sharon Hays eine neu entstandene „Ideologie der intensiven Mutterschaft“ (intense mothering) beschrieben. Kennzeichnend für diese Ideologie sei es, dass die Erziehungsverantwortung primär den Müttern aufgebürdet werde und dass die Erziehung Kind-zentriert, Experten-geleitet, emotional absorbierend, arbeitsintensiv und finanziell aufwändig sei. Motive für die Überfrachtung der Mutterschaft sah Hays in dem idealistischen Versuch, ein gesellschaftliches System, das auf individuellem Egoismus und auf Konkurrenz basiere, durch ein kompensierendes Prinzip selbstloser Mütterlichkeit ins Gleichgewicht zu bringen. Jedoch erfolge jede Form von intensiver Mutterschaft, bei der die Bedürfnisse von Kindern systematisch über die ihrer Mütter gestellt werden, zwangsläufig zum wirtschaftlichen und persönlichen Nachteil von Müttern.[83]

Ein Forscherteam an der University of Mary Washington hat 2014 in einer Studie nachgewiesen, dass 23 % der Mütter, die von der Überlegenheit intensiver Mutterschaft überzeugt sind, Zeichen von Depressionen aufweisen; unter durchschnittlichen Müttern ist dies nur bei 6,7 % der Fall.[84]

Literatur[Bearbeiten]

  • Mayim Bialik: Beyond the Sling. A Real-Life Guide to Raising Confident, Loving Children the Attachment Parenting Way. Touchstone 2012, ISBN 978-1-4516-6218-4.
  • Inga Schörmann: Tragetuch und Familienbett. In: Die Zeit. 3. Juni 2014
  • William Sears, Martha Sears: The Attachment Parenting Book : A Commonsense Guide to Understanding and Nurturing Your Baby. 2001.
    • deutsch: Das Attachment Parenting Buch: Babys pflegen und verstehen. tologo Verlag, 2012, ISBN 978-3-940596-28-4.
  • William Sears, Martha Sears: The Baby Book. Everything You Need to Know About Your Baby from Birth to Age Two. Little, Brown and Company, 2003, ISBN 0-316-77800-1. (erstmals 1993)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  William Sears, Martha Sears: The Breastfeeding Book. Everything You Need to Know About Nursing Your Child From Birth Through Weaning. Little, Brown and Company, New York 2008, ISBN 978-0-316-04752-4, S. 322.(eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  2. About Attachment Parenting International's West LA Group. Abgerufen am 16. Januar 2015.
  3. Ten Problems with Attachment Parenting. Abgerufen am 14. Januar 2015.; Marti Erickson: Good Enough Moms & Dads: Separating Fact from Fiction about Parent-Child Attachment. Abgerufen am 20. Januar 2015.
  4. Understanding The Continuum Concept. Abgerufen am 15. Januar 2015.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAt 95, Brazelton shares 'A Life Caring for Children'. In: USA Today. 1. Mai 2013, abgerufen am 16. Januar 2015.
  6. Kate Pickert: The Man Who Remade Motherhood. In: Time Magazine. 21. Mai 2012; Parents Do What’s Right for Them, Not for the Kids. Abgerufen am 14. Januar 2015. Time Magazine, 10. Mai 2012.
  7. Attachment Parenting Made Easier. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  8. The Natural Child Project Jan Hunts Webseite
  9. The Seven Baby Bs:  William Sears u.a.: The Portable Pediatrician. Everything You Need to Know About Your Child’s Health. Little, Brown and Company, New York/ Boston/ London 2011, ISBN 978-0-316-01748-0. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  10. Why do babies cry. Abgerufen am 29. Januar 2015.
  11. 20 Tips to Stop Quibbling Siblings and Promote Sibling Harmony. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  12. Refusing to Stay at Preschool. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  13. Helping Toddlers Handle Tantrums. Abgerufen am 13. Januar 2015.
  14. Breaking Annoying Habits. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  15. Head banging. Abgerufen am 14. Januar 2015.; Head Banging. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  16. a b Ways to Get Your Baby to Sleep and Stay Asleep. Abgerufen am 16. Januar 2015.
  17. Ten Problems with Attachment Parenting. Abgerufen am 14. Januar 2015.; Amanda Enaryati: Should babies be allowed to 'cry it out'? Abgerufen am 16. Januar 2015.
  18. 10 Ways Attachment Parenting Discipline is Easier. Abgerufen am 29. Januar 2015.
  19. Healthy discipline for children. Abgerufen am 29. Januar 2015.; William Sears, Martha Sears: The Discipline Book: Everything You Need to Know to Have a Better-Behaved Child From Birth to Age Ten, 1995.
  20. a b "Urform der Mutterliebe gibt es nicht". Abgerufen am 13. Januar 2015.; Ten Problems with Attachment Parenting. Abgerufen am 13. Januar 2015.; The mommy wars – did modern mothering become a monastic servitude contest? Abgerufen am 20. Januar 2015.
  21. Mayim Bialik: From Big Bang Theory to attachment parenting. Abgerufen am 14. Januar 2015.; Celebrity Quack Moms Are a Terrible Influence on Everyday Parents. Abgerufen am 29. Januar 2015.; Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format6 Celebs Who Attachment Parent. In: ABC News. 3. April 2014, abgerufen am 21. Januar 2015.; Kimya Dawson of the Moldy Peaches Talks Attachment Parenting. Abgerufen am 21. Januar 2015.; Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHollywood Star Talks About Co-Sleeping, Baby-Wearing and Unschooling. In: ABC News. 5. März 2012, abgerufen am 14. Februar 2015.
  22. Attachment Parenting International Offizielle Webseite
  23. Breastfeeding, Childbirth and Parenting Experts Gather for La Leche League International 50th Anniversary Conference. Abgerufen am 14. Januar 2015.; La Leche League of Washington's response to Time Magazine May cover. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  24.  Sandra Dodd: Big Book of Unschooling. 3. Auflage. 2009, ISBN 978-0-557-18155-1, S. 57.
  25. Attachment Parenting Europe. Abgerufen am 28. Februar 2015.
  26. Attachment parenting: what's the problem? Abgerufen am 21. Januar 2015. The Guardian, 21. Mai 2012.
  27. Erbeerkinder Hamburg. Abgerufen am 30. Januar 2015.; Einfach Eltern. Abgerufen am 30. Januar 2015.
  28. Attachment Parenting Kongress 2014. Abgerufen am 21. Januar 2015.
  29. Attachment Parenting Kongress 2016. Abgerufen am 16. Juni 2015.
  30. Michael Abou-Dakns Webseite (Evangelische Hochschule Berlin). Abgerufen am 30. Januar 2015.
  31. Katja Saalfrank: „Für mich war das in den letzten Jahren ein intensiver Prozess “. Abgerufen am 30. Januar 2015.
  32. Eva Solmaz: Besucherritze: Ein ungewöhnliches Schlaf-Lern-Buch. Books on Demand 2012, ISBN 978-3-8448-0771-4.
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