Winfried Pinger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Winfried Pinger (* 15. Mai 1932 in Lindlar) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Politiker (CDU).

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pinger studierte von 1952 Rechtswissenschaften, Volks- und Betriebswirtschaften an der Universität zu Köln. Dort wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindung KStV Rheinpfalz Köln im KV. 1955 macht er seine Referendarexamen. 1958 wurde er mit einer Arbeit über ein verfassungsrechtliches Thema an der Kölner Universität zum Dr. jur. promoviert. 1960 machte er sein Assessorexamen. Von 1960 bis 1974 sowie ab 1980 war er als Rechtsanwalt beim Landgericht Köln tätig. 1972 habilitierte sich Pinger; von 1974 bis 1984 war er ordentlicher Professor für Zivilrecht und Zivilprozessrecht an der Universität Bielefeld.

Winfried Pinger ist Partner mit dem Arbeitsschwerpunkt Recht der Unternehmensnachfolge und Erbrecht der Kölner Rechtsanwaltskanzlei CBH. Zudem ist er Vorsitzender der Kölner Vereinigung für Erbrecht und Unternehmensnachfolge. Er ist Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Vermögensberatung AG in Frankfurt am Main. Er ist Vorsitzender des Stiftungskuratoriums der „Peter-Hesse-Stiftung“, die Selbsthilfeprojekte in Haiti unterstützt. Ferner engagiert er sich als Vorsitzender des Kuratoriums der W. P. Schmitz-Stiftung, Düsseldorf, eine gemeinnützige Stiftung für Entwicklungshilfe. Zudem ist er wissenschaftlicher Berater des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) und leitet dort den Arbeitskreis „Unternehmerische Entwicklungszusammenarbeit“ mit dem Schwerpunktthema Mikrofinanz.

Winfried Pinger ist verheiratet und hat sechs Kinder.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pinger ist seit 1957 Mitglied der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU). Seit 1974 ist er stellvertretender Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU in Nordrhein-Westfalen, seit 1969 Mitglied des Bundesvorstandes der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winfried Pinger war Mitglied des Deutschen Bundestages von 1969 bis 1972 und wieder von 1976 bis 1998. Er wurde über die Landesliste Nordrhein-Westfalen gewählt.

Von 1982 bis 1998 war er Vorsitzender der Arbeitsgruppe wirtschaftliche Zusammenarbeit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie entwicklungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion.

Winfried Pinger war ordentliches Mitglied des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Deutschen Bundestages sowie stellvertretendes Mitglied des Finanzausschusses. Zudem war er Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der OSZE sowie stv. Mitglied der Interparlamentarischen Union.

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Ein schlafender Riese, der geweckt werden muß.“ – Winfried Pinger zum deutschen Mittelstand.[1]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Winfried Pinger, Dieter Eickmann: Immobiliarsachenrecht. Müller Heidelberg 1988, ISBN 3-8114-3987-1.
  • Winfried Pinger, Ulf Scharrelmann, Marita Thissen: 20 Probleme aus dem BGB, das Eigentümer-Besitzer-Verhältnis. Metzner Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-7875-2233-6.
  • Winfried Pinger, Harm Peter Westermann, Karl-Heinz Gursky: Grundlagen und Recht der beweglichen Sachen. Müller, Heidelberg 1990, ISBN 3-8114-0288-9.
  • Winfried Pinger: Entflechtung, Privatisierung, Mittelstand: soziale Marktwirtschaft in der DDR. Mittelstands-Verlag, Bonn 1990, ISBN 3-923148-44-5.
  • Winfried Pinger: Die neue Entwicklungspolitik: Konsequenzen für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Nomos, Baden-Baden 1997, ISBN 3-7890-5035-0.
  • Winfried Pinger: Armutsbekämpfung: eine Herausforderung für die deutsche Entwicklungspolitik. Horlemann, Bad Honnef 1998, ISBN 3-89502-077-X.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Audimax ING – Ausgabe 4/2012; ISSN 1863-2866