Ahl al-bait

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Ahl al-Bait (arabisch ‏أهل البيت‎ „die Leute des Hauses“) ist die Bezeichnung für die Familie des islamischen Propheten Mohammed. Wer genau zu diesem verehrten Personenkreis gezählt wird, variiert auf Grund verschiedener Traditionen, Schulen und Konfessionen; die relevante Koranstelle (Sure 33, Vers 33) lässt unterschiedliche Interpretationen zu. Für die Sunniten zählen heute zumindest sämtliche Gattinnen des Propheten, seine Tochter Fatima, deren Mann Ali ibn Abi Talib sowie die Söhne aus dieser Verbindung, Hasan und Husain, zu den Ahl al-Bait, doch wurde die Zugehörigkeitsgrenze auch schon wesentlich großzügiger gezogen. Bei den Schiiten, für die die Prophetenfamilie (vor allem wegen des Imamats) eine herausragende Rolle spielt, ist der Personenkreis hingegen eher eingeschränkt. Sie rechnen neben Mohammed nur Fatima, Ali, Hasan und Husain – also die Ahl al-Kisa (nach einer bekannten Überlieferung, dem Hadith al-Kisa) – sowie deren direkte Nachkommenschaft zu den Ahl al-Bait. Nach imamitischem Glauben handelt es sich hierbei im Kern um die „Vierzehn Unfehlbaren“.

Bei den Zaiditen und den Muʿtaziliten galt der Konsens der Ahl al-Bait als rechtskräftiges Argument.[1] Die Zaiditen betrachteten hierbei ihre Imame als Ahl al-Bait.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Moshe Sharon: "Ahl al-bayt — People of the House" in Jerusalem Studies in Arabic and Islam 8 (1986) 169-184.
  • Mary Elaine Hegland: Art. "Ahl al-Bayt" in John L. Esposito (ed.): The Oxford Encyclopedia of the Islamic World. 6 Bde. Oxford 2009. Bd. I, S. 74a-76b.

Belege[Bearbeiten]

  1. Vgl. Devin Stewart: Islamic Legal Orthodoxy. Twelver Shiite Responses to the Sunni Legal System. Salt Lake City 1998.
  2. Vgl. Bernard Weiss: Studies in Islamic Legal Theory. Leiden 2002. S. 344.

Siehe auch[Bearbeiten]