Fatima bint Mohammed

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Der Prophet Mohammed gibt seine Tochter Fatima zur Heirat mit seinem Cousin ʿAlī ibn Abī Tālib.

Fatima bint Muhammad ibn Abdallah ibn Abd al-Muttalib ibn Haschim (arabisch ‏فاطمة بنت محمد‎, DMG Fāṭima bint Muḥammad, * 606; † 632) mit den Beinamen az-zahrāʾ (‏الزهراء‎) und sayyidat nisāʾ al-ʿālamīn (‏سيدة نساء العالمين‎, d. h. „Herrin der Frauen unter den Weltbewohnern“) war die vierte und jüngste Tochter des Propheten Mohammed von seiner ersten und lange Zeit einzigen Gattin Chadidscha bint Chuwailid (* 555; † 619) und die Gattin ʿAlī ibn Abī Tālibs; aus dieser Ehe gingen die Söhne Hasan ibn ʿAlī und al-Ḥusain ibn ʿAlī hervor.

Fatima gehörte zum ahl al-bait (‏أهل البيت‎ / ‚Familie des (Propheten)hauses‘); sie war unter den Kindern Mohammeds das einzige, dessen Nachkommen bis ins Erwachsenenalter überlebten. Die Schiiten lassen Fatima besondere Verehrung zukommen: als einzige Frau wird sie zusammen mit Mohammed und den Zwölf Imamen zu den „Vierzehn Unfehlbaren“ gezählt. Sie verlor ein Kind bei einem Kampf vor der Tür ihres Hauses mit dem späteren zweiten Kalifen Umar ibn al-Chattab, als sie die Haustür vor dem Eindringen von Abu Bakr und Umar ibn al-Chattab zuhielt und sie gewaltsam eingetreten wurde, wobei auch Feuer gelegt wurde. Fatimas Leiden nach dem Tod ihres Vaters, ihr Streit mit Aischa und ihr Kampf gegen Abū Bakr und Umar ibn al-Chattab sind ein zentrales Dogma des Schiismus. Wegen des Streits mit Abu Bakr redete sie nie wieder mit ihm. Sie starb in einer kleinen Kammer, aus Gram über den Tod ihres Vaters und an den Verletzungen des Kampfes an ihrer Haustür.

Da ihr Mann Ali nicht als direkter Nachfolger Mohammeds anerkannt wurde, wollte sie aus Protest nicht, dass nach ihrem Tode die Lage ihrer Grabstätte bekanntgegeben würde. Bis heute weiß niemand, wo sich ihre Grabstätte in Medina befindet.

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