Acetate

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für die Chemiefaser in der Textilbrance siehe Celluloseacetat.
Acetat-Ion

Als Acetate werden die Salze oder Ester der Essigsäure (Ethansäure) bezeichnet. Die salzartigen Acetate sind zumeist weiße, kristalline Feststoffe, die in ihren Kristallgittern (Ionengittern) das Acetat-Ion (CH3COO) enthalten. Dieses ist das Säureanion der Essigsäure.

Beispiele für salzartige Acetate sind Natriumacetat (CH3COONa), Kaliumacetat (CH3COOK) oder Blei(II)-acetat ((CH3COO)2Pb).

[Bearbeiten] Darstellung

Die salzartigen Acetate gewinnt man durch Neutralisation der Essigsäure mit Metallhydroxiden oder Metalloxiden:

\mathrm{CH_3COOH \ + \ NaOH \longrightarrow CH_3COONa \ + \ H_2O}
Essigsäure und Natriumhydroxid reagieren zu Natriumacetat und Wasser.
\mathrm{2 \; CH_3COOH \ + \ PbO \longrightarrow Pb(CH_3COO)_2 \ + \ H_2O}
Essigsäure und Blei(II)-oxid ergeben Bleiacetat und Wasser.

Die Essigsäureester enthalten als Säurerest den Acetylrest. Der bekannteste dieser Ester ist der Essigsäureethylester. Organische Acetate [CH3COOR] erhält man durch eine Veresterung der Essigsäure mit Alkoholen (R-OH):

\mathrm{CH_3COOH \ + \ R \! - \! OH \longrightarrow CH_3COOR \ + \ H_2O}
Essigsäure und Alkohol reagieren zu einem Essigsäureester und Wasser.

[Bearbeiten] Nachweis

In der chemischen Analytik können Acetate leicht nachgewiesen werden, indem man die Probe mit Kaliumhydrogensulfat im Mörser zerreibt. Dabei wird das Proton (H+) des Hydrogensulfat-Ions auf das Acetation übertragen, wobei die flüchtige Essigsäure entsteht, die leicht durch ihren typischen Geruch identifiziert werden kann:

\mathrm{CH_3COO^- \ + \ HSO_4^-  \longrightarrow CH_3COOH \ + \ SO_4^{2-} }
Acetat wird durch Hydrogensulfat protoniert. Es entsteht Essigsäure und Sulfat.
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