A Tribe Called Quest

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A Tribe Called Quest (2006)

A Tribe Called Quest ist eine US-amerikanische Hip-Hop-Gruppe, welche den Genres Alternative Hip-Hop und Jazz-Rap zugerechnet wird. Die Band wurde 1985 gegründet, 1998 aufgelöst und 2006 wiederbelebt. Die Mitglieder der Gruppe waren und sind die MCs Q-Tip, Phife Dawg und Jarobi White sowie der DJ und Produzent Ali Shaheed Muhammad.

A Tribe Called Quest gilt durch die teils philosophischen, teils sozialkritischen Texte sowie durch die häufig aus Jazz-Samples (Jazz-Rap) arrangierten Stücke als eine der für Fans des Eastcoastsounds bevorzugten Hip-Hop-Gruppen.

Geschichte[Bearbeiten]

Q-Tip und Phife wuchsen in Queens auf und lernten sich in jungen Jahren in der Kirche kennen. Ihre gemeinsame Herkunft thematisieren A Tribe Called Quest unter anderem in dem Song Check the Rhime auf ihrem zweiten Album The Low End Theory. Später lernten Q-Tip und Phife Muhammad an der High School kennen. Auf dieselbe Schule gingen auch die Jungle Brothers, eine Hip-Hop-Band, die gleichfalls später zur Native Tongue Family gehörte. Durch ein Bandmitglied der Jungle Brothers wurden sie mit DJ Red Alert bekannt, der ihnen zum Durchbruch helfen sollte. Die Jungle Brothers waren es auch, die den Namen A Tribe Called Quest geprägt haben, nachdem die Band sich zuvor lediglich als Quest bezeichnete. Die Native Tongues gehörten der Afrocentricity-Bewegung an und verbreiteten deren Gedanken, dass sich jeder Afroamerikaner seines Erbes besinnen soll.

Im August 1989 erschien die erste Single Description of a Fool auf einem kleinen Musik-Label. Zuvor hatte Q-Tip auf einigen Tracks von De La Souls LP 3 Feet High and Rising und auf Deee-Lites Groove Is In The Heart mitgewirkt.

1989 gingen A Tribe Called Quest zu Jive Records und veröffentlichten im gleichen Jahr ihr erstes Album People's Instinctive Travels and the Paths of Rhythm. 1990 landeten sie einen Hit mit Bonita Applebum. Auf The Low End Theory bekamen sie Unterstützung von Bassist Ron Carter, der schon mit Miles Davis und John Coltrane gespielt hatte. 2003 schloss sich A Tribe Called Quest wieder zusammen; eine Single erschien und ein Album wurde angekündigt.

Im Jahr 2011 wurde der Dokumentarfilm Beats, Rhymes & Life: The Travels of a Tribe Called Quest veröffentlicht, der die Geschichte der Band von der Gründung bis zur Reunion-Tour im Jahr 2008 zeigt. Regie führte der Schauspieler Michael Rapaport.[1]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben
Kompilationen
  • 1992: Revised Quest for the Seasoned Traveler
  • 1999: The Anthology
  • 2003: Hits, Rarities & Remixes
  • 2006: The Lost Tribes

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Daniel Sander: Fette Beats, böses Blut, Artikel vom 7. Juni 2012 auf Spiegel.de, abgerufen am 7. Juni 2012.