Evangelische Kirche

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Evangelische Kirche (Begriffsklärung) aufgeführt.
Der Blick ins Schiff der Schlosskirche zu Wittenberg
Die Schlosskirche in Torgau, auf Schloss Hartenfels, gilt als erster evangelischer Kirchenneubau in der Welt.
Altar des evangelisch-lutherischen Kirchenbaus in Flensburg-Adelby.

Als evangelische Kirche bezeichnen sich Kirchen in der Tradition der Reformation. Weitgehend synonym wird hierfür auch der Terminus protestantische Kirche verwendet.

Geschichte des Begriffs[Bearbeiten]

Bereits im Mittelalter fand der Begriff Verwendung, unter anderem in der kirchenkritischen Parole Vita evangelica et apostolica.[1] In der Reformationszeit wurde der Begriff evangelisch (d.h.: der biblischen Botschaft des Evangeliums gemäß) bewusst kirchenkritisch in einem Gegensatz zur katholischen Kirche angewandt. Der Begriff wurde von Martin Luther zur Bezeichnung seiner Lehre und seiner Anhänger verwendet, nachdem man diese als Lutheraner bezeichnet hatte. Diese Bezeichnung nach seiner Person lehnte er entschieden ab. Im Selbstverständnis der Evangelischen ist ihre Glaubenslehre anders als die der römisch-katholischen Kirche direkt an das Evangelium angelehnt.

Im Zuge der Konfessionalisierung wird die Bezeichnung „evangelische Kirche“ zum Oberbegriff für lutherische wie reformierte Kirchen. Für beide Gruppierungen wird der Begriff nach dem Westfälischen Frieden durch das Corpus Evangelicorum auch zu einem Verfassungsbegriff. Ebenfalls als evangelisch bezeichnen sich viele der staatsunabhängigen Freikirchen. Der oft synonym verwendete Begriff „protestantische Kirche“ bezog sich auf die historische Speyerer Protestation der evangelischen Fürsten auf dem Reichstag von 1529 in Speyer.

Die Bezeichnung „evangelisch“ muss unterschieden werden vom relativ neuen Begriff evangelikal, der vom englischsprachlichen „evangelical“ ins Deutsche rückübertragen wurde und hier als Bezeichnung einer bestimmten Strömung innerhalb (und außerhalb) der (evangelischen) Kirchen verwendet wird.

Lehre[Bearbeiten]

Der gemeinsame Nenner der evangelischen Kirchen sind die „vier Soli“ der Reformation:

  • Sola fide – allein durch den Glauben wird der Mensch gerechtfertigt, nicht durch gute Werke – Röm 3,28 LUT: So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.
  • Sola gratia – allein durch die Gnade Gottes wird der Mensch errettet, nicht durch eigenes Tun
  • Solus Christus – allein Christus, nicht die Kirche, hat Autorität über Gläubige
  • Sola scriptura – allein die (Heilige) Schrift ist die Grundlage des christlichen Glaubens, nicht die Tradition der Kirche

Evangelische Kirchen[Bearbeiten]

Europa[Bearbeiten]

Belgien[Bearbeiten]

Dänemark[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Weitere evangelische Kirchen in Deutschland, die auch teilweise nicht den Begriff evangelisch im Namen tragen, siehe auch unter Vereinigung Evangelischer Freikirchen oder Freikirche.

Estland[Bearbeiten]

Finnland[Bearbeiten]

Frankreich[Bearbeiten]

Großbritannien[Bearbeiten]

Island[Bearbeiten]

Italien[Bearbeiten]

Lettland[Bearbeiten]

Liechtenstein[Bearbeiten]

Litauen[Bearbeiten]

Luxemburg[Bearbeiten]

Niederlande[Bearbeiten]

Norwegen[Bearbeiten]

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Schweden[Bearbeiten]

Schweiz[Bearbeiten]


Weitere evangelische Kirchen in der Schweiz, siehe auch unter Verband Evangelischer Freikirchen und Gemeinden in der Schweiz oder Freikirche.

Slowakei[Bearbeiten]

Slowenien[Bearbeiten]

Tschechien[Bearbeiten]

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Ungarn[Bearbeiten]

Afrika[Bearbeiten]

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Weblinks[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Österreich[Bearbeiten]

Schweiz[Bearbeiten]

Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Lukas Vischer: evangelisch. In: Evangelisches Kirchenlexikon. Göttingen 1986, S. 1198 f..