Ad Hominem (Musikprojekt)

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Ad Hominem
Ad-hominem.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Black Metal
Gründung 1998
Website http://www.death-to-all.com
Aktuelle Besetzung
Kaiser Wodhanaz

Ad Hominem (lat. für „auf den Menschen gerichtet“) ist ein französisches Ein-Mann-Projekt aus Lyon, das zur NSBM-Szene gehört und seit 1998 existiert.

Biografie[Bearbeiten]

Der Gründer, der unter dem Pseudonym „Kaiser Wodhanaz“ auftritt, war auch in Bands wie Frangar und Antithesis aktiv und betreibt das Projekt Eradication. Verglichen mit den Texten anderer Bands aus dem NSBM-Bereich sind die Texte von Ad Hominem um einiges eindeutiger in ihrer Aussage.

Kaiser Wodhanaz ist das einzige feste Mitglied der Band, wird bei Konzerten allerdings von Gastmusikern unterstützt. Die Split-EP Black Metal Against the World nahm er mit dem Schlagzeuger Altar .3K6 von der Band Crystalium statt eines Drumcomputers auf, mit dem er sich aber später zerstritt und den er um seine Zahlung für die Aufnahme betrogen haben soll.[1] Zu den ehemaligen Live-Mitgliedern zählen Dhilorz (Ancient) und Thorns (Kult, ex-Handful of Hate); die aktuelle Live-Besetzung besteht aus Kaiser W. am Bass und Gesang, Milite K. (Frangar) und Nacht an den Gitarren und Rust am Schlagzeug.

Die Band zählt zum rechtsextremen Flügel der Black-Metal-Szene und hat auch nach Deutschland gute Kontakte, hier vor allem zu dem von Alexander Tiebel geführtem Leuner Label Undercover Records in Hessen, das zwei Split-Alben und das erste Album der Band veröffentlichte und auch beim Organisieren von Konzerten in Deutschland für die Band tätig war.[2] Von der Band sind insgesamt vier Konzerte in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden bekannt. In Deutschland trat sie am 28. Februar 2004 in Diesdorf zusammen mit den rechtsextremen Metal-Bands Absurd, Magog, Totenburg sowie der Gruppe Eternity auf.[2]

Veröffentlicht werden die Werke der Band zudem von einschlägig rechtsextremen Labels wie Total Holocaust oder Wolf Division.[3] Zwischenzeitlich war die Band aber beim italienischen Label Avantgarde Music unter Vertrag, welches ansonsten nicht in die NSBM-Szene involviert ist. Dort erschien 2005 Climax of Hatred. Kaizer Wodhanaz sagte dazu, dass sie Ad Hominem nicht unter Vertrag genommen hätten, wenn sie Antifaschisten wären.[4] Seit 2008 ist die Band bei dem Label Darker Than Black Records unter Vertrag, das von Mitgliedern der Band Absurd gegründet wurde; dort erschien 2009 in Kooperation mit Elegy Records das aktuelle Album Dictator – A Monument of Glory.

Das aktuelle Logo ist martialisch gehalten und zeigt ein mit Patronen und einer invertierten Elhaz-Rune verziertes Eisernes Kreuz mit dem szenetypisch stilisierten Schriftzug im Vordergrund. Der Bandname wird oft mit A.H. abgekürzt, was den Initialen Adolf Hitlers entspricht.

Ideologie[Bearbeiten]

Die Texte des Projektes beinhalten offensichtlich rechtsextremes Gedankengut, antisemitischen Vernichtungswahn und Verschwörungstheorien. So wird z. B. in dem Lied „Auschwitz Rules“, vom Debütalbum Planet ZOG die industrielle Massenvernichtung während der NS-Zeit verherrlicht:

“We’ll raise our weapons and you will return to the past
The proof of your decay, Auschwitz didn’t go away […]
Auschwitz rules over the torah
Auschwitz rules over the coran
Auschwitz rules over the bible
Auschwitz rules over you bastards”

Ad Hominem: Auschwitz Rules[2]

Die Texte wurden in der deutschen Version, die über Undercover Records vertrieben wurde, nicht im Booklet abgedruckt. Dort sind zudem die Titel nicht vollständig angegeben, sodass aus „Auschwitz Rules“ dann „A. Rules“ wurde. Kaiser Wodhanaz äußerte in einem Interview, dass das Weltjudentum daran schuld sei.[2] Auch das zweite Album A New Race for a New World betraf dies, das Album wurde für den deutschen Markt in …for a New World umbenannt.

Kaiser Wodhanaz behauptet von sich selbst, misanthropisch und unpolitisch zu sein und ordnet die Band nicht dem NSBM zu[4], glorifiziert allerdings die Zeit des Nationalsozialismus und zeigt in Interviews ein deutlich von Rassismus und Antisemitismus geprägtes Weltbild und eine sexistische Einstellung. Auf die Frage, was er über Frauen denke, antwortete er in einem Interview, dass er sie als reine Lustobjekte sehe und Frauen zudem niemals dem Mann gleichgestellt sein werden.[5]

Diskografie[Bearbeiten]

Demos[Bearbeiten]

  • 2000: Omnes Ad Unum

Alben[Bearbeiten]

  • 2002: Planet ZOG − The End (indiziert am 31. Juli 2008, Liste B [Verbreitungsverbot][6])
  • 2003: A New Race for a New World
  • 2005: Climax of Hatred
  • 2009: Dictator – A Monument of Glory

Split-Veröffentlichungen[Bearbeiten]

EPs[Bearbeiten]

  • 2008: Theory 0

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 2009: Planeta Roi-Finis – …Pro Mundo Novo (Box mit den ersten beiden Alben, indiziert[7])

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seb: Arkhon Infaustus : Entretien avec DK. Deviant.
  2. a b c d turnitdown.de: „Ad Hominem - eine faschistische Black Metal Band“, zugegriffen am 25. November 2008
  3. librariusmetallicus.com: Librarius Metallicus: „Band: Ad Hominem“, zugegriffen am 25. November 2008
  4. a b Interview mit Kaizer Wodhanaz
  5. aaskeria.de: http://www.aaskeria.de/finalwar/main.php?cmd=interviews&datei=adhominem Interview, Website existiert nicht mehr
  6. BAnz. Nr. 114 vom 31. Juli 2008.
  7. BAnz AT 31.12.2012 B9

Weblinks[Bearbeiten]