Agilent Technologies

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Agilent Technologies
Logo der Bridgestone Firestone LLC
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1999
Sitz Santa Clara,
Kalifornien / USA
Produkte ElektrotechnikVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.agilent.com
Ehemalige Zentrale von Agilent bis zum Umzug auf den Santa Clara-Campus (2006)

Agilent Technologies (NYSE: A), kurz auch Agilent, ist ein amerikanisches Technologieunternehmen mit Sitz in Santa Clara, Kalifornien. Es beschreibt sich selbst als „Entwickler, Hersteller und Anbieter von Geräten, Systemen und Lösungen in den Bereichen Mess- und Prüftechnik, Elektronik und Medizinelektronik.“

Geschichte[Bearbeiten]

Agilent entstand im Jahr 1999 als Ableger aus fünf Abteilungen der 1939 gegründeten Firma Hewlett-Packard. Seit dem 2. Juni 2000 ist Agilent Technologies ein selbstständiges Unternehmen. Die 1950 aus der Übernahme von Sanborn durch HP hervorgegangene Abteilung Healthcare/Medical Products wurde im Jahre 2001 an Philips Medical Systems verkauft, 2005 wurde die Agilent Technologies Semiconductor Products Group durch Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) und Silver Lake Partners akquiriert und der Halbleiterhersteller Avago gegründet.

2006 wurde aus der Abteilung für SOC- und Memory-Tester ein eigenständiges Unternehmen gegründet, welches seit Mitte 2006 als Verigy im NASDAQ gelistet ist.

Aktuell (2007) sind etwa 19.000 Mitarbeiter in allen Standorten weltweit beschäftigt. Agilent Technologies in Deutschland beschäftigt rund 1.400 Mitarbeiter, die meisten davon in Böblingen (optische Messtechnik und digitale Testgeräte) und in Waldbronn (Life Sciences und Chemische Analysentechnik).

Seit 2005 ist William P. Sullivan als Nachfolger von Edward W. Barnholt Vorstandsvorsitzender von Agilent Technologies. Im Juni 2007 übernahm Agilent die deutsche adaptif PHOTONICS GmbH, im Mai 2010 die Varian Inc..

Am 19 September 2013 gab Agilent bekannt das Unternehmen in zwei getrennten Geschäftsbereiche fort zu führen.[1]

Produkte[Bearbeiten]

Hauptprodukte von Agilent sind unter anderem Oszilloskope, Logikanalysatoren, Signalgeneratoren, Spektrumanalysatoren, DNA/RNA Microarrays, Flüssig- (HPLC [High Pressure {oder Performance} Liquid Chromatography]) und Gaschromatographie-Massenspektrometrie-Kopplung [GC-MS]. Die Investmenttochter Agilent Ventures unterstützt High Tech Start Up Gesellschaften.

Zum Produktbereich des Geschäftsbereiches LSCA (Life Science/Chemical Analysis) gehören sowohl klassische Kapillar-Elektrophorese (CE Kapillarelektrophorese) als auch Microfluidic-Produkte wie Bioanalyzer und Chip-LC/MS (Chip-Liquid Chromatography/Mass Spectrometry).

Durch die zahlreichen von Agilent angebotenen Kopplungstechniken von Massenspektrometern mit Chromatographiegeräten ist das Unternehmen einer der weltweit führenden Hersteller von Massenspektrometern. Unter anderem werden Massenspektrometer mit der Quadrupol- (MSD), der Ionenfallen- (ion trap) und der Flugrohrtechnik (TOF, time of flight) sowohl in Form einfacher als auch mehrfacher Massenspektrometer (Q-TOF: Quadrupol mit Flugrohr, QQQ: drei Quadrupole in Reihe) angeboten. Analysegeräte können in Form von Gaschromatographen (GC), Flüssigkeitschromatographen (HPLC), Kapillarelektrophorese (CE) und ICP-MS gekoppelt werden. Für die Chromatographie werden auch andere Detektoren angeboten.

Darüber hinaus bietet Agilent die visuelle Programmiersprache Agilent VEE an.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Agilent Technologies – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.agilent.com/about/newsroom/presrel/2013/19sep-gp13016.html