1. Berliner DDR-Motorradmuseum

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1. Berliner DDR Motorrad-Museum, Deutschland

Das 1. Berliner DDR-Motorradmuseum ist ein Museum für Zweiräder aus der Deutschen Demokratischen Republik in Berlin unter den S-Bahnbögen am Alexanderplatz. Es wurde am 27. September 2008 eröffnet und präsentiert seither auf einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern über 140 Motorräder, Roller und Mopeds der Hersteller MZ, Simson, IWL und EMW.

Museumsgebäude[Bearbeiten]

Das Museum befindet sich in den S-Bahn-Bögen auf historischen Untergrund, bei den Bauarbeiten wurde die alte Markthallenstraße mit Granitrandsteinen und Bodenfliesen von Villeroy & Boch von ca. 1897 freigelegt.

Dauerausstellung[Bearbeiten]

Über 140 Motorräder, Roller und Mopeds der Hersteller MZ, Simson und IWL und damit fast die gesamte Palette der Zweiradproduktion der DDR sind auf etwa 1000 Quadratmetern Fläche über 2 Etagen ausgestellt. Die Sammlung umfasst neben den Basismodellen viele Gespanne, Sport- und Rennmaschinen, Sonder- und Behördenfahrzeuge.

Viele Exponate von IFA/MZ mit den Typen RT, BK, ES, ETS, TS und ETZ sowie die Roller von IWL mit den Typen Pitty, Wiesel, Berlin und Troll sind im Museum ausgestellt. Dazu bietet das Museum Motorräder, Mopeds und Mokicks von Simson/Suhl wie AWO 425 T und S, SR1 und SR2 und die Suhler Vogelserie, etwa die Simson Schwalbe, Mofa und S50, S51, die EMW R 35 aus Eisenach und viele andere wie ein Eskorte-Motorrad der Ära Honecker mit DDR-Emblem an der Verkleidung. Von diesen Maschinen gab es insgesamt nur 60 Stück, und nur noch wenige davon sind erhalten. Weitere Raritäten sind drei DKW- und IFA- Rennmaschinen mit 125 bzw. 150 cm³, eine davon mit Ladepumpe.

Dokumentationen über die Motorradwerke in der DDR, Schaubilder, in einer Kino-Ecke vorgeführte Filme, Videos, DVDs, Ansichtskarten und Bücher, Plakate und Schaubilder aus der Zeit der ausgestellten Motorräder komplettieren die Ausstellung.

Sonderausstellungen[Bearbeiten]

vom 4. Dezember 2010 bis Dezember 2011 fand die Sonderausstellung "DDR-Camping - Trabant und mehr" statt.

Trabant Dachzelt (Pension Sachenruh)

In der Sonderausstellung wurden Camping- und Freizeit-Situationen nachgestellt. So war zum Beispiel ein Trabant mit Campinganhänger und Vorzelt zu bestaunen, der komplett mit Original-Utensilien ausgestattet ist. Außerdem war das im Volksmund als „Pension Sachsenruh“ bekannte Dachzelt, das jeder aus dem Film "Go Trabi Go" kennt, zu bestaunen. Die Konstruktion aus Stahlrohren und Zeltplanen, die ein findiger Kopf in den 1970er-Jahren erdacht und gebaut hat, wurde auf den Trabbi montiert und war die ideale Übernachtungsmöglichkeit bei schmalem Geldbeutel.

Weiterhin gab es den sehr beliebten und begehrten Reisezweier RZ85 zu sehen, ein Faltboot von der Firma Pouch, die schon zu DDR-Zeiten Campingzubehör wie Zelte, Rucksäcke und natürlich Faltboote produzierte. Als zusätzlicher Antrieb ist ein Tümmler-Seitenbordmotor angebaut, der an vielen Booten seine Arbeit verrichtete.

Volks-Polizei Wartburg 353 (DDR-Spielzeug)

Es waren auch viele Exponate aus dem alltäglichen Leben in der DDR zu sehen, Fotoapparate, Radios, Taschenrechner, Pflegeartikel, Waschmittel und viel Spielzeug aus der DDR.

2010 fand im Berlin Carré in Zusammenarbeit mit dem 1. Berliner DDR Motorradmuseum eine Trabant-Ausstellung statt. Die Sonderausstellung ist seit Ende Dezember 2011 geschlossen.

Weblinks[Bearbeiten]

52.52311111111113.407666666667Koordinaten: 52° 31′ 23″ N, 13° 24′ 28″ O