Accademia Nazionale delle Scienze

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Die Accademia Nazionale delle Scienze (Accademia Nazionale delle Scienze detta dei XL) wurde 1782 als Società Italiana und naturwissenschaftliche Akademie für ganz Italien in Verona gegründet.

Gründer war der Mathematiker und Wasserbau-Ingenieur Antonio Maria Lorgna (1735–1796) und zu den Gründungsmitgliedern zählten Alessandro Volta, Lazzaro Spallanzani und Ruggero Boscovich (und auch bald darauf Joseph-Louis Lagrange). Da die Mitgliederzahl auf 40 begrenzt war wurde sie Accademia dei XL oder Accademia dei quaranta genannt (XL ist die lateinische Bezeichnung für 40). 1782 erschien auch der erste Band ihrer Abhandlungen (Memorie, später Rendiconti), seit 1979 aufgeteilt in eine mathematische und eine physikalisch-naturwissenschaftliche Reihe.

Sie fördern Forschung in Mathematik und Naturwissenschaften sowie Wissenschaftsgeschichte. Die Akademie steht unter der Patronage des Präsidenten der italienischen Republik.

Der Sitz der Akademie folgte dem jeweiligen Präsidenten. Seit 2007 ist der Sitz der Akademie und ihre Bibliothek auf dem Gelände der Villa Torlonia in Rom.

Die Akademie umfasst 40 reguläre Mitglieder und darüber hinaus ehemalige reguläre Mitglieder (älter als 70 Jahre und mindestens 5 Jahre reguläres Mitglied) sowie 25 ausländische Mitglieder.

Zu den auswärtigen Mitgliedern gehörten in der Anfangsphase unter anderem Carl Friedrich Gauß, Antoine Lavoisier, Pierre-Simon de Laplace, Georges-Louis Leclerc de Buffon, Joseph Priestley, Joseph Banks, Wilhelm Herschel, Marie Jean Condorcet, Karl Wilhelm Scheele, Benjamin Franklin, Heinrich Wilhelm Olbers, Johann Elert Bode, Jérôme Lalande, Nevil Maskelyne, Humphry Davy, René-Just Haüy, Jean-Baptiste Delambre, Peter Pallas und Franz Xaver Zach.

Sie vergeben verschiedene Auszeichnungen wie die Matteucci-Medaille, die Medaglia dei XL per la Matematica, eine Medaille für Physik/Naturwissenschaften und den Domenico Marotta Preis für Medizin.

Zur Zeit (2013) gehören zu den Mitgliedern unter anderem Carlo Rubbia, Enrico Arbarello, Tullio Regge, Emilio Picasso, Ugo Amaldi, Enrico Bombieri, Orazio Svelto, Giorgio Parisi und Luciano Maiani.

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