Adolf Henselt

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Adolph Henselt
Denkmal Adolph von Henselts (von Clemens Heinl) in Schwabach

Georg Martin Adolph von Henselt (auch Hänselt; * 9. Mai 1814 in Schwabach; † 10. Oktober 1889 in Warmbrunn) war ein ursprünglich deutscher später russischer Komponist, Klaviervirtuose und Klavierpädagoge.

Leben[Bearbeiten]

Im Jahr 1817 zog die Familie nach München, wo Henselt erstmals Musikunterricht erhielt. Schon mit drei Jahren begann er Violine zu lernen, mit fünf das Hammerklavierspiel unter Frau Geheimrat Josepha von Flad geb. Kanzler, die wie Weber und Meyerbeer Schülerin von Abbé Vogler war. 1832 erhielt Henselt ein königliches Stipendium durch König Ludwig I. und absolvierte ein sechsmonatiges Klavierstudium bei dem bekannten Mozartschüler Johann Nepomuk Hummel in Weimar.

Sein erster offizieller öffentlicher Auftritt, der am 29. November 1832 in München erfolgte, erfuhr begeistertes Lob.

Bis zum Jahre 1834 studierte Henselt in Wien Komposition bei Simon Sechter (dem späteren Lehrer von Anton Bruckner). Er blieb zwei Jahre dort und entwickelt seine Virtuosität und Technik weiter. 1836 traf er Chopin in Karlsbad. Es folgte eine vierjährige Konzerttätigkeit als Pianist in deutschen und russischen Musikzentren mit legendärem Erfolg. Die schwindelnde Höhe seiner Technik und das Seelenvolle seines Vortrags wurden gelobt. Robert Schumann und Franz Liszt waren von seinen Kompositionen begeistert.

1837 hielt sich Henselt mehrere Monate in Breslau auf. Am 24. Oktober 1837 heiratete er in Bad Salzbrunn (Schlesien) die geschiedene Rosalie Vogel (geb. Manger), eine Freundin Goethes.

1838 wurde Adolf Henselt zum kaiserlichen Hofpianisten der Zarin und zum Generalmusikinspektor der kaiserlichen Töchtererziehungsheime in Sankt Petersburg ernannt. Von dieser Position aus wirkte er die folgenden vierzig Jahre als Lehrer in den Musikzentren Russlands und gab dem russischen Klaviervirtuosentum wesentliche Impulse. Unterbrochen wurde diese Tätigkeit durch Urlaubssommerreisen vor allem nach Deutschland (hauptsächlich nach Schlesien). 1876 wurde Henselt in den russischen Adelsstand erhoben.

Am 10. Oktober 1889 starb Henselt an einem Herzleiden während eines Kuraufenthaltes in Warmbrunn (Schlesien).

Nach ihm ist die Adolph-von-Henselt-Musikschule in Schwabach benannt.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Duo für Klavier und Violoncello (op. 14)
  • Trio für Klavier, Violine und Violoncello(op. 24)
  • Klavierkonzert f-Moll (op. 16)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Adolf von Henselt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien