Xiaodong Wang

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Xiaodong Wang (chinesisch 王曉東 / 王晓东Pinyin Wāng Xiǎodōng; * 1963 in Wuhan, Volksrepublik China) ist ein amerikanischer[1] Biochemiker und Molekularbiologe.

Leben[Bearbeiten]

Wang erwarb 1984 an der Pädagogischen Universität Peking einen Abschluss in Biologie und 1991 bei Richard Padgett am University of Texas Southwestern Medical Center einen Ph.D. in Biochemie. Als Postdoktorand arbeitete er dort bei den Nobelpreisträgern Michael S. Brown und Joseph L. Goldstein zur Cholesterin-Regulation durch das Protein SREBP. 1995 erhielt Wang an der Abteilung für Biochemie der Emory University in Atlanta, Georgia, eine erste Professur (Assistant Professor) und ein eigenes Labor, wo er begann, sich intensiv mit der Apoptose und ihrer Regulation zu befassen. 1996 ging Wang zurück ans University of Texas Southwestern Medical Center unter dem dortigen neuen Leiter der Biochemie, Steve McKnight. Seit 1997 forscht Wang zusätzlich für das Howard Hughes Medical Institute.

Heute (Stand 2012) forscht Wang am National Institute of Biological Sciences in Peking, dessen Kodirektor er ist. Wang ist verheiratet.

Wirken[Bearbeiten]

Wang gilt als Pionier in der Erforschung der Effektor-Mechanismen der Apoptose, die sich im Zytosol entlang der Mitochondrien abspielen. Wang identifizierte und charakterisierte den Apoptosom genannten Komplex aus Cytochrom c, Apaf-1 und Caspase-9, der den Zelltod herbeiführt. Darüber hinaus entdeckte Wang weitere Regulatorproteine der Apoptose, darunter DFF, EndoG und SMAC. Wangs Forschungen zeigten einen Stoffwechselweg in Mitochondrium und Zellkern hinein und aus diesen heraus.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Nick Zagorski: Profile of Xiaodong Wang. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. 2006 January 3; 103(1): 7–9. doi:10.1073/pnas.0509187103

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Er bekam 2004 den NAS Award in Molecular Biology, der nur an Staatsbürger der USA vergeben werden kann.
  2. Eli Lilly Award in Biological Chemistry, Preisträger 1935 bis 2012 (PDF; 46 kB); abgerufen am 23. Februar 2012
  3. NAS Award in Molecular Biology bei der National Academy of Sciences (nasonline.org); abgerufen am 23. Februar 2012
  4. The Shaw Laureate in Life Science and Medicine 2006 bei shawprize.org; abgerufen am 19. Februar 2012
  5. Richard Lounsbery Award bei der National Academy of Sciences (nasonline.org); abgerufen am 23. Februar 2012
  6. EMBO enlarges its membership for 50th anniversary. Pressemitteilung vom 8. Mai 2014 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de)