Fourth Army (United Kingdom)

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Die Fourth Army (deutsch 4. Armee) war eine Feldarmee des britischen Heeres, die im Ersten Weltkrieg kämpfte. Im Zweiten Weltkrieg wurde im Rahmen der Operation Fortitude eine fiktive 4. Armee aufgestellt, um die Wehrmachtsführung zu täuschen. Dabei wurde vor allem aufwändig ein Funkverkehr zwischen den fiktiven Einheiten und ihren Führungsstellen und der Heimat der beteiligten (fiktiven) Soldaten vorgeführt. Sie entsprach in der Operation Fortitude damit der ebenfalls fiktiven First United States Army Group (dt. 1. US-Heeresgruppe).

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Henry Rawlinson, im HQ 4. Armee in Querrieu Chateau, Juli 1916

Die Armee wurde am 5. Februar 1916 während des Ersten Weltkriegs als Teil der British Expeditionary Force als Hauptstoßkraft für die Schlacht an der Somme aufgestellt. Diese Armee wurde von General Sir Henry Rawlinson kommandiert. Im November 1917 wurde die Armee nach der Verlegung der bisherigen 2. Armee nach Italien in 2. Armee umbenannt. Nach deren Rückkehr aus Italien im März 1918 wurde sie wieder zur 4. Armee. Die Armee bildete im August 1918 die Speerspitze während der Schlacht bei Amiens und durchbrach während der Hunderttageoffensive im September und Oktober die deutsche Siegfriedstellung.

Zusammensetzung[Bearbeiten]

Besonderheit: Die 4th Army BEF hatte größere amerikanische Kontingente (AEF) / Einheiten integriert:

  • II. Korps, American Expeditionary Force
    • 27. Infanteriedivision AEF[1]
    • 30. Infanteriedivision AEF

Weiterhin dienten das Australische und das Kanadische Korps in der 4. Armee.

Kampfbeteiligung[Bearbeiten]

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Die fiktive Zusammensetzung sah folgendermaßen aus.

  • HQ in Edinburgh
  • Britisches II. Korps (fiktiv – HQ Stirling)
    • 55. (West Lancashire) Division (Nordirland)
    • 58. Division (fiktiv, Aberlour)
    • 113. Selbständige Infanteriebrigade (Kasernen auf Orkney und den Shetland Islands)
  • Britisches VII. Korps (fiktiv – HQ Dundee)
    • 52. (Lowland) Division (Dundee)
    • 55. US-Infanteriedivision (fiktiv, Island)
    • Drei US-Ranger-Bataillone (fiktiv, Island)

Die Deutsche Führung sollte glauben, dass sich das Hauptquartier dieser Armee im Edinburgh Castle befand und eine Invasion via Norwegen vorbereitete. Durch das weitgehend erfolgreiche Täuschungsmanöver wurden dort sehr lange deutsche Truppen gebunden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Roger Hesketh: Fortitude: The D-Day Deception Campaign, New York, Overlook, 2000, ISBN 1-58567-075-8
  • Jock Haswell: The Intelligence and Deception of the D-Day Landings, London, Batsford, 1979 und D-Day: Intelligence and Deception, New York, Times Books, 1979

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Evolution of Divisions and Separate Brigades, US Army Center for Military History