XLAG-Syndrom

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Klassifikation nach ICD-10
Q04.3 Sonstige Reduktionsdeformitäten des Gehirns
ICD-10 online (WHO-Version 2016)

Das XLAG-Syndrom, Akronym für X-chromosomale Lissenzephalie mit Anormalität an den Genitalien, ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit den Hauptmerkmalen Lissenzephalie, Corpus-callosum-Agenesie und Anomalie der Geschlechtsorgane.

Es betrifft nur das männliche Geschlecht.[1]

Synonym: Lissencephaly, X-linked 2; LISX2

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Häufigkeit ist nicht bekannt, etwa 30 Familien sind bislang beschrieben worden. Die Vererbung erfolgt X-chromosomal.[1][2]

Ursache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Erkrankung liegen Mutationen im ARX (aristaless-related homeobox)-Gen an der Location Xp21.3 zugrunde.[3]

Weitere Erkrankungen mit Mutationen am ARX-Gen sind:[4]

Klinische Erscheinungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klinische Kriterien sind:[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstbeschreibung stammt aus dem Jahre 1999 durch den US-amerikanischen Kinderarzt William B. Dobyns und Mitarbeiter.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ö. M. Özdemir, M. Cağlar, A. Koçyiğit, N. O. Dündar et al.L: Primary hypogonadism in a case with XLAG syndrome. In: Journal of pediatric endocrinology & metabolism : JPEM. Bd. 25, Nr. 11–12, 2012, S. 1161–1163, doi:10.1515/jpem-2012-0266, PMID 23329764.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c XLAG-Syndrom. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten).
  2. Genetics Home Reference
  3. Hydranencephaly with abnormal genitalia. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
  4. ARX. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
  5. CORPUS CALLOSUM, AGENESIS OF, WITH ABNORMAL GENITALIA. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
  6. W. B. Dobyns, E. Berry-Kravis, N. J. Havernick, K. R. Holden, D. Viskochil: X-linked lissencephaly with absent corpus callosum and ambiguous genitalia. In: American journal of medical genetics. Bd. 86, Nr. 4, Oktober 1999, S. 331–337, PMID 10494089 (Review).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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