Alexander Arturowitsch Rou

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Alexander Arturowitsch Rou (russisch Александр Артурович Роу; * 11. Februarjul./ 24. Februar 1906greg. in Sergijew Possad, Russland; † 28. Dezember 1973 in Moskau) war ein sowjetischer Filmregisseur und Drehbuchautor.

Er gilt neben Alexander Ptuschko als bedeutendster sowjetischer Regisseur von Märchenfilmen.

Leben[Bearbeiten]

Alexander Rous Vater, Arthur Rowe, war ein irischer Ingenieur, der in Russland arbeitete, aber aufgrund des Ersten Weltkrieges 1916 in die Heimat zurückkehrte und seine Familie zurückließ. Da die Mutter schwer krank war, sorgte nun der kleine Sascha durch den Verkauf von Streichhölzern und Kämmen für den Unterhalt.[1]

Nach 7 Jahren Schule besuchte er zunächst eine technische Fachschule. 1921 arbeitete er für das Agitproptheater Blaue Bluse (Синяя блуза). Später studierte er bis 1930 an der Filmschule „Boris Tschaikowski“ und danach von 1931 bis 1934 an der Theaterschule „Maria Ermolowa“.

Als Regieassistent von Jakow Protasanow arbeitete Rou an den Filmen Marionetten (Марионетки, 1934) und Das Mädchen ohne Mitgift (Бесприданница , 1937). Ab 1937 war Rou beim Unions-Kinderfilmstudio „Sojusdetfilm“ (1948 in Gorki-Filmstudio umbenannt) in Moskau beschäftigt, wo er 1938 seinen ersten eigenen Film drehte.

Rou wurde 1968 als „Volkskünstler der RSFSR“ ausgezeichnet.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Wirkung in der DDR[Bearbeiten]

In der DDR prägten seine Filme das Bild der heranwachsenden Generationen vom sowjetischen Film und vom Wesen der Sowjetunion. Besser als jedes Umerziehungskonzept schaffte es Rous Märchenwelt, die Fundamente des aus der Zeit des deutschen Faschismus überkommenen Antislawismus zu untergraben.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.peoples.ru/art/cinema/producer/rou/