Adalbert von Bredow

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Adalbert von Bredow

Friedrich Wilhelm Adalbert von Bredow (* 25. Mai 1814 auf Gut Briesen; † 3. März 1890 ebenda) war ein preußischer Offizier, zuletzt Generalleutnant.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Adalbert war der Sohn des preußischen Majors Friedrich Phillip Leopold Ferdinand von Bredow (* 4. März 1787; † 2. März 1878)[1] und dessen Ehefrau Bernhardine Sophie Emilie, geborene von Wulffen (* 17. November 1792; † 21. Dezember 1859).

Militärkarriere[Bearbeiten]

Bredow erhielt seine Erziehung in den Kadettenhäusern Potsdam und Berlin. Er trat dann am 15. Februar 1832 als Unteroffizier in das Garde-Husaren-Regiment der Preußischen Armee ein. 1849 erhielt er eine Eskadron und wurde 1856 als Major in das Dragoner-Regiment Nr. 1 versetzt. Schon 1857 kam er in das Husaren-Regiment „von Zieten“ (Brandenburgisches) Nr. 3 und wurde 1859 zum Kommandeur des Dragoner-Regiments Nr. 4 ernannt. 1863 beförderte man Bredow zum Oberst und bei Ausbruch des Deutsch-Österreichischen Krieges 1866 erhielt er die Führung der 2. Kavallerie-Brigade, an dessen Spitze er das Gefecht bei Trautenau und die Schlacht von Königgrätz mitmachte. Nach Beendigung wurde er zum Generalmajor befördert und erhielt das Kommando über die 7. Kavallerie-Brigade.

Im Deutsch-Französischen Krieg wurde er 1870 der 5. Kavalleriedivision zugeteilt. Hier wurde er zur Berühmtheit, als er am 16. August in der Schlacht bei Vionville-Mars-la-Tour einen todesmutigen Ritt mit nur etwas mehr als fünf Schwadronen unternahm. Es gelang durch den Angriff eine französische Artilleriestellung zu vertreiben und einen Angriff zurückzuschlagen, die Verluste betrugen jedoch fast die Hälfte der eingesetzten Soldaten. Hierdurch wurden die Franzosen von weiteren Offensivaktionen abgehalten und die preußische Infanterie gerettet. Bredows Erfolg wurde in den folgenden Jahrzehnten als Argument für die weitere Berechtigung der Kavallerie im modernen Krieg angeführt.[2] Theodor Fontane nannte ihn den „Mars La Tour-Bredow“ [3].

Im Januar 1871 wurde Bredow zum Generalleutnant befördert und erhielt am 11. Juni 1872 das Kommando über die 18. Division. Bereits am 2. Dezember 1873 wurde Bredow mit Pension unter Verleihung des Roten Adlerordens I. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern am Ringen zur Disposition gestellt. Wilhelm II. verlieh dem Dragoner-Regiment Nr. 4 am 27. Januar 1889 den Namenszusatz „von Bredow“.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Militärdienst widmete sich Bredow der Bewirtschaftung des väterlichen Besitzes.

Familie[Bearbeiten]

Am 2. März 1849 ehelichte Bredow in Alt-Langerwisch Elise Cäcilie Friederike Kühne (* 5. September 1823 in Berlin; † 6. April 1884 in Briesen), mit der er elf Kinder hatte. Sein Sohn und Erbe Adelbert Ferdinand Wilhelm von Bredow (* 4. Januar 1859 in Rathenow; † 25. April 1933 in Briesen) war der letzte Gutsherr auf Gut Briesen derer von Bredow.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. La croix de fer, comme blason
  2. Michael Howard: The Franco-Prussian War. The German Invasion of France, 1870-1871. London 2001. Seite 156-157.
  3. Theodor Fontane: Das Ländchen Friesack und die Bredows - Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Aufbau Taschenbuch Verlag, Berlin 2005,Seite 292, ISBN 3-7466-5707-5