1869 – Hart am Wind

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1869 – Hart am Wind!
Erlebte Geschichte Teil I
1869 Hart am Wind - Erlebte Geschichte Teil I.png
Studio Max Design
Publisher Max Design
Erstveröffent-
lichung
Europa 1992
USA 1993
Plattform Amiga (ECS/OCS, AGA), PC (DOS)
Genre Rundenbasierte Strategie-Wirtschaftssimulation
Thematik Seehandel,
1854 bis 1879
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Maus und Tastatur
Medium 3 Disketten
Sprache Deutsch, Englisch
Kopierschutz Handbuch

1869 – Hart am Wind!, Untertitel: Erlebte Geschichte Teil I – in den USA veröffentlicht als 1869: History Experience Part I – ist ein rundenbasiertes Strategie- und Wirtschaftssimulationsspiel des österreichischen Herstellers Max Design, das 1992 veröffentlicht wurde und für den Commodore Amiga und den PC erschien. Der Name stützt sich auf das Eröffnungsjahr des Sues-Kanals.

Spielgegenstand[Bearbeiten]

Bis zu vier menschliche Spieler treten im Zeitraum von 1854 bis 1879 gegeneinander an. Jeder von ihnen hat die Aufgabe, ein Handelsimperium aufzubauen, indem er als Reeder mit Schiffen die Sieben Meere befährt und bis zu 20 Handelsgüter auf unterschiedlichen Schiffstypen vom kleinen Zweimaster bis zum 2.000-Tonner transportiert.

Spielverlauf[Bearbeiten]

Die Länge des Simulationszeitraums kann variabel im Bereich von 5 bis 25 Jahre gewählt werden. Als Heimathäfen stehen London, Liverpool, Le Havre, New York oder Savannah zur Verfügung. Bei Spielstart erhält jeder Spieler 7.000 Dollar Startkapital. Die ersten Schritte bestehen üblicherweise im Kauf eines gebrauchten Segelschiffs in der örtlichen Werft und dem Anheuern einer Mannschaft. Eine gut ausgebildete Mannschaft kostet zwar mehr, hat aber den Vorteil, dass sie sich in Gefahrensituationen besser behaupten kann.

Die Häfen unterscheiden sich bzgl. ihrer Handelsgüter und Preise. Neben reinen Handelsgeschäften können in Einzelsituationen auch lukrative Passagierfahrten und, mit entsprechendem Risiko, Waffentransporte in Krisengebiete vollzogen werden.[1]

Bei den Überfahrten wirken sich die unterschiedlichen Jahreszeiten auf die Dauer der Transporte aus, und eventuelle Stürme und der unvermeidbare Muschelbewuchs hinterlassen ihre Spuren an der Seetüchtigkeit der Schiffe. Als problematisch erweist sich dieser Umstand insbesondere bei intensivem Interkontinentalhandel, denn nicht in jedem Hafen besteht auch die Möglichkeit, das Schiff nach Ankunft in einer Werft überholen zu lassen. Vor allem die Kolonialgebiete wie Afrika oder die noch jungen USA verfügen hierzu in der Zeit des Spiels noch nicht über die nötige Infrastruktur. Außerdem können empfindliche Waren an Bord verrotten, falls die Überfahrt sich z. B. durch raue See stark verlängert.

Falls das Kapital knapp werden sollte, steht den Spielern (entsprechende Kreditwürdigkeit vorausgesetzt) eine Bank zur Verfügung. Die Steuern werden im Spiel nach dem alten englischen Steuersystem verrechnet, das heißt die vorjährigen Steuern werden erst am 31. Dezember des Folgejahres fällig. Sie werden zudem nach der Schiffsgröße berechnet.

Aufbereitung historischer Ereignisse[Bearbeiten]

Geschichtliche Ereignisse wurden realitätsgetreu in das Spiel übernommen und wirken sich tatsächlich auf den Spielfluss aus.[2] So erweitern beispielsweise der Amerikanische Bürgerkrieg, die Eröffnung des Sueskanals oder der Siegeszug der Dampfschifffahrt die Handlungsmöglichkeiten der Spieler bzw. schränken diese ein.[1] Die Zeitschrift PC Joker lobte die historische Genauigkeit als „beeindruckend“.[3] Im Handbuch sind 103 Seiten der Schilderung der historischen Hintergründe gewidmet, wobei u. a. Die Welt des 19. Jahrhunderts und Seefahrt im 20. Jahrhundert mit eigenen Kapiteln behandelt werden.[4]

Pressestimmen[Bearbeiten]

  • „[...] eine funkelnde Gemme im derzeit gut gefüllten Schatzkästchen der Wirtschaftssimulationen mit Historien-Appeal“ (Zeitschrift Power Play)[2]
  • Auszeichnung mit dem Amiga Games Award[4]

Plattformen[Bearbeiten]

Es erschienen drei Versionen: Jeweils eine für Amiga 500, Amiga 1200 und PC. Die beiden Amiga-Versionen unterscheiden sich hauptsächlich durch die Qualität der Grafik. Die Grafik der PC-Fassung ist qualitativ auf Höhe des Amiga 1200.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Zeitschrift Amiga Joker über 1869
  2. a b Zeitschrift PowerPlay über 1869
  3. Zeitschrift PC Joker über 1869
  4. a b Zeitschrift Amiga Games über 1869