Wolfgang Gerok

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Wolfgang Gerok (* 27. März 1926 in Tübingen) ist ein deutscher Mediziner. Er ist Internist mit den Schwerpunkten Gastroenterologie, Hepatologie und Stoffwechselkrankheiten.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Geroks Vater Eduard Gerok war promovierter Politologe und Fabrikdirektor. Die Mutter war eine Tochter des württembergischen Staatspräsidenten Johannes von Hieber und hatte neben ihrem Sohn Wolfgang Gerok noch drei Söhne und eine Tochter. Geroks Onkel Walter Hieber war Professor für anorganische Chemie an der Technischen Hochschule in München.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerok studierte Medizin an den Universitäten in Tübingen und Freiburg. Nach dem Studium begann er im Max-Planck-Institut für Biochemie und am Pathologischen Institut der Universität Tübingen mit seiner wissenschaftlichen Ausbildung. Seine klinische Ausbildung absolvierte er in Zürich, Marburg, Tübingen und Mainz. Von 1968 bis 1994 hatte er den Lehrstuhl für Innere Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg inne und war Ärztlicher Direktor der Abteilung Innere Medizin II der von Georg Wilhelm Löhr mitgeleiteten Medizinischen Universitätsklinik Freiburg.

1987 bis 1988 war er Vorsitzender der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte. Von 1987 bis 1995 war Wolfgang Gerok Mitglied des Senats der Max-Planck-Gesellschaft.

Mit Paul Schölmerich und Rudolf Gross gab er ein Lehrbuch der Inneren Medizin heraus.

Gerok hat entscheidend die Weiterentwicklung der klinischen und wissenschaftlichen Hepatologie mitgeprägt. Sein Arbeitsschwerpunkt war die Biochemie der Gallensekretion und der Gallensäurestoffwechsel, der Regulation des Aminosäuren- und Proteinstoffwechsels in der Leber sowie die Molekularbiologie der Hepatitisviren.[1][2]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Wolfgang Geroks Ehe gingen zwei Töchter hervor.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Gross, Paul Schölmerich, Wolfgang Gerok (Hrsg.): 1000 Merksätze Innere Medizin. 4., völlig neu bearbeitete Auflage. Schattauer, Stuttgart/New York 1989 (= UTB für Wissenschaft / Uni-Taschenbücher. Band 522), ISBN 3-7945-1282-0, S. IV f. und IX.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Med Klin 2001: Verleihung der Gustav-von-Bergmann-Medaille an Prof. Dr. med. Dr. h.c. Wolfgang Gerok (20 kByte, pdf)
  2. Deutsches Ärzteblatt: Geburtstage
  3. Mitgliedseintrag von Wolfgang Gerok bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 6. Juli 2016.