Adolf II. (Berg)

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Adolf II. von Berg (* 1090er[1]; † 12. Oktober 1170 in Odenthal-Altenberg) war von 1115 bis 1160 Graf von Berg.

Leben[Bearbeiten]

Adolf II. war der Sohn des Grafen Adolf I. von Berg. In den Urkunden und Dokumenten wurde er zum ersten Mal 1115 genannt. Er war zu diesem Zeitpunkt Graf und Vogt der Benediktinerabtei Werden und ungefähr 20 Jahre alt.

1120 heiratete er die Tochter Adelheid des Grafen von Arnsberg und festigte so seinen Besitz in Westfalen. Die zweite Ehe schloss er um 1127 mit Irmgard (?), einer Tochter des Engelbert von Schwarzenburg und Nichte des Kölner Erzbischofs Friedrich I. von Schwarzenburg. Adolf II. war der Gründer von Schloss Burg. 1133 wurde von ihm die alte Stammburg der Grafen von Berg, die Burg Berge in Odenthal-Altenberg, an den Zisterzienser-Orden übergeben.

Seit dem Jahr 1125 war er Vogt der Abtei Siegburg. Ferner war er Vogt von Werden, Dünnwald, Deutz und Cappenberg sowie der rechtsrheinischen Besitzungen des Domstiftes.

Von großer wirtschaftlicher und politischer Bedeutung für die Grafschaft Berg war die Kontrolle der hansischen Handelswege zwischen Köln und Dortmund sowie der Silberreichtum des Bergischen Landes, der durch Münzprägungen ab dem zweiten Drittel des 11. Jahrhunderts dokumentiert ist. Auch Adolf II. von Berg ließ in Wildberg, Bensberg und Siegburg Münzen schlagen.

Wie andere deutsche Fürsten beteiligte sich auch Adolf II. am Zweiten Kreuzzug, sein Sohn Adolf begleitete ihn und fiel 1148 bei der erfolglosen Belagerung von Damaskus.

Im Jahre 1152 ließ er die Burg Altena ausbauen.

Im Jahr 1160 gab er die Ämter ab und wurde Mönch in Altenberg. Er starb sehr wahrscheinlich am 12. Oktober 1170 und wurde zuerst in der Markuskapelle, dem ältesten Gebäude Altenbergs aus dem Jahr 1125, begraben. Nachdem das Querschiff des Altenberger Doms fertiggestellt war, wurden die Gebeine anlässlich des Begräbnisses von Propst Konrad 1313 in den Dom überführt.

Die Söhne Eberhard I. von Berg-Altena und Engelbert I. von Berg teilten nun das Territorium unter sich auf.

Die anderen Söhne hatten kirchliche Ämter inne: Friedrich II. von Berg war von 1156 bis 1158 Erzbischof von Köln, Bruno III. von Berg war Kölner Erzbischof von 1191 bis 1193, Arnold von Berg war Osnabrücker Bischof und Adolf war Abt des Klosters Werden von 1160 bis 1174.

Literatur[Bearbeiten]

  • Leopold von Eltester: Altena, Adolf Graf von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 361.
  • Thomas R. Kraus: Die Entstehung der Landesherrschaft der Grafen von Berg bis zum Jahre 1225. (= Bergische Forschungen. Band 16.) Schmidt, Neustadt an der Aisch 1981, ISBN 3-87707-02-4 (formal falsche ISBN).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. T. R. Kraus: Die Entstehung der Landesherrschaft der Grafen von Berg bis zum Jahre 1225, S. 35.


Vorgänger Amt Nachfolger
Adolf I. Graf von Berg
1115–1160
Engelbert I.
Graf von Altena
1115–1160
Eberhard I.