Agatha von Catania

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Francisco de Zurbarán: Hl. Agatha (1630-1633, Detail)
Statue der Heiligen an den Agatha-Katakomben auf Malta

Die Jungfrau Agatha von Catania (* um 225 in Catania auf Sizilien; † um 250 in Catania) starb wahrscheinlich unter Kaiser Decius zwischen 249 und 251 als Märtyrin. Die Heilige wird im Allgemeinen mit einer Schüssel, auf der ihre Brüste liegen, dargestellt. Abweichend davon gibt es auch Darstellungen, auf denen sie einen Palmzweig als Attribut des Martyriums in der Hand trägt.

Leben[Bearbeiten]

Der Überlieferung nach wurde Agatha auf Sizilien als Tochter wohlhabender Eltern geboren. Als gottgeweihte Jungfrau lehnte sie den Heiratsantrag des heidnischen Statthalters von Sizilien, Quintianus, ab, da sie die Jungfräulichkeit um des Himmelreiches willen gelobt hatte. Weil Agatha ihn zurückwies, ließ sie der Statthalter für einen Monat in ein Freudenhaus verschleppen. Da sie ihn nach dieser Zeit immer noch ablehnte, veranlasste Quintianus ihre Verurteilung und ließ ihr die Brüste abschneiden. Nach dieser Folter erschien ihr der Legende nach nachts der heilige Petrus und pflegte ihre Wunden. Als man dies bemerkte, ließ der Statthalter Agatha auf glühende Kohlen legen, wodurch sie starb.

Nach der Überlieferung auf Malta flüchtete sie zunächst nach Malta, wo sie sich für einige Zeit im Bereich der heutigen Stadt Rabat in den Katakomben verbarg, die heute St.-Agatha-Katakomben heißen.

Etwa ein Jahr nach ihrem Tod brach der Ätna aus, und die Einwohner von Catania zogen mit dem Schleier der Heiligen dem Lavastrom entgegen, der daraufhin zum Stillstand kam.

Agatha liegt in der Kathedrale von Catania begraben und ist die Schutzpatronin der Malteser, der Stadt Catania, der Armen und Hirtinnen, der Glocken- und Erzgießer, der Weber sowie der Goldschmiede. Sie gilt als Helferin bei Brusterkrankungen, Viehseuchen, Erdbeben und Ausbrüchen des Ätna. In den nördlicheren deutschsprachigen Gebieten sowie der Schweiz ist die heilige Agatha die Schutzpatronin der Feuerwehren.

Gedenktag und Brauchtum[Bearbeiten]

Die Schädeldecke der hl. Agatha

Sowohl in der katholischen als auch in der orthodoxen Kirche wird der Gedenktag der Heiligen am 5. Februar begangen (gebotener Gedenktag im Allgemeinen Römischen Kalender).

Siehe auch: Bauernregeln

Der Schleier der heiligen Agatha wird, wie einige andere Reliquien, im Dom von Catania aufbewahrt. Die größte Knochenreliquie, die Schädeldecke, befindet sich im Kloster Kamp.

In vielen Gegenden wird am Gedenktag der Hl. Agatha Brot gesegnet (Agathabrot). In manchen Gegenden verteilte man früher Agathazettel.

Trivia[Bearbeiten]

Scherzhaft nennt man die heilige Agatha von Catania auch die Schutzheilige von „Catan“, der fiktiven Insel, um die sich Klaus Teubers populäres Brettspiel „Die Siedler von Catan“ dreht. Im 2006 herausgegebenen jüngsten Erweiterungssatz von „Catan - Das Kartenspiel für zwei Spieler“ hat Agatha auf einer eigenen Karte daher eine Hommage in Form einer ihr geweihten Kapelle erhalten.

Wetterregel: „Sankt Agatha, die Gottesbraut, macht, dass Schnee und Eis gern taut.“

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: hl. Agata – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien