African Methodist Episcopal Church

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

African Methodist Episcopal Church (gewöhnlich als AME Church bezeichnet) ist eine christliche Kirche in der methodistischen Tradition, deren Mitglieder überwiegend Afroamerikaner sind. Sie ist nicht mit der African Methodist Episcopal Zion Church (AMEZ) oder der Christian Methodist Episcopal Church (CME) zu verwechseln.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kirche ging aus der Free African Society (FAS) hervor, die von dem ehemaligen Sklaven Richard Allen gemeinsam mit einigen anderen 1787 in Philadelphia, Pennsylvania gegründet wurde. Weil sie die Diskriminierung von Afroamerikanern in den methodistischen Gemeinden nicht hinnehmen wollten, gründeten sie 1794 die Bethel AME mit Allen als Pastor. Nachdem er 1807 und 1815 die Eigenständigkeit seiner Gemeinde gerichtlich durchgesetzt hatte, gründete er 1816 die AME Church als Vereinigung anderer afroamerikanischer Gemeinden und wurde deren ersten Bischof. Die Kirche breitete sich zunächst an der Nordostküste und im Mittleren Westen aus, hatte aber auch schon vor der Mitte des 19. Jahrhunderts Gemeinden in den Südstaaten und an der Westküste. Nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg wuchs sie besonders stark in den ehemaligen Konföderierten Staaten. Ab 1891 gründete sie Ableger in Liberia, Sierra Leone und Südafrika. Derzeit (2015) hat sie Gemeinden in 39 Ländern auf fünf Kontinenten.

Bekenntnis und Struktur[Bearbeiten]

Die AME Church unterscheidet sich in der Lehre nicht von anderen methodistischen Kirchen. Ihre Bekenntnisgrundlage sind das Apostolische Glaubensbekenntnis und die Fünfundzwanzig Artikel, die auch in der Evangelisch-methodistischen Kirche anerkannt sind. Wie beim Hauptstrom des amerikanischen Methodismus ist auch die Kirchenverfassung der AME Church stark episkopale geprägt. Die derzeit 20 Bischöfe, die auf Lebenszeit von der Generalkonferenz gewählt werden, leiten ihre Distrikte gemeinsam mit einer jährlich tagenden Konferenz, die sich paritätisch aus Geistlichen und gewählten Laien zusammensetzt. Da die Generalkonferenz nur alle vier Jahre zusammenkommt, hat auch der Bischofsrat eine entscheidende Funktion.

Die Frauenordination wird in der AME praktiziert.

Ökumene[Bearbeiten]

Die African Methodist Episcopal Church ist Mitglied im Weltrat methodistischer Kirchen und im Weltkirchenrat.

Ihre Mitgliedschaft in Churches Uniting in Christ hat die AME seit 2009 ruhen lassen.

Bischöfe[Bearbeiten]

  • Richard Franklin Norris
  • Adam Jefferson Richardson, Jr.
  • Cornal Garnett Henning, Sr.
  • John Richard Bryant
  • Theodore Larry Kirkland
  • William Phillips DeVeaux, Sr.
  • Preston Warren Williams, II
  • Carolyn Tyler Guidry
  • James Levert Davis
  • Gregory Gerald McKinley Ingram
  • McKinley Young
  • Samuel Lawrence Green, Sr.
  • Vashti Murphy McKenzie
  • David Rwhynica Daniels, Jr.
  • Wilfred Messiah
  • Sarah Frances Davis
  • Paul Jones Kawimbe
  • E. Earl McCloud, Jr.
  • Jeffrey N. Leath
  • Julius H. McAlister, Sr.
  • John F. White, Sr. Office of Ecumenical Affairs
  • Elvin Fernandez

Ehemalige Bischöfe[Bearbeiten]

  • John Hurst Adams
  • Richard Allen Hildebrand
  • Frederick Hilborn Talbot
  • Hamil Hartford Brookins
  • Vinton Randolph Anderson
  • Frederick Calhoun James
  • Frank Curtis Cummings
  • Philip Robert Counsin, Sr
  • Henry Allen Belin, Jr.
  • Richard Allen Chappelle, Sr
  • Robert Vaughn Webster
  • Zedekiah Lazett Grady

Literatur[Bearbeiten]

  • The book of worship of the African Methodist Episcopal Church. Dr. Johnny Barbour Jr., Nashville TN 2005.
  • James H. Cone: God Our Father, Christ Our Redeemer, Man Our Brother: A Theological Interpretation of the AME Church. In: AME Church Review. Volume CVI, No. 341, 1991, S. 25.
  • The Doctrine and Discipline of the African Methodist Episcopal Church 2000–2004. AMEC Sunday School Union, Nashville TN 2001.
  • Howard D. Gregg: History of the African Methodist Episcopal Church. The Black Church in Action. African Methodist Episcopal Church, Nashville TN 1980.
  • Samuel S. Hill, Charles H. Lippy (Hrsg.): Encyclopedia of Religion in the South. 2. edition revised, updated and expanded. Mercer University Press, Macon GA 2005, ISBN 0-86554-758-0.

Weblinks[Bearbeiten]