Wippingen (Blaustein)

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Wippingen
Stadt Blaustein
Koordinaten: 48° 25′ 39″ N, 9° 51′ 48″ O
Höhe: 641 m ü. NHN
Einwohner: 1129 (31. Dez. 2019)
Eingemeindung: 1. Oktober 1974
Postleitzahl: 89134
Vorwahl: 07304
Evangelische Pfarrkirche Wippingen

Wippingen ist ein Stadtteil von Blaustein im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Im Zuge der Gemeindereform wurde Wippingen am 1. Oktober 1974 gemeinsam mit seinem Ortsteil Lautern in die erst 1968 gegründete Gemeinde Blaustein eingemeindet.[1] Das Dorf liegt auf der Flächenalb zwischen Lauter- und Blautal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wippingen wird erstmals im 11. Jahrhundert überliefert. Das Kloster Blaubeuren erhielt hier bei seiner Gründung Besitz. 1225 war das Kloster Elchingen in Wippingen begütert. Dessen Besitz kam 1343 an die Deutschordenskommende Ulm, eine Kommende des Deutschen Ordens in Ulm. Die Ortsherrschaft mit beträchtlichem Grundbesitz ging 1447 von den Grafen von Helfenstein an Württemberg.

Daneben waren unter anderem das Spital in Ulm seit 1490 und das Adelsgeschlecht derer von Stadion seit 1539 in Wippingen begütert. 1611 brannte das Dorf bis auf einen Hof ab. Der Anteil der Herren von Stadion wurde 1700 an die Deutschordenskommende Altshausen verkauft.

Um 1800 hatte Württemberg neben der Landesherrschaft die hohe und forstliche sowie außerhalb des Etters auch die Niedere Gerichtsbarkeit inne, während innerhalb des Etters jeder Grundherr die Niedergerichtsbarkeit über seine Untertanen ausübte.

Der Ulmer Teil kam 1803 und derjenige der Kommende Ulm 1806 an das Königreich Bayern, der Teil der Kommende Altshausen 1806 an das Königreich Württemberg, das durch den Grenzvertrag zwischen Bayern und Württemberg 1810 auch den bayerischen Anteil erhielt. Der Ort wurde dem Oberamt Blaubeuren unterstellt. 1938 kam Wippingen zum Landkreis Ulm und wurde am 1. Oktober 1974 nach Blaustein eingemeindet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wippingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 543.
  2. Informationen zur Orgel der Kirche auf Organ index. Abgerufen am 19. Januar 2022.