Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung

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Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) ist eine gemeinsame Unterorganisation der beiden deutschen Unionsparteien, wobei die Mittelstandsorganisation der CSU unter dem Namen Mittelstands-Union tätig ist. Sie ist die innerparteiliche Interessenvertretung der Unternehmer, Selbständigen und Freiberufler in CDU und CSU. Sie gehört traditionell zu den einflussreichen Vereinigungen der Union. Bundesvorsitzender ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem es bereits seit 1949 diverse Zusammenschlüsse der mittelständischen Wirtschaft innerhalb von CDU und CSU gegeben hatte, bildeten sich parallel in beiden Parteien 1954 der Mittelstandsausschuss der CSU sowie der Unterausschuss für Mittelstandsfragen der CDU. Diese wurden unter dem mittelstandspolitischen Sprecher Kurt Schmücker zu einem Gemeinschaftsausschuss zusammengefasst, der seinen Sitz in Bonn hatte. Aus diesem Ausschuss ging 1956 die Mittelstandsvereinigung hervor. Ihr wurde auf dem CDU-Bundesparteitag der Status einer eigenständigen Vereinigung zuerkannt. 1995 schloss sich diese Mittelstandsvereinigung mit der Wirtschaftsvereinigung zusammen.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung versteht sich als der organisatorische Zusammenschluss von mittelständischen und wirtschaftspolitisch interessierten Personen wie Gewerbetreibende, Handwerker, Unternehmer, Angehörige der Freien Berufe sowie von in der Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung verantwortlich tätigen Leistungsträgern. Die MIT steht zur freiheitlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, zur Sozialen Marktwirtschaft auf der Grundlage von Eigeninitiative und Eigenverantwortung.[2] Im Parlamentskreis Mittelstand (PKM) innerhalb der Bundestagsfraktion von CDU und CSU setzen sich 188 Abgeordneten (Stand März 2015), viele von ihnen in führenden Funktionen, für die Lösung mittelständischer Probleme ein.[3] Darüber hinaus wirkt der PKM als Verbindungsorgan der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu den mittelständischen Organisationen, insbesondere den Kammern und Verbänden der mittelständischen Wirtschaft sowie der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU.[4]

Die MIT veröffentlicht im GK MittelstandsMagazin Verlag GmbH ihre Mitgliederzeitschrift MittelstandsMagazin mit einer Druckauflage von 43.000 Stück.[5]

Landesverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung ist eine gemeinsame Organisation von CDU/CSU,[2] jedoch trägt der bayrische Landesverband den Namen Mittelstands-Union und ist eine Arbeitsgemeinschaft der CSU.[6] Die Landesverbände sind teils weiter untergliedert in Bezirks- und Kreisverbände, im Internet gibt es auch einen Virtuellen Kreisverband.

Landesverband Landesvorsitzende Mitglieder
Baden-Württemberg Daniel Hackenjos 3.598
Bayern (Mittelstands-Union) Hans Michelbach MdB 3.942
Berlin Martin Sattelkau 737
Brandenburg Uwe Feiler 355
Bremen Jochen Leinert 118
Hamburg Hjalmar Stemmann MdHB 369
Hessen Frank Hartmann 1.911
Mecklenburg-Vorpommern Dietrich Monstadt MdB 264
Niedersachsen Werner Lübbe 5.210
Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst MdL 8.097
Rheinland-Pfalz Gereon Haumann 970
Saarland Bernd Wegner MdL 392
Sachsen Markus Reichel 416
Sachsen-Anhalt Klaus-Dieter Weber 519
Schleswig-Holstein Momme Thiesen 616
Thüringen Gerd Albrecht 510

Bundesvorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe auch: Wirtschaftsrat der CDU

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andreas Mihm: Carsten Linnemann führt künftig den Unions-Wirtschaftsflügel. In: faz.net. 11. Oktober 2013, abgerufen am 11. Dezember 2014.
  2. a b Geschichte der MIT
  3. Parlamentskreis Mittelstand: Parlamentskreis Mittelstand. In: CDU/CSU Franktion. publisher. Archiviert vom Original am 29. April 2014. Abgerufen am 26. März 2015.
  4. Parlamentskreis Mittelstand (PKM)
  5. Mediadaten 2011 (PDF; 1,2 MB), MittelstandsMagazin Impressum: Für Mitglieder der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU ist der Bezug des MIT-Magazins im Mitgliedsbeitrag enthalten.
  6. Arbeitsgemeinschaften, Arbeitskreise, Kommissionen der CSU

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]