2-Ethoxyethanol

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Strukturformel
Struktur von 2-Ethoxyethanol
Allgemeines
Name 2-Ethoxyethanol
Andere Namen
  • Ethylglycol
  • Ethylenglycolmonoethylether
  • Cellosolve, Ethyl cellosolve
Summenformel C4H10O2
CAS-Nummer 110-80-5
Kurzbeschreibung

farblose, fast geruchlose Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 90,12 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,93 g·cm−3 (20 °C)[1]

Schmelzpunkt

−100 °C[1]

Siedepunkt

135 °C[1]

Dampfdruck

5,1 hPa (20 °C)[1]

Löslichkeit

mischbar mit Wasser[1] und vielen organischen Lösungsmitteln[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226-360FD-331-302
P: 210-​201-​271-​308+313-​302+352 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
Giftig
Giftig
(T)
R- und S-Sätze R: 60-61-E20/21/22-10
S: 53-45
MAK

7,5 mg·m−3, 2 ml·m−3[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

2-Ethoxyethanol, auch Ethylglycol ist eine farblose, leicht nach Diethylether riechende, giftige Flüssigkeit, die sowohl zu den Alkoholen, als auch zu den Ethern zählt.

Darstellung und Eigenschaften [Bearbeiten]

Ethylglycol wird durch die Reaktion von Ethylenoxid mit Ethanol hergestellt. Die farblose Flüssigkeit ist beliebig mit Wasser und vielen organischen Lösungsmitteln mischbar. 2-Ethoxyethanol ist ein ausgezeichnetes Lösungsmittel für viele organische, auch polymere Stoffe wie Nitrocellulose bzw. Celluloid, Celluloseether, Harze (etwa Novolake und Resole), Chlorkautschuk, Polyvinylacetat, Polyvinylbutyral, Polyacrylsäureester sowie für Pflanzenöle wie Ricinus- und Leinöl. Daher wird es industriell zur Herstellung von Lacken aus Cellulosenitrat und Celluloseethern eingesetzt, meist in Mischung mit anderen organischen Lösungsmitteln wie Lackbenzin, Ethanol oder Toluol.[2]

Sicherheitshinweise [Bearbeiten]

2-Ethoxyethanol reizt Augen und Schleimhäute, kann über die Haut aufgenommen werden und wirkt bei vielen Tierarten reproduktionstoxisch[5][6] weshalb der Einsatz aktuell eingeschränkt wird. Bei Anwesenheit von Sauerstoff können sich aus Ethylglycol explosionsgefährliche Peroxide bilden; in Kontakt mit Aluminium kann dieses von 2-Ethoxyethanol unter Entwicklung von Wasserstoffgas korrodiert werden.[2]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Eintrag zu CAS-Nr. 110-80-5 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 05.01.2008 (JavaScript erforderlich)
  2. a b c Thieme Chemistry (Hrsg.): Eintrag zu Ethylglycol im Römpp Online. Version 3.32. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2013, abgerufen am 27. April 2011.
  3. a b Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 110-80-5 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich)
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. R.A. El-Zein et al.: Exposure to ethylene glycol monomethyl ether: clinical and cytogenetic findings. Arch Environ Health. 57/4/2002. S. 371–376. PMID 12530607
  6. contrat-projekt.de (Enius): Schadstoffinformationen 2-Ethoxyethanol, abgerufen am 27. April 2011.