Yves Angelo

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Yves Angelo (* 22. Januar 1956 in Frankreich) ist ein französischer Kameramann, Regisseur und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten]

Yves Angelo studierte an der Filmhochschule École Louis-Lumière, wo er 1975 seinen Abschluss machte. Ende der 1970er Jahre sammelte er erste praktische Erfahrungen als Kameraassistent von Filmen wie Jeanne Moreaus Mädchenjahre (L’Adolescente, 1979), Bertrand Taverniers Ein Sonntag auf dem Lande (Un dimanche à la campagne, 1984) und Bruno Nuyttens Camille Claudel (1988). 1990 erhielt Angelo erstmals den César in der Kategorie Beste Kamera für den Film Nächtliches Indien (Nocturne indien, 1989). Zwei Jahre später gewann er den französischen Filmpreis für Die siebente Saite (Tous les matins du monde, 1991) erneut. 1994 folgte für Claude Berris Germinal (1993) der dritte César, wodurch Angelo neben Thierry Arbogast und Philippe Rousselot den César in der Kategorie Beste Kamera am häufigsten gewinnen konnte. Noch im selben Jahr lieferte er mit der Balzac-Verfilmung Die Auferstehung des Colonel Chabert (Le Colonel Chabert) mit Gérard Depardieu und Fanny Ardant sein Regiedebüt, für das er auch das Drehbuch schrieb. Für den Film erhielt er eine César-Nominierung in der Kategorie Bestes Erstlingswerk sowie die Goldene Pyramide beim Cairo International Film Festival.

Sein Film Voleur de vie nahm 1998 am Wettbewerb um den Goldenen Löwen bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig teil. Er ist weiterhin auch als Kameramann tätig, als solcher besonders häufig unter der Regie von Alain Corneau, für den er nach Nächtliches Indien und Die siebente Saite auch Mit Staunen und Zittern (Stupeur et tremblements, 2003), Worte in Blau (Les Mots bleus, 2005) und Le deuxième souffle (2007) in Szene setzte.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Kamera

  • 1989: Bell mir das Lied vom Tod (Baxter)
  • 1989: Nächtliches Indien (Nocturne indien)
  • 1989: Liebe, Betrug und andere Leidenschaften (Chambre à part)
  • 1991: Rückkehr eines Toten (Netchaïev est de retour)
  • 1991: Die siebente Saite (Tous les matins du monde)
  • 1992: Ein Herz im Winter (Un cœur en hiver)
  • 1992: L’Accompagnatrice
  • 1993: Germinal
  • 2003: Mit Staunen und Zittern (Stupeur et tremblements)
  • 2005: Worte in Blau (Les Mots bleus)
  • 2007: Le deuxième souffle
  • 2008: La Jeune fille et les loups
  • 2010: Liebe und Intrigen (Crime d’amour)
  • 2011: Tu seras mon fils
  • 2012: L’Oncle Charles

Drehbuch und Regie

  • 1994: Die Auferstehung des Colonel Chabert (Le Colonel Chabert)
  • 1997: Un air si pur …
  • 1998: Voleur de vie
  • 2001: Pas d’histoires!
  • 2002: Sur le bout des doigts
  • 2005: Les Âmes grises

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1990: César in der Kategorie Beste Kamera für Nächtliches Indien
  • 1992: César in der Kategorie Beste Kamera für Die siebente Saite
  • 1993: Zwei Nominierungen für den César in der Kategorie Beste Kamera für Ein Herz im Winter und L’Accompagnatrice
  • 1994: César in der Kategorie Beste Kamera für Germinal
  • 1994: Goldene Pyramide beim Cairo International Film Festival für Die Auferstehung des Colonel Chabert
  • 1995: Eine Nominierung für den César in der Kategorie Bestes Erstlingswerk für Die Auferstehung des Colonel Chabert
  • 1997: Eine Nominierung für den Grand Prix des Amériques beim Montréal World Film Festival für Un air si pur …
  • 1998: Eine Nominierung für den Goldenen Löwen bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig für Voleur de vie
  • 1998: Eine Nominierung für den Bayard d’Or beim Festival international du film francophone de Namur für Voleur de vie
  • 2003: Rosa Camuna d’Argento beim Bergamo Film Meeting für Sur le bout des doigts
  • 2008: Eine Nominierung für den César in der Kategorie Beste Kamera für Le Deuxième souffle

Weblinks[Bearbeiten]