Wolfgang Volz

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Wolfgang Volz (* 17. Januar 1948 in Tuttlingen) ist ein deutscher Fotograf, der insbesondere durch seine Zusammenarbeit mit dem Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude, deren Kunstwerke er seit 1972 exklusiv fotografiert, weltbekannt ist. So ist er berühmt geworden als „Das Auge von Christo und Jeanne-Claude“ (Werner Spies)[1].

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der in Tuttlingen geborene Volz zog noch im ersten Lebensjahr mit seinen Eltern nach Ravensburg und wuchs dort auf.[2] Wolfgang Volz studiert bis 1974 an der Folkwangschule in Essen bei Otto Steinert. Er beendet das Studium mit einer Diplomarbeit „Planetarischer Reiseführer – Die Erde“ bei Professor Erich von Endt. Er arbeitet fortan freiberuflich als Fotograf. Schon 1971 lernt Volz das Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude kennen. Er arbeitet für sie zunächst als Fotograf, später auch als technischer Leiter bei Großprojekten wie dem verhüllten Reichstagsgebäude. Bei den Verhüllten Bäumen und der Installation „Die Mauer, 13.000 Ölfässer“ ist er technischer Direktor. „Wir können Christo, Jeanne-Claude und Wolfgang Volz überhaupt nicht mehr voneinander trennen. Wir begegnen einer unzerstörbaren Trinität.“ (Werner Spies)[1] Seine Fotografien der Projekte von Christo und Jeanne-Claude werden in hunderten Ausstellungen gezeigt.

„Außer Atem von einem Standpunkt zum anderen eilen, um nichts zu verpassen. Eine große Verantwortung, denn die Fotos sind das, was am Ende bleibt.“

Wolfgang Volz: ManMade Planet

Wolfgang Volz arbeitet ebenso an eigenen Projekten und für Auftraggeber aus der Wirtschaft (u. a. DaimlerChrysler, Siemens und Buderus). Er veröffentlicht seine Bilder in zahlreichen namhaften Zeitschriften wie z. B. in Geo, Art Kunstmagazin, Wirtschaftswoche und Bild der Wissenschaft; darunter sind mehr als 100 Titelbilder. Daneben arbeitet er auch als Ausstellungskurator. 2001 realisiert er die Ausstellung Blaues Gold im Gasometer Oberhausen. 2007 ist er gemeinsam mit Peter Pachnicke für die Ausstellung Das Auge des Himmels – Satellitenbilder der Erde im Gasometer Oberhausen verantwortlich.

2013 war Volz Projektleiter der Installation Big Air Package von Christo im Gasometer Oberhausen, eine zweite aufblasbare Kunststoffhülle, die den Raum ausfüllte.

1988 heiratet Volz Sylvia Schmidt, die auch bei den Projekten von Christo und Jeanne-Claude fotografiert. Wolfgang Volz lebt und arbeitet in Stockholm.[3]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002 China Landscape. Ausstellung LUDWIG GALERIE, Schloss Oberhausen
  • 2003 CHINA-USA Landschaften von Wolfgang Volz. Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen, Saarlouis
  • 2005 ManMade Planet - Photographies by Wolfgang Volz. Chelsea Art Museum, New York
  • 2006 Photographien von Kunstlandschaften, Kunstverein Region Heinsberg

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christo and Jeanne-Claude: The Umbrellas. Japan 1984–1991. 2 Bde. Taschen Verlag, Köln 1999, ISBN 3-8228-7477-9
  • Christo and Jeanne-Claude: The Wall, Gasometer Oberhausen. Taschen Verlag, Köln 1999, ISBN 3-8228-6625-3
  • Jeanette Schmitz, Wolfgang Volz: Gasometer Oberhausen. Taschen Verlag, Köln 1999, ISBN 3-8228-6877-9
  • Christo und Jeanne-Claude: Wrapped Reichstag. Taschen Verlag, Köln 2002, ISBN 3-8228-5504-9
  • Wolfgang Volz: ManMade Planet. Zu Klampen, Springe 2004, ISBN 3-934920-60-8
  • Christo und Jeanne-Claude: The Gates, Central Park New York City. Taschen Verlag, Köln 2005. ISBN 3-8228-4242-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Werner Spies: Wolfgang Volz – Das Auge von Christo und Jeanne-Claude (Memento vom 3. Juli 2007 im Internet Archive)
  2. Wolfgang Volz (Tuttlingen) (Memento vom 22. Februar 2016 im Internet Archive)
  3. NDR: Projekte von Christo und Jeanne-Claude, abgerufen am 17. August 2016.