Ökumenisches Konzil
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Als ökumenische Konzile der Alten Kirche werden im Christentum sieben allgemeine Konzile der gesamten Kirche bezeichnet, die von 325 bis 787 stattfanden. Wann und wo diese Konzile stattfanden und was die Hauptthemen waren, ist in der Liste ökumenischer Konzile nachzulesen. Die Lehren dieser Konzile werden von der orthodoxen, katholischen, den evangelischen Kirchen, der Anglikanischen Kirche und den mit ihr verbundenen Alt-katholischen Kirchen anerkannt. Die altorientalischen Kirchen erkennen nur die ersten drei Konzile an.
Die Bezeichnung als ökumenisch leitet sich vom griechischen oikoumene, „Erdkreis, ganze bewohnte Erde“, her, da diese Konzilien die weltweite Christenheit repräsentierten, für alle Christen den Anspruch auf Verbindlichkeit erhoben und von den Kirchen als verbindlich rezipiert worden sind.
Die gesonderte Abgrenzung der ersten sieben ökumenischen Konzile beruht darauf, dass sich 1054 die Kirche endgültig in Orthodoxie und Katholizismus spaltete. Explizit orthodoxe Konzile gab es seitdem keine.
In der römisch-katholischen Kirche werden auch spätere Konzile, die die gesamte römisch-katholische Kirche betrafen, als „ökumenische Konzile“ bezeichnet. Diese werden von anderen christlichen Kirchen in der Regel nicht anerkannt. Hier ist das Wort „ökumenisch“ nicht im Sinne der Zusammenarbeit mehrerer Konfessionen zu verstehen, sondern dass die Konzile die gesamte Weltkirche betreffen und nicht nur ein Land.
Biblisches Vorbild für die ökumenischen Konzile ist das Apostelkonzil, das im Jahr 49 oder 50 in Jerusalem stattfand.

